Bullen und Bären im nnz-Aktien-Tipp
Dienstag, 04. Dezember 2001, 08:47 Uhr
Nordhausen/Frankfurt (nnz). Die nnz bietet in lockerer Folge Analysen und Markteinschätzungen an. Das Material wird nnz von der Helaba zur Verfügung gestellt. Heute: 4.12.2001
Die Standardwerte an der New York Stock Exchange sind am Montag schwächer aus dem Handel gegangen. Positive Konjunkturzahlen sind von der zugespitzten Lage im Nahen Osten und den Wirtschaftsproblemen Argentiniens, vor allem aber von der Krise des Energiehändlers Enron überschattet worden. Mineralölkonzerne konnten hingegen angesichts deutlich gestiegener Ölpreise zulegen. Der Dow Jones 30 Index verlor bis Handelschluss 0,89 Prozent auf 9.763,96 Punkte, während sich der S&P 500 Index um 0,84 Prozent auf 1.129,92 Punkte verschlechterte. Die Ausgaben der privaten Haushalte in den USA haben im Oktober mit 2,9 Prozent den höchsten Anstieg seit der Datenauflegung 1959 verzeichnet und damit die Erwartungen von US-Volkswirten deutlich übertroffen.
Sie waren von einem Anstieg um 2,3 Prozent ausgegangen. Zudem stieg der US-Einkaufsmanagerindex NAPM im November unerwartet stark. Der Index sei von 39,8 Punkten im Oktober auf 44,5 Punkte geklettert, teilte die nationale Einkaufsmanagervereinigung am Montag in Washington mit. US-Volkswirte hatten im Durchschnitt mit einem Indexstand von 42,1 Punkten im November gerechnet. Die US-Technologiebörse NASDAQ ist am Montag schwächer aus dem Handel gegangen. Bis Börsenschluss fiel der alle Werte umfassende Nasdaq Composite Index um 1,33 Prozent auf 1.904,90 Punkte.
Die deutschen Aktienmärkte konnten gestern trotz schwacher Eröffnung in Amerika einen gegenläufigen Trend einnehmen. Nach einer schwachen Eröffnung noch am gestrigen Vormittag, konnte der Dax am Nachmittag zu einer Rally ansetzen. Die allerdings von der 5000er Marke begrenzt wurde. Nach den Ereignissen in Amerika und im Nahen Osten gehe ich heute nicht von einer Kursexplosion aus. Die ersten Indikationen im Dax liegen bei 4996 Punkten, also knapp unter dem Widerstand bei 5000. Sollten wir diesen überspringen ist der Weg frei bis 5080. Die Frühindikatoren, die wir gestern in Amerika gesehen haben zeigen zum ersten Mal seit langer Zeit wieder positive Einschätzungen. Allerdings musste man nach der Niedergeschlagenheit und Depression im September mit besseren Zahlen rechnen, denn diese Zahlen sind psychologisch und gefühlsbezogene Einschätzungen von Menschen. Es waren keine messbaren Zahlen, die eine Besserung der US-Konjunktur nachweisen.
Jörg Dechert, Aktienhandel
Autor: nnzDie Standardwerte an der New York Stock Exchange sind am Montag schwächer aus dem Handel gegangen. Positive Konjunkturzahlen sind von der zugespitzten Lage im Nahen Osten und den Wirtschaftsproblemen Argentiniens, vor allem aber von der Krise des Energiehändlers Enron überschattet worden. Mineralölkonzerne konnten hingegen angesichts deutlich gestiegener Ölpreise zulegen. Der Dow Jones 30 Index verlor bis Handelschluss 0,89 Prozent auf 9.763,96 Punkte, während sich der S&P 500 Index um 0,84 Prozent auf 1.129,92 Punkte verschlechterte. Die Ausgaben der privaten Haushalte in den USA haben im Oktober mit 2,9 Prozent den höchsten Anstieg seit der Datenauflegung 1959 verzeichnet und damit die Erwartungen von US-Volkswirten deutlich übertroffen.
Sie waren von einem Anstieg um 2,3 Prozent ausgegangen. Zudem stieg der US-Einkaufsmanagerindex NAPM im November unerwartet stark. Der Index sei von 39,8 Punkten im Oktober auf 44,5 Punkte geklettert, teilte die nationale Einkaufsmanagervereinigung am Montag in Washington mit. US-Volkswirte hatten im Durchschnitt mit einem Indexstand von 42,1 Punkten im November gerechnet. Die US-Technologiebörse NASDAQ ist am Montag schwächer aus dem Handel gegangen. Bis Börsenschluss fiel der alle Werte umfassende Nasdaq Composite Index um 1,33 Prozent auf 1.904,90 Punkte.
Die deutschen Aktienmärkte konnten gestern trotz schwacher Eröffnung in Amerika einen gegenläufigen Trend einnehmen. Nach einer schwachen Eröffnung noch am gestrigen Vormittag, konnte der Dax am Nachmittag zu einer Rally ansetzen. Die allerdings von der 5000er Marke begrenzt wurde. Nach den Ereignissen in Amerika und im Nahen Osten gehe ich heute nicht von einer Kursexplosion aus. Die ersten Indikationen im Dax liegen bei 4996 Punkten, also knapp unter dem Widerstand bei 5000. Sollten wir diesen überspringen ist der Weg frei bis 5080. Die Frühindikatoren, die wir gestern in Amerika gesehen haben zeigen zum ersten Mal seit langer Zeit wieder positive Einschätzungen. Allerdings musste man nach der Niedergeschlagenheit und Depression im September mit besseren Zahlen rechnen, denn diese Zahlen sind psychologisch und gefühlsbezogene Einschätzungen von Menschen. Es waren keine messbaren Zahlen, die eine Besserung der US-Konjunktur nachweisen.
Jörg Dechert, Aktienhandel
