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Wieder gelogen?

Dienstag, 18. April 2006, 11:01 Uhr
Nordhausen (nnz). Die Verbeamtungswelle, die sich derzeit nach Ansicht von SPD und Linkspartei durchs Landratsamt spült, die sei in erster Linie vom Landrat losgetreten worden. Jutta Krauth (SPD) habe davon nichts gewusst. Meint Dagmar Becker.


Bei der Wiederbesetzung der Stelle zur Nachfolgeschaft von Bernd Liesegang habe es laut Becker Absprachen von Vizelandrätin Jutta Krauth gegeben, die Besetzung dieser Stelle sei notwendig. Doch im Schlepptau würde es die anderen Ausschreibungen geben, so Becker und unterstellt Joachim Claus quasi nicht die Wahrheit gesagt zu haben. Zum Beispiel für die Stelle für den Umweltbereich. Um Matthias Ehrhold zu versorgen, hätte man auch bis nach dem 7. Mai warten können. Besonders prekär wird es mit der Besetzung der Stelle der Personalleitung. Hier habe es bereits mehrfach Versuche gegeben, diese Besoldungsgruppe einer einzigen Mitarbeiterin zu verschaffen. Im Kreistag wurden dazu bereits mehrere Abwehrschlachten geschlagen. Interessenten können hierzu einiges im Archiv der nnz nachlesen.

Die Besetzung des Geschäftsführerpostens bei der Service GmbH sei schlicht und ergreifend sachlich und fachlich falsch, argumentiert die SPD-Fraktionsvorsitzende im Kreistag.

„Wenn der Landrat nicht tricksen wollte, dann hätte er umfänglich den Kreisausschuss über die Ausschreibungen und entsprechende Begründungen informieren sollen. Wir werden alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen, um die Beförderungen zu verhindern“, so Becker gegenüber der nnz und verweist auf einen entsprechenden Brief, der an das Landesverwaltungsamt geschickt wurde. Auch wenn dadurch der Wunsch von Jutta Krauth nach der Wiederbesetzung der Kämmererstelle „hinten runterfallen würde“.
Autor: nnz

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