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Interviewer besuchen Haushalte

Freitag, 30. November 2001, 13:01 Uhr
Nordhausen (nnz). Viele Thüringer bekommen in den nächsten Tagen Besuch. Freundliche Damen und Herren sind im Auftrag des Statistischen Landesamtes unterwegs, um ausgewählte Haushalte „statistisch zu erfassen“. An welche Türen im Landkreis Nordhausen geklopft wird, das sagt Ihnen die nnz.

In Thüringen werden wie in allen anderen Bundesländern zum Stichtag 5. Dezember 2001 Testerhebungen zu einer neuen Volkszählungsmethode durchgeführt. Im Rahmen der Erhebungen suchen Interviewer im Auftrag des Thüringer Landesamtes für Statistik in den kommenden Wochen etwa 16.000 Haushalte in 45 thüringischen Gemeinden auf. Diese Haushalte wurden nach einem mathematischen Stichprobenverfahren zufällig ausgewählt.

Gefragt wird nach Angaben zur Person, wie z.B. Name, Geburtsdatum und teilweise auch zur Erwerbs- und Wohnsituation. Die Befragung nimmt nur wenige Minuten Zeit in Anspruch. Die mit der Erhebung beauftragten Interviewer weisen sich bei ihren Besuchen aus und sind durch das Thüringer Landesamt für Statistik zur Verschwiegenheit verpflichtet worden.

Diese Haushaltsbefragung soll als eine Art „Messlatte“ den Ergebnissen gegenüberstellt werden, die im Rahmen der Erprobung eines registergestützten Zensus erzielt werden. Es wird also getestet, ob die Verwendung vorhandener Verwaltungsregister in Verbindung mit weiteren Verfahren die herkömmliche Volkszählung ablösen kann. Ziel dabei ist es, eine kostengünstigere Alternative zur herkömmlichen Volkszählungsmethode, bei der jeder Bürger befragt werden muss, zu entwickeln und damit auch die Bürger von der Belastung durch Befragungen zu befreien.

Dieses Modell sieht neben der Nutzung vorhandener Verwaltungsregister, wie z.B. Melderegister und Register zur Erwerbstätigkeit, auch eine postalische Befragung von Hauseigentümern zu Gebäuden und Wohnungen vor. Mit dieser Befragung werden Angaben zur Wohnfläche, Ausstattung, Heizung, Miethöhe sowie Anzahl und Namen der Bewohner bzw. Wohnungsinhaber erfragt. In Thüringen werden Eigentümer von knapp 1.000 zufällig ausgewählten Gebäuden befragt. Im Landkreis Nordhausen wurden die Kommunen Ellrich, Nordhausen und Wipperdorf in die statistische Erfassung aufgenommen.

Für die Durchführung der Testerhebung ist die Qualität der Ergebnisse aus der Haushaltsbefragung besonders wichtig. Sie sind, wie bereits erwähnt, die „Messlatte“ für die Eignung des neuen Volkszählungsmodells. Deshalb tragen die Bürgerinnen und Bürger mit ihrer Teilnahme wesentlich zum Erfolg der Testuntersuchungen bei.
Autor: nnz

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