Zehnerpackung zu Saisonabschluss
Montag, 24. April 2006, 10:50 Uhr
Nordhausen (nnz). Bis zum Schluss kämpfte der HSC Erfurt am Samstag gegen einen in den ersten fünfzehn Minuten ebenbürtigen Gegner vom Nordhäuser Sportverein. Wie der Kampf schließlich ausging, das hat Steffen Neumann für die nnz notiert.
Die Handballer aus der Landeshauptstadt wollten in ihrem Spiel nichts unversucht lassen, ihre minimale Chance auf den Aufstieg in die Oberliga zu nutzen. Nordhausen spielte anfangs sehr konzentriert und legte auch vor. Bis zur Mitte der ersten Hälfte machten die Gäste alles richtig. Im Angriff konnte Nordhausen überzeugen, die Abwehr war sehr stark und ließ den HSC kaum Entfaltungsmöglichkeiten. Geschicktes Kombinationsspiel und beherzte Angriffe ließen Nordhausen dabei nie wie den Verlierer aussehen.
Doch mit der 20. Spielminute setzte die Flaute bei den Rolandstädtern ein. Sebastian Kreutz und Stefan Fuhrmann wurden gleichzeitig für zwei Minuten auf die Bank geschickt und Nordhausen musste mit vier Feldspielern auskommen. Obwohl auch ein Erfurter eine Strafzeit erhielt, nutzten die Gastgeber diese Schwächephase der Nordhäuser gnadenlos aus und versenkten drei Bälle im Gehäuse von Karsten Scholz im Tor des NSV.
Erfurt bekam die Partie jetzt besser in den Griff und fand immer wieder die sich bietenden Lücken in der NSV-Abwehr. Selbst der Nordhäuser Torjäger Stefan Fuhrmann, der lange Zeit mit der Manndeckung der Gegner kämpfen musste, kam kaum mehr zum Zuge. Das Spiel setzte sich bis zur Halbzeit so fort und die Mannschaften gingen beim Stand von 14:8 aus Erfurter Sicht in die Kabinen. Das sah dann schon nach einer Vorentscheidung aus. Erfurt hoffte weiter auf einen Patzer des THC in Eisenach und kam noch einmal voll motiviert zur zweiten Spielhälfte aufs Parkett.
Aber auch Nordhausen schaltete nach der Pause einen Gang höher und versuchte, ein versöhnliches Ergebnis zu erzielen. Nachdem Sebastian Kreutz nach einer völlig sinnlosen Aktion bereits fünf Minuten vor dem Halbzeitpfiff die rote Karte sah, traf es kaum zwanzig Sekunden nach Wiederanpfiff den zweiten Nordhäuser. David Meitzner musste nach seiner dritten Zeitstrafe vorzeitig vom Feld, nachdem die beiden sicher pfeifenden Schiedsrichter dem Nordhäuser Kreisläufer mit der roten Karte bestraften. Derweil lieferte sich Nordhausen in Unterzahl einen Schlagabtausch mit dem Erfurter Angriff. Der war effektvoller und gezielter als der Nordhäuser. Die Gastgeber setzten sich ab und führten nach 45. Minuten mit 24:14. Dieser Zehn-Tore-Vorsprung war für Erfurt bereits der Sieg, denn der NSV hatte jetzt kaum noch etwas zu entgegnen, verkaufte sich aber trotzdem noch angemessen. Für den HSC brannte nichts mehr an und es hieß für Nordhausen nur noch Schadensbegrenzung.
Stefan Fuhrmann legte noch eine Kohle auf und ließ bei seinen Aktionen, die meistens im Anschluss an Erfurter Tore folgten, keinen Zweifel daran, dass er in der Liga die unangefochtene Nummer eins der Werfer ist. Trotzdem reichte es am Ende für den NSV nicht mehr und nach sechzig Minuten schlug eine 31:21-Niederlage zu Buche. Nichtsdestotrotz bleibt Nordhausen der dritte Tabellenplatz erhalten, da der VfB TM Mühlhausen 09 ebenfalls sein Spiel bei Goldbach verloren hat. Nordhausen beendet mit dem Spiel vom Samstag eine durchwachsene Spielserie auf dem Bronzeplatz und geht trotz einiger kleiner Ausrutscher zufrieden in die Sommerpause. Im September heißt es für die Landesliga dann wieder Anwurf zur neuen Saison.
Nordhausen: Scholz, Große, Spieß (2), Flötling (2), Gehr (4), Stritzel, Kreutz, Elster (1), Kühne, Eichentopf (1), Beßin (1), Meitzner, Fuhrmann (10)
Autor: nnzDie Handballer aus der Landeshauptstadt wollten in ihrem Spiel nichts unversucht lassen, ihre minimale Chance auf den Aufstieg in die Oberliga zu nutzen. Nordhausen spielte anfangs sehr konzentriert und legte auch vor. Bis zur Mitte der ersten Hälfte machten die Gäste alles richtig. Im Angriff konnte Nordhausen überzeugen, die Abwehr war sehr stark und ließ den HSC kaum Entfaltungsmöglichkeiten. Geschicktes Kombinationsspiel und beherzte Angriffe ließen Nordhausen dabei nie wie den Verlierer aussehen.
Doch mit der 20. Spielminute setzte die Flaute bei den Rolandstädtern ein. Sebastian Kreutz und Stefan Fuhrmann wurden gleichzeitig für zwei Minuten auf die Bank geschickt und Nordhausen musste mit vier Feldspielern auskommen. Obwohl auch ein Erfurter eine Strafzeit erhielt, nutzten die Gastgeber diese Schwächephase der Nordhäuser gnadenlos aus und versenkten drei Bälle im Gehäuse von Karsten Scholz im Tor des NSV.
Erfurt bekam die Partie jetzt besser in den Griff und fand immer wieder die sich bietenden Lücken in der NSV-Abwehr. Selbst der Nordhäuser Torjäger Stefan Fuhrmann, der lange Zeit mit der Manndeckung der Gegner kämpfen musste, kam kaum mehr zum Zuge. Das Spiel setzte sich bis zur Halbzeit so fort und die Mannschaften gingen beim Stand von 14:8 aus Erfurter Sicht in die Kabinen. Das sah dann schon nach einer Vorentscheidung aus. Erfurt hoffte weiter auf einen Patzer des THC in Eisenach und kam noch einmal voll motiviert zur zweiten Spielhälfte aufs Parkett.
Aber auch Nordhausen schaltete nach der Pause einen Gang höher und versuchte, ein versöhnliches Ergebnis zu erzielen. Nachdem Sebastian Kreutz nach einer völlig sinnlosen Aktion bereits fünf Minuten vor dem Halbzeitpfiff die rote Karte sah, traf es kaum zwanzig Sekunden nach Wiederanpfiff den zweiten Nordhäuser. David Meitzner musste nach seiner dritten Zeitstrafe vorzeitig vom Feld, nachdem die beiden sicher pfeifenden Schiedsrichter dem Nordhäuser Kreisläufer mit der roten Karte bestraften. Derweil lieferte sich Nordhausen in Unterzahl einen Schlagabtausch mit dem Erfurter Angriff. Der war effektvoller und gezielter als der Nordhäuser. Die Gastgeber setzten sich ab und führten nach 45. Minuten mit 24:14. Dieser Zehn-Tore-Vorsprung war für Erfurt bereits der Sieg, denn der NSV hatte jetzt kaum noch etwas zu entgegnen, verkaufte sich aber trotzdem noch angemessen. Für den HSC brannte nichts mehr an und es hieß für Nordhausen nur noch Schadensbegrenzung.
Stefan Fuhrmann legte noch eine Kohle auf und ließ bei seinen Aktionen, die meistens im Anschluss an Erfurter Tore folgten, keinen Zweifel daran, dass er in der Liga die unangefochtene Nummer eins der Werfer ist. Trotzdem reichte es am Ende für den NSV nicht mehr und nach sechzig Minuten schlug eine 31:21-Niederlage zu Buche. Nichtsdestotrotz bleibt Nordhausen der dritte Tabellenplatz erhalten, da der VfB TM Mühlhausen 09 ebenfalls sein Spiel bei Goldbach verloren hat. Nordhausen beendet mit dem Spiel vom Samstag eine durchwachsene Spielserie auf dem Bronzeplatz und geht trotz einiger kleiner Ausrutscher zufrieden in die Sommerpause. Im September heißt es für die Landesliga dann wieder Anwurf zur neuen Saison.
Nordhausen: Scholz, Große, Spieß (2), Flötling (2), Gehr (4), Stritzel, Kreutz, Elster (1), Kühne, Eichentopf (1), Beßin (1), Meitzner, Fuhrmann (10)
