Alle haben gewonnen
Donnerstag, 27. April 2006, 15:46 Uhr
Nordhausen (nnz). Eine neue Tradition wurde gestern Abend in der Nordhäuser Parkallee begründet. Ein Spiel, bei dem letztendlich alle gewinnen, gibt es ja leider nicht so häufig.
Zu einem ersten freundschaftlichen Vergleich trafen sich gestern Abend die Fußballer der Fachhochschule Nordhausen und des Thüringenligisten Wacker 90. Dabei stand das Ergebnis weniger im Vordergrund als der Spaß am Sport und die kameradschaftliche Zusammenarbeit zweier so genannter weicher Standortfaktoren in der Stadt. Immer mehr junge Männer finden den Weg zum Studium in der schmucken FH der Kreisstadt. Seit dem letzten Semester sind auch wieder einige aktive Fußballer dabei, die gern in ihrer Freizeit das Runde ins Eckige befördern wollen. Schon nach den ersten Kontakten waren sich die Professoren und das Wacker-Präsidium einig, dass es weniger ums Reden als vielmehr um die Taten geht. So war dann gestern auch ein Tross von annähernd 50 studentischen Fans angerückt, um ihre Jungs beim schweren Auswärtsspiel im Albert-Kuntz-Sportpark lautstark zu unterstützen. Die Aktionen auf dem Rasen, speziell in der zweiten Hälfte, wurden frenetisch bejubelt und auch Professoren und Wackerfans hatten ihren Spaß.
Aus Studenten aktive Fußballer zu machen ist das eine Anliegen, das andere ist es, aus Fußballern Studenten zu machen. Hier sehen die beiden Partner ein enormes Potential für die Zukunft, denn ein guter Fußballer möchte beim Studium weiter aktiv sein und diese Möglichkeit bekommt er in Nordhausen geboten. So ist es nicht verwunderlich, dass Wackers sportlicher Leiter Eberhardt Strehler nach dem Spiel schon die ersten Kontakte zu einem der FHN-Spieler geknüpft hat. Wacker und die Fachhochschule wollen gemeinsam etwas erreichen und ein solcher Nachmittag wie der gestrige, abgerundet mit Bratwürstchen und Bier, soll zur Tradition werden.
Auffallend war die absolute Fairness mit der beide Teams zu Werke gingen. Am Ende gab es kleinere Verwirrungen, wie viele Tore Wacker denn nun geschossen hatte und die Angaben der Augenzeugen schwankten zwischen 7 und 9 (siehe auch Beitrag "Klare sache mit viel Spaß"). Die Wahrheit lag in der Mitte und die Fachhochschüler erzielten auch ihr Ehrentor, dass gefeiert wurde wie der Siegtreffer.
