Wegweiser für den Osterspaziergang
Freitag, 07. April 2006, 11:33 Uhr
Nordhausen (nnz). Schon Dichterfürst Johann-Wolfgang von Goethe war vom Harz ganz begeistert. Auch zu Ostern lädt die Gegend zum Wandern ein. Den passenden Begleiter hat die nnz schon mal probegelesen.
Wegweiser für den Osterspaziergang (Foto: nnz)
Einfach der Nase nach gehen, kann im Harz schnell im Moor enden oder mitten im Wald, auf einem Pfad, den es eigentlich schon lange nicht mehr gibt. Wer sich also zu Ostern auf den Weg machen möchte, braucht einen Helfer zur Orientierung. Ein GPS-Gerät ist für die heimischen Berge ein bißchen übertrieben. Eine gute Landkarte bietet dem Wanderer alles was er braucht. Das Landesamt für Vermessung und Geoinformation in Sachsen-Anhalt kommt pünktlich zu Saisonbeginn mit einer Neuerscheinung.
Ein Wanderkarten-Set im Maßstab 1:50.000 bildet den ganzen Harz ab. Auch der Landkreis Nordhausen ist in Teilen dabei. Neben zwei Karten, nach wie vor in Ost und West gegliedert, liegt ein informatives Heft bei. Jeder Ort, auch Nordhausen, ist dort erfaßt. Die Informationen zur Rolandstadt sind auf neuem Stand. Kleine Fehler ließen sich verzeihen, dieser jedoch kaum. Einen Kletterturm, der sich auf dem Petersdorfer Berg befindet, werden Besucher vergeblich suchen. Die Angaben unter Rasten und Einkehren sind nur mit der Schönen Aussicht etwas dürftig. Für Ortsfremde und zum Kennenlernen anderer Harzregionen ist das 92 Seiten starke Heft trotz solcher Schwächen aber ein guter, informativer Ratgeber. Wer mehr als einen ersten Überblick sucht, braucht ohnehin ausführlicheren Reiseführer.
Zwei beidseitig bedruckte Karten decken die Fläche von Northeim im Westen bis Sangerhausen im Osten, sowie Vienenburg im Norden bis zum Kyffhäuser im Süden ab. Die Ostharzkarte wurde von Landesamt für Vermessung und Geoinformation Sachsen-Anhalt angefertigt. Daten von 2002 dienen als Grundlage, erweitert wurde die Ausgabe mit Daten vom Juni 2005. Für eine gedruckte Karte ist das eine hohe Aktualität. Doch am meisten erfreut die Genauigkeit der eingezeichneten Wege. Längst nicht alle Karten bilden auch kleine Pfade ab. Wer dergleichen wollte, mußte in teure Meßtischblätter investieren. Berge haben zum großen Teil Namen und Höhenangaben, genau wie Felsen, die anderswo oft nur mit Klettermöglichkeit bezeichnet werden. Höhenlinien und eingezeichnete Verläufe von Hochspannungsleitungen erleichtern die Orientierung in der Natur. Ein UTM-Koordinatengitter macht die Karte GPS tauglich.
Die Westhälfte der Karte stammt von der Landesvermessung und Geobasisinformation Niedersachsen. In der Ausstattung ist sie mit der Osthälfte identisch. In der Gestaltung gibt es keine Einheitlichkeit. Sogar die Darstellung von Straßen und topographischen Informationen unterscheidet sich. Eine Bezeichnung ist alles andere als gut gewählt: Museumsbahn Harzquerbahn für eine Strecke, die sich nach wie vor im Linienbetrieb befindet. Vielleicht ist in Westdeutschland eben alles Museum, was nicht topmodern ist? Aber das kann nur gemutmaßt werden.
Trotz kleinerer dargestellter Schwächen, empfiehlt Ihnen die nnz dieses Kartenset für Ihren Osterspaziergang. Damit finden Sie garantiert einen Weg, ganz nach Wunsch zum Brocken oder lieber etwas abseits der Touristenströme. Die beiden Karten mit dem Begleitheft stecken in einer praktischen Kunststoffhülle. Sie bekommen das Set für 12,90 Euro in jeder Buchhandlung oder bestellen es im Internet unter www.lvermgeo.sachsen-anhalt.de.
Autor: wf
Wegweiser für den Osterspaziergang (Foto: nnz)
Einfach der Nase nach gehen, kann im Harz schnell im Moor enden oder mitten im Wald, auf einem Pfad, den es eigentlich schon lange nicht mehr gibt. Wer sich also zu Ostern auf den Weg machen möchte, braucht einen Helfer zur Orientierung. Ein GPS-Gerät ist für die heimischen Berge ein bißchen übertrieben. Eine gute Landkarte bietet dem Wanderer alles was er braucht. Das Landesamt für Vermessung und Geoinformation in Sachsen-Anhalt kommt pünktlich zu Saisonbeginn mit einer Neuerscheinung. Ein Wanderkarten-Set im Maßstab 1:50.000 bildet den ganzen Harz ab. Auch der Landkreis Nordhausen ist in Teilen dabei. Neben zwei Karten, nach wie vor in Ost und West gegliedert, liegt ein informatives Heft bei. Jeder Ort, auch Nordhausen, ist dort erfaßt. Die Informationen zur Rolandstadt sind auf neuem Stand. Kleine Fehler ließen sich verzeihen, dieser jedoch kaum. Einen Kletterturm, der sich auf dem Petersdorfer Berg befindet, werden Besucher vergeblich suchen. Die Angaben unter Rasten und Einkehren sind nur mit der Schönen Aussicht etwas dürftig. Für Ortsfremde und zum Kennenlernen anderer Harzregionen ist das 92 Seiten starke Heft trotz solcher Schwächen aber ein guter, informativer Ratgeber. Wer mehr als einen ersten Überblick sucht, braucht ohnehin ausführlicheren Reiseführer.
Zwei beidseitig bedruckte Karten decken die Fläche von Northeim im Westen bis Sangerhausen im Osten, sowie Vienenburg im Norden bis zum Kyffhäuser im Süden ab. Die Ostharzkarte wurde von Landesamt für Vermessung und Geoinformation Sachsen-Anhalt angefertigt. Daten von 2002 dienen als Grundlage, erweitert wurde die Ausgabe mit Daten vom Juni 2005. Für eine gedruckte Karte ist das eine hohe Aktualität. Doch am meisten erfreut die Genauigkeit der eingezeichneten Wege. Längst nicht alle Karten bilden auch kleine Pfade ab. Wer dergleichen wollte, mußte in teure Meßtischblätter investieren. Berge haben zum großen Teil Namen und Höhenangaben, genau wie Felsen, die anderswo oft nur mit Klettermöglichkeit bezeichnet werden. Höhenlinien und eingezeichnete Verläufe von Hochspannungsleitungen erleichtern die Orientierung in der Natur. Ein UTM-Koordinatengitter macht die Karte GPS tauglich.
Die Westhälfte der Karte stammt von der Landesvermessung und Geobasisinformation Niedersachsen. In der Ausstattung ist sie mit der Osthälfte identisch. In der Gestaltung gibt es keine Einheitlichkeit. Sogar die Darstellung von Straßen und topographischen Informationen unterscheidet sich. Eine Bezeichnung ist alles andere als gut gewählt: Museumsbahn Harzquerbahn für eine Strecke, die sich nach wie vor im Linienbetrieb befindet. Vielleicht ist in Westdeutschland eben alles Museum, was nicht topmodern ist? Aber das kann nur gemutmaßt werden.
Trotz kleinerer dargestellter Schwächen, empfiehlt Ihnen die nnz dieses Kartenset für Ihren Osterspaziergang. Damit finden Sie garantiert einen Weg, ganz nach Wunsch zum Brocken oder lieber etwas abseits der Touristenströme. Die beiden Karten mit dem Begleitheft stecken in einer praktischen Kunststoffhülle. Sie bekommen das Set für 12,90 Euro in jeder Buchhandlung oder bestellen es im Internet unter www.lvermgeo.sachsen-anhalt.de.
