Zurück in die Hütte!
Mittwoch, 26. April 2006, 18:19 Uhr
Nordhausen (nnz). Egon Primas ist ein Parteifuchs. Manchmal schweigt der Mann vom Lande eher. Heute aber platzte ihm im nnz-Gespräch der Kragen. Mit deftigen Sprüchen ging er gegen Matthias Jendricke (SPD) vor.
Die Oberbürgermeisterin hat den Herrn Jendricke wohl mal wieder aus der Hundehütte gelassen, sie sollte ihn schleunigst wieder an die Kette legen, so der christdemokratische Landtagsabgeordnete und Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion. Nach seinen letzten Pitbull-Attacken in punkto Südharz-Krankenhaus habe Primas gedacht, dass der Schaden schon groß genug sei, den der Nordhäuser Bürgermeister angerichtet habe. Lange Zeit habe Frau Rinke ihn danach in seinem Zimmer eingesperrt, damit er sich hinter den Akten verstecken könne. Ich glaube, den Mann kennt nach einem Jahr noch niemand im Nordhäuser Rathaus so richtig, mutmaßt Egon Primas.
All das sieht Primas als emotionale Erwiderung auf das, was Matthias Jendricke in den zurückliegenden Tagen zur Wappen-Affäre des Landrates in der nnz von sich gab. Aber: Auch die SPD hätte das Wappen nutzen können. Bei der Kommunalwahl, bei der Jendricke als Wahlleiter fungierte, habe die CDU das schon verwendet. Auch der Landrat in Mühlhausen geht mit dem Wappen des Unstrut-Hainich-Kreises auf Tour, weiß Primas. Vielleicht ärgere sich Jendricke als rot-roter Wahlkampfmanager nur, weil ihm und seinen Roten das nicht selbst eingefallen sei.
Und Primas legt nach. Für die Union ist eine Wahlkampfveranstaltung der SPD und der Linkspartei gegen die Familienoffensive der Landesregierung in einer Nordhäuser Turnhalle (siehe nnz-Archiv) noch nicht abgehakt. Die Sache sei ja schon fast ein Fall für den Staatsanwalt gewesen, hier könne man von illegaler Parteienfinanzierung reden. Nach Ansicht von Primas sei bei der Veranstaltung Material der SPD-Landtagsfraktion verwendet worden. Dieses trage ausdrücklich den Zusatz, dass es bei Wahlveranstaltungen nicht verwendet werden dürfe.
Noch schlimmer allerdings ist für den Christdemokraten die Tatsache, dass ein Mann wie Matthias Platzeck Wahlkampf für die SED-Nachfolger mache. Mit der rot-roten Allianz im Landratswahlkampf habe sich die SPD im Landkreis Nordhausen doch quasi aufgelöst und in die Arme der PDS begeben. Aber – und da kommen Zweifel bei Primas auf – vielleicht wisse der Ministerpräsident von Brandenburg überhaupt nicht, was hier im Landkreis Nordhausen los sei...
Autor: nnzDie Oberbürgermeisterin hat den Herrn Jendricke wohl mal wieder aus der Hundehütte gelassen, sie sollte ihn schleunigst wieder an die Kette legen, so der christdemokratische Landtagsabgeordnete und Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion. Nach seinen letzten Pitbull-Attacken in punkto Südharz-Krankenhaus habe Primas gedacht, dass der Schaden schon groß genug sei, den der Nordhäuser Bürgermeister angerichtet habe. Lange Zeit habe Frau Rinke ihn danach in seinem Zimmer eingesperrt, damit er sich hinter den Akten verstecken könne. Ich glaube, den Mann kennt nach einem Jahr noch niemand im Nordhäuser Rathaus so richtig, mutmaßt Egon Primas.
All das sieht Primas als emotionale Erwiderung auf das, was Matthias Jendricke in den zurückliegenden Tagen zur Wappen-Affäre des Landrates in der nnz von sich gab. Aber: Auch die SPD hätte das Wappen nutzen können. Bei der Kommunalwahl, bei der Jendricke als Wahlleiter fungierte, habe die CDU das schon verwendet. Auch der Landrat in Mühlhausen geht mit dem Wappen des Unstrut-Hainich-Kreises auf Tour, weiß Primas. Vielleicht ärgere sich Jendricke als rot-roter Wahlkampfmanager nur, weil ihm und seinen Roten das nicht selbst eingefallen sei.
Und Primas legt nach. Für die Union ist eine Wahlkampfveranstaltung der SPD und der Linkspartei gegen die Familienoffensive der Landesregierung in einer Nordhäuser Turnhalle (siehe nnz-Archiv) noch nicht abgehakt. Die Sache sei ja schon fast ein Fall für den Staatsanwalt gewesen, hier könne man von illegaler Parteienfinanzierung reden. Nach Ansicht von Primas sei bei der Veranstaltung Material der SPD-Landtagsfraktion verwendet worden. Dieses trage ausdrücklich den Zusatz, dass es bei Wahlveranstaltungen nicht verwendet werden dürfe.
Noch schlimmer allerdings ist für den Christdemokraten die Tatsache, dass ein Mann wie Matthias Platzeck Wahlkampf für die SED-Nachfolger mache. Mit der rot-roten Allianz im Landratswahlkampf habe sich die SPD im Landkreis Nordhausen doch quasi aufgelöst und in die Arme der PDS begeben. Aber – und da kommen Zweifel bei Primas auf – vielleicht wisse der Ministerpräsident von Brandenburg überhaupt nicht, was hier im Landkreis Nordhausen los sei...
