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Krankenhäuser in Not

Mittwoch, 03. Mai 2006, 06:55 Uhr
Nordhausen (nnz). Die Reformen im Gesundheitssystem jedes dritte deutsche Krankenhaus in Bedrängnis. Das ist das Ergebnis einer Studie, die nnz erläutert.


Diese Kliniken könnten trotz teils massiven Bettenabbaus, Umstrukturierung und verbesserter Abläufe auf absehbare Zeit nicht wirtschaftlich arbeiten, heißt es laut „Deutsches Ärzteblatt“ in einer am Dienstag vorgelegten Studie der Unternehmensberatung McKinsey & Company. Die Fachleute sagen einen „weiteren drastischen Umbau der deutschen Krankenhauslandschaft“ voraus: Zu erwarten seien Klinik-Schließungen, Zusammenschlüsse und eine zunehmende Spezialisierung.

Hintergrund sei die laufende Einführung so genannter Fallpauschalen. Diese Fallpauschalen sollen auf Landesebene bis spätestens 2009 etabliert sein. Die Neuerung soll die Kliniken zu geringeren Ausgaben zwingen. Die Einführung des neuen Systems verlange von den Krankenhäusern aber weitere Kostenreduktionen von schätzungsweise fünf Milliarden Euro, heißt es in der Studie weiter. „Die deutschen Krankenhäuser stehen vor der größten Herausforderung der Nachkriegszeit“, sagte McKinsey-Direktor Rainer Salfeld. Knapp 600 Häusern drohten zu Verlierern des neuen Preissystems zu werden. Der McKinsey-Studie liegt den Angaben zufolge eine Analyse von rund 1.600 Akutkrankenhäusern in Deutschland zugrunde.
Autor: nnz

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