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Live übertragen

Sonntag, 23. April 2006, 14:58 Uhr
Nordhausen/Sondershausen (nnz). Am Samstagabend lud das Loh-Orchester Sondershausen in ein gut besuchtes Haus der Kunst zum 7. Sinfoniekonzert der Spielzeit mit einer Live-Übertragung von Radio Klassik ein. Überraschend war, dass erstaunlich viel Jugend sich unter das Auditorium gemischt hatte, stellte Katrin Landgraf für die nnz unter anderem fest.


Den Auftakt bildete Masuda mit Joseph Haydns Sinfonie Hob. 1, 82 C-Dur "Der Bär", wobei das Finale in kleinen Teilen an die Titelmelodie von Astrid Lindgrens Pipi Langstrumpf erinnert. Zum Zeitpunkt als Haydn die Sinfonie komponierte, fallen besonders neue Orchesterbehandlungen auf, so setzte er nicht seine beliebte Bläserbesetzung mit Flöte, 2 Oboen, Fagotten und Hörnern ein, sondern erweiterte sie um Trompeten und Pauken, um ihr einen festlichen Charakter zu verleihen.

Im Anschluss erklang Carl Reineckes Konzert für Flöte und Orchester D-Dur, op. 283. Solist war Mario Carbotta, der besonders durch sein bewegtes Spiel ins Auge stach. Künstlerisch hochwertig präsentierte er den Romantiker, der seinerzeit von Tschaikowsky als eine der bedeutendsten und einflussreichsten Persönlichkeiten dargestellt wurde, von seiner besten Seite. Als Zugabe spielte er "ein kleines Stück italienische Musik" (Carbotta) für Flöte Solo.

Nach der Pause trumpfte das Loh-Orchester noch mit Johannes Brahms Klavierquartett in g-Moll, op. 25 auf, welches 1937 von Arnold Schönberg orchestriert wurde. Schönberg allerdings hörte man nur raus, wenn man bedenkt, dass Brahms sicher eine andere Besetzung für die Orchestrieung gewählt hätte. Aus dem Klavierquartett, waren sicher nur die Soloinstrumente noch übernommen, die auch im Orchester ihre Solostimmen erhielten: Violine, Viola und Violoncello. Mit großem Beifall dankte das Publikum dem Orchester.
Katrin Landgraf
Autor: nnz

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