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Beyse-Nachfolger einsparen

Dienstag, 02. Mai 2006, 15:34 Uhr
Nordhausen (nnz). Die Gruppe der FDP im Stadtrat wartet wieder mal mit einer interessanten Idee auf. Die soll helfen, bei den künftigen Personalkosten zu sparen. Wie das funktionieren soll, das hat die nnz erfahren.


Um es kurz zu machen: Es soll keinen Nachfolger für den jetzigen Bau- und Wirtschaftsdezernenten Dietrich Beyse (CDU) geben. Dessen Stelle soll aus dem Stellenplan gestrichen werden. Zur Begründung führen die Liberalen die immer knapper werdenden Gelder der Verwaltung an. „Die Oberbürgermeisterin bezweifelte bereits in der Vergangenheit in der Öffentlichkeit an, dass zukünftig ein ausgeglichener städtischer Haushalt möglich wäre. Wir erinnern uns alle noch daran, dass in unserer Heimatstadt aus Sparsamkeitsgründen die Straßenlaternen erst verspätet in der Dunkelheit zu leuchten begannen. Vor diesem Hintergrund lässt es sich nicht rechfertigen, nach dem Dienstende des jetzigen Bau- und Wirtschaftsdezernenten, diese Stelle neu zu besetzen“, so die Stadtrats-Gruppe in ihrem Antrag.

Die Anzahl der Einwohner in der Stadt Nordhausen sei in den vergangenen Jahren überdurchschnittlich zurückgegangen und habe sich in dem Zeitraum von 1996 bis 2003 um 7% verringert (Vergleichszahlen: Landkreis Nordhausen mit Stadt Nordhausen – 5,6%; Freistaat Thüringen – 4,6 %; Jena - Oberbürgermeister Dr. Röhlinger, FDP- + 2,3 %).

„Durch die Stadtverwaltung wurden in den vergangenen Jahren Aufgabenbereiche abgegeben, wie z.B. das Sozialamt an den Landkreis. Die Auslastung des Bauordnungsamtes ist wegen des Einbruchs der Bautätigkeit geringer geworden. So lässt die Direktorin der Bundesagentur für Arbeit in Nordhausen in der örtlichen Presse verkünden, dass sich die Zahl der versicherungspflichtigen Vollzeitbeschäftigten im Handel, Gastgewerbe und im Baubereich in den letzten 6 Jahren um 20 – 40 % verringert hat“, rechnet man nach und weiter:

„Die eingesparten Mittel von voraussichtlich mehreren 100.000 Euro sind besser zur Schuldenverringerung, den Erhalt von Kindergärten und Schulen, die Förderung von Vereinen, die Brandsicherheit, sowie weitere kulturelle oder soziale Zwecke zu verwenden.“
Autor: nnz

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