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Fans im Play-Off Fieber

Donnerstag, 06. April 2006, 12:32 Uhr
Braunlage (nnz). Sonntag soll der Wurmberg beben. Die Harzer Wölfe treten gegen Leipzig in den Play-Offs auf dem Eis an. Die Fans sind schon ganz aus dem Häuschen. Selbst wenn ihre Mannschaft nicht gewinnt, wollen sie feiern.

Fans im Play-Off Fieber (Foto: nnz) Fans im Play-Off Fieber (Foto: nnz)

Harte Checks und Kampf um jeden Zentimeter Eis. Tragische Helden und strahlende Sieger, dazu eine brodelnde Atmosphäre im Stadion. Ganz klar, auch in der Eishockey-Regionalliga Nord-Ost herrscht Play-Off-Zeit. Mittendrin in der „fünften Jahreszeit“ ist der Braunlager SC Harz. Als Vierter haben sich die Wölfe qualifiziert und treffen im Halbfinale nun auf den Meisterrundenersten Blue Lions Leipzig. Am Freitag ab 20 Uhr gastieren die Harzer Wölfe im Löwenkäfig, am Sonntag steht dann ab 19 Uhr das lang ersehnte Heimspiel im Wurmbergstadion an. Sollte ein drittes Spiel in der „Best of Three“-Serie nötig sein, findet dies am kommenden Dienstag in Leipzig statt.

Nominell gehen die Harzer als Außenseiter in das Duell mit den Leipzigern. Doch Jan Furo ist durchaus optimistisch. „Die Spiele gegen Leipzig waren alle knapp, da ist alles drin“, sagt der BSC-Trainer. Zurecht, schließlich endeten fünf der bisherigen sechs Begegnungen erst im Penaltyschießen. Dazu kommt die besondere Atmosphäre der Play-Offs. „Wir fahren nach Leipzig, um dort zu gewinnen“, gibt sich Furo selbstbewusst. Mit einem Sieg würden die Harzer die Vorraussetzungen schaffen, um am Sonntag mit einem weiteren Erfolg im Heimspiel das Finale zu erreichen. Furo: „Wir sind schon die Überraschungsmannschaft der Saison. Aber wir wollen mehr!“

Wie schwierig das gegen die Blue Lions Leipzig wird, weiß allerdings auch der BSC-Trainer. So steht im Tor der Löwen mit Marko Suvelo die „finnische Mauer“, der stärkste Keeper der Liga. Die Defensive vor ihm ist dank Spielern wie Kapitän Jens Müller und dem ehemaligen Nationalverteidiger Marco Rentzsch sehr stabil. Da trifft es sich, dass bei den Harzern zuletzt einer richtig groß aufspielte. Dusan Halloun sammelte am vergangenen Wochenende satte zehn Scorerpunkte und schoss dabei sechs Tore. Der Tscheche befindet sich genau zum Saisonhöhepunkt in glänzender Form.

Bei Daniel Jun, dem tschechischen Angreifer in Diensten der Leipziger, läuft es dagegen nicht rund. In der Vorrunde war der Stürmer gar Topscorer der Liga, allerdings noch im Trikot des EHV Schönheide. Nun hat er doch einige Anpassungsschwierigkeiten und seine Probleme mit Trainer Zdenek Travnicek. Dass die Offensive der Blue Lions dennoch äußerst gefährlich ist, liegt an den starken deutschen Spielern. Daniel Bartell erzielte etwa in der Meisterrunde 23 Tore, Florian Eichelkraut sammelte satte 48 Scorerpunkte. Dank Hendrik Bärschneider, Stephan Kuhlee oder Stephan Trolda sind die Angriffsreihen auch in der Breite bestens besetzt.

Bereits für das Auswärtsspiel in Leipzig haben sich viele BSC-Anhänger zur Unterstützung angesagt. Beim Heimspiel am Sonntag wollen die Fans das Wurmbergstadion dann in eine Festung verwandeln, der Berg soll beben. Um vor dem Stadion lange Schlangen zu vermeiden, bittet der Verein darum, Eintrittskarten an den bekannten Stellen bereits im Vorverkauf zu erwerben. Dabei gelten für die Tickets die heruntergesetzten Preise des vergangenen Wochenendes.

Sollten die Wölfe trotz allen Kampfes am Sonntag ausscheiden, fände im Anschluss an das Spiel im Wurmbergstadion eine kleine Saisonabschlussfeier statt. Höhepunkt wäre die traditionelle Trikotversteigerung, doch natürlich hoffen die Fans auf den Finaleinzug ihres BSC. Gegner wäre dann der Sieger des Duells Halle gegen Rostock.
Autor: nnz

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