Weg frei für die Wölfe
Montag, 03. April 2006, 14:26 Uhr
Braunlage (nnz). Der Weg zu den Play-Offs ist frei. Durch einen haushohen Auswärtssieg in Halle haben es die Harzer Eishockeyspieler geschafft. Zwei Spielberichte vom Wochenende finden Sie hier.
Horlacher und Halloun die Helden des Abends: BSC besiegt Timmendorf mit 6:5 nach Penaltyschießen
Der Braunlager SC Harz ist bestens für die Play-Offs gerüstet. Im letzten Meisterrundenspiel der Eishockey-Regionalliga Nord-Ost setzten sich die Wölfe mit 6:5 (3:1, 1:1, 1:3 – 1:0) nach Penaltyschießen gegen den EC Timmendorfer Strand durch. Besonders Dusan Halloun scheint zum Saisonhöhepunkt richtig in Fahrt zu kommen. Er erzielte gegen die Beach Boys gleich vier Treffer.
Obwohl es eigentlich um nichts mehr ging zeigten beide Mannschaften von Beginn an ein packendes Spiel. Stefan Bilstein brachte den BSC bereits in der zweiten Minute in Führung, ehe die Show des Dusan Halloun begann. In Unterzahl markierte der Tscheche das 2:0 (5.), nach dem Anschlusstreffer von Jarret Reid (8.) war erneut Halloun erfolgreich. Auch im Mitteldrittel zeigte der BSC-Angreifer seine Extraklasse und hämmerte im Powerplay den Puck per Schlagschuss in die Maschen (34.). Die Partie blieb aber spannend, da Bryan Phillips für den ECT verkürzen konnte (37.).
Im Schlussdrittel musste der BSC, bei dem Marek Adamec und Jozef Potac geschont wurden, bis zur 51. Minute den Ausgleich hinnehmen. Zunächst Reid (42.), dann Witting schossen zum 4:4 ein. Natürlich Halloun war es vorbehalten, kurz darauf die Harzer wieder in Front zu schießen. Da Reid in der Schlussminute mit einem Penalty doch noch den Ausgleich schaffte, musste das Spiel im Penaltyschießen entschieden werden. Hier hatte Jörg Horlacher seinen großen Auftritt. Nach seiner schweren Verletzung zu Beginn der Saison lief der Verteidiger wieder mit der Wölfe-Mannschaft zu seinem wohl letzten Spiel auf. Bereits im Spiel wurde Horli, der sogar das Kapitänsamt übernehmen durfte, immer wieder mit Sprechchören gefeiert. Im Penaltyschießen wurde er endgültig zum Held. Während alle Timmendorfer vergaben, verlud Horlacher ECT-Goalie Björn Reinke und schob zum Siegtreffer ein. Eine Geschichte, die so wohl nur der Sport schreibt. Da mit Alexander Deibert auch noch ein zweiter Harzer traf, war der Erfolg perfekt.
Am kommenden Freitag beginnt für die Wölfe nun der Saisonhöhepunkt. Als Play-Off-Gegner warten die Blue Lions Leipzig auf den BSC. Zunächst müssen die Harzer auswärts antreten, am Sonntag um 19 Uhr findet dann das Heimspiel im Wurmbergstadion statt.
Tore: 1:0 Bilstein 1:12, 2:0 Halloun 4-5 4:16, 2:1 Reid 5-3 7:02, 3:1 Halloun 10:41, 4:1 Halloun 5-4 33:56, 4:2 Phillips 36:26, 4:3 Reid 41:05, 4:4 Witting 5-4 50:04, 5:4 Halloun 51:59, 5:5 Reid 59:18 – 6:5 Horlacher PEN
Strafen: Braunlage 34 + 10 für Kastner; Timmendorf 36 + 10 für Mai
Zuschauer: 812
Deibert ebnet Weg in die Play-Offs: 7:2-Triumph in Halle
Der Braunlager SC Harz hat es tatsächlich geschafft. Durch einen grandiosen 7:2 (1:0, 3:0, 3:2)-Auswärtssieg und dank der zeitgleichen Niederlage der Erfurter in Leipzig stehen die Wölfe in den Play-Offs. Überragend beim Triumph in Halle waren Alexander Deibert mit drei Toren sowie Dusan Halloun, der insgesamt sechs Scorerpunkte verbuchte.
Von Beginn an war den Harzern der unbedingte Wille zum Sieg anzumerken. Stark in den Zweikämpfen, aber doch diszipliniert, setzten sie die Gastgeber unter Druck. In einer intensiven Anfangsphase hatte Jozef Potac schon früh die Führung für den BSC auf der Kelle, scheiterte aber an ESC-Schlussmann Tim Schnelle. Auf der Gegenseite verzog Normen Forster nur um Zentimeter. In der Folge hatten erarbeiteten sich die Braunlager ein Chancenplus, noch aber ohne Zählbares. So war es Deibert vorbehalten, kurz vor Drittelende die ersehnte Führung zu erzielen. Zuvor hatte BSC-Goalie Nicolas Waldner noch großartig gegen den alleine auf ihn zustürmenden Martin Miklik geklärt und seine Mannschaft vor einem Rückstand bewahrt.
In Durchgang Zwei waren grade einmal 35 Sekunden gespielt, da konnten die rund 70 mitgereisten BSC-Fans erneut jubeln. Wieder war es Deibert, der genau richtig stand. In Überzahl machten die Wölfe dann frühzeitig Nägel mit Köpfen, als Halloun den Puck unter die Latte nagelte (29.). Auch das vierte BSC-Tor fiel in Überzahl, Potac hatte einen Schlagschuss neben das Tor gesetzt, den Abpraller schob Deibert ohne Mühe über die Linie. Und auch in der Defensive lief es, schließlich blieb Waldner auch bei der zweiten Mann-gegen-Mann-Situation Sieger über Miklik.
Zu Beginn des Schlussdrittels drückten die Gastgeber, die zuvor von ihren Fans mit einem heftigen Pfeifkonzert empfangen wurden, auf den Anschluss. Doch mehr als das 1:4 durch Christian Sohlmann gelang nicht (44.). Im Gegenteil, als Benjamin Salzmann maßgerecht für Halloun den fünften Wölfe-Treffer auflegte, war alles klar (50.). Von den Saale-Bulls kam nun keine Gegenwehr mehr, während die Braunlager fast wie im Rausch agierten. Potac fälschte einen Schuss von Roman Vanek gekonnte ab und machte das halbe Tordutzend voll (53.), Stefan Bilstein legte gar noch das 7:1 nach (58.). Der zweite Gegentreffer durch Jedrzej Kasperczyk war nur ein Schönheitsfehler. Zu diesem Zeitpunkt herrschte längst Jubelstimmung pur, wurde doch das Ergebnis aus Leipzig bekannt. Die Blue Lions hatten dort gegen Erfurt einen 0:2-Rückstand im letzten Drittel gedreht, der Play-Off-Einzug der Harzer war damit sicher.
Wir wollten diesen Sieg unbedingt. Die Mannschaft mit dem größeren Willen hat gewonnen, strahlte nach dem Spiel der überglückliche BSC-Trainer Jan Furo. Halles Coach Jaroslav Stastny war dagegen sauer: Hoffentlich war das für meine Mannschaft vor den Play-Offs ein Warnschuss zur rechten Zeit.
Tore: 0:1 Deibert (Hofmann, Halloun) 19:01, 0:2 Deibert (Halloun, Vanek) 20:35, 0:3 Halloun (Potac) 5-4 28:09, 0:4 Deibert (Potac, Halloun) 5-4 34:22, 1:4 Sohlmann (Forster) 43:21, 1:5 Halloun (Salzmann, Bilstein) 49:22, 1:6 Potac (Vanek, Halloun) 53:28, 1:7 Bilstein (Salzmann, Kastner) 57:22, 2:7 Kasperczyk (Miklik, Blazyczek) 58:36
Strafen: Halle 10 – Braunlage 6
Zuschauer: 844
Autor: nnzHorlacher und Halloun die Helden des Abends: BSC besiegt Timmendorf mit 6:5 nach Penaltyschießen
Der Braunlager SC Harz ist bestens für die Play-Offs gerüstet. Im letzten Meisterrundenspiel der Eishockey-Regionalliga Nord-Ost setzten sich die Wölfe mit 6:5 (3:1, 1:1, 1:3 – 1:0) nach Penaltyschießen gegen den EC Timmendorfer Strand durch. Besonders Dusan Halloun scheint zum Saisonhöhepunkt richtig in Fahrt zu kommen. Er erzielte gegen die Beach Boys gleich vier Treffer.
Obwohl es eigentlich um nichts mehr ging zeigten beide Mannschaften von Beginn an ein packendes Spiel. Stefan Bilstein brachte den BSC bereits in der zweiten Minute in Führung, ehe die Show des Dusan Halloun begann. In Unterzahl markierte der Tscheche das 2:0 (5.), nach dem Anschlusstreffer von Jarret Reid (8.) war erneut Halloun erfolgreich. Auch im Mitteldrittel zeigte der BSC-Angreifer seine Extraklasse und hämmerte im Powerplay den Puck per Schlagschuss in die Maschen (34.). Die Partie blieb aber spannend, da Bryan Phillips für den ECT verkürzen konnte (37.).
Im Schlussdrittel musste der BSC, bei dem Marek Adamec und Jozef Potac geschont wurden, bis zur 51. Minute den Ausgleich hinnehmen. Zunächst Reid (42.), dann Witting schossen zum 4:4 ein. Natürlich Halloun war es vorbehalten, kurz darauf die Harzer wieder in Front zu schießen. Da Reid in der Schlussminute mit einem Penalty doch noch den Ausgleich schaffte, musste das Spiel im Penaltyschießen entschieden werden. Hier hatte Jörg Horlacher seinen großen Auftritt. Nach seiner schweren Verletzung zu Beginn der Saison lief der Verteidiger wieder mit der Wölfe-Mannschaft zu seinem wohl letzten Spiel auf. Bereits im Spiel wurde Horli, der sogar das Kapitänsamt übernehmen durfte, immer wieder mit Sprechchören gefeiert. Im Penaltyschießen wurde er endgültig zum Held. Während alle Timmendorfer vergaben, verlud Horlacher ECT-Goalie Björn Reinke und schob zum Siegtreffer ein. Eine Geschichte, die so wohl nur der Sport schreibt. Da mit Alexander Deibert auch noch ein zweiter Harzer traf, war der Erfolg perfekt.
Am kommenden Freitag beginnt für die Wölfe nun der Saisonhöhepunkt. Als Play-Off-Gegner warten die Blue Lions Leipzig auf den BSC. Zunächst müssen die Harzer auswärts antreten, am Sonntag um 19 Uhr findet dann das Heimspiel im Wurmbergstadion statt.
Tore: 1:0 Bilstein 1:12, 2:0 Halloun 4-5 4:16, 2:1 Reid 5-3 7:02, 3:1 Halloun 10:41, 4:1 Halloun 5-4 33:56, 4:2 Phillips 36:26, 4:3 Reid 41:05, 4:4 Witting 5-4 50:04, 5:4 Halloun 51:59, 5:5 Reid 59:18 – 6:5 Horlacher PEN
Strafen: Braunlage 34 + 10 für Kastner; Timmendorf 36 + 10 für Mai
Zuschauer: 812
Deibert ebnet Weg in die Play-Offs: 7:2-Triumph in Halle
Der Braunlager SC Harz hat es tatsächlich geschafft. Durch einen grandiosen 7:2 (1:0, 3:0, 3:2)-Auswärtssieg und dank der zeitgleichen Niederlage der Erfurter in Leipzig stehen die Wölfe in den Play-Offs. Überragend beim Triumph in Halle waren Alexander Deibert mit drei Toren sowie Dusan Halloun, der insgesamt sechs Scorerpunkte verbuchte.
Von Beginn an war den Harzern der unbedingte Wille zum Sieg anzumerken. Stark in den Zweikämpfen, aber doch diszipliniert, setzten sie die Gastgeber unter Druck. In einer intensiven Anfangsphase hatte Jozef Potac schon früh die Führung für den BSC auf der Kelle, scheiterte aber an ESC-Schlussmann Tim Schnelle. Auf der Gegenseite verzog Normen Forster nur um Zentimeter. In der Folge hatten erarbeiteten sich die Braunlager ein Chancenplus, noch aber ohne Zählbares. So war es Deibert vorbehalten, kurz vor Drittelende die ersehnte Führung zu erzielen. Zuvor hatte BSC-Goalie Nicolas Waldner noch großartig gegen den alleine auf ihn zustürmenden Martin Miklik geklärt und seine Mannschaft vor einem Rückstand bewahrt.
In Durchgang Zwei waren grade einmal 35 Sekunden gespielt, da konnten die rund 70 mitgereisten BSC-Fans erneut jubeln. Wieder war es Deibert, der genau richtig stand. In Überzahl machten die Wölfe dann frühzeitig Nägel mit Köpfen, als Halloun den Puck unter die Latte nagelte (29.). Auch das vierte BSC-Tor fiel in Überzahl, Potac hatte einen Schlagschuss neben das Tor gesetzt, den Abpraller schob Deibert ohne Mühe über die Linie. Und auch in der Defensive lief es, schließlich blieb Waldner auch bei der zweiten Mann-gegen-Mann-Situation Sieger über Miklik.
Zu Beginn des Schlussdrittels drückten die Gastgeber, die zuvor von ihren Fans mit einem heftigen Pfeifkonzert empfangen wurden, auf den Anschluss. Doch mehr als das 1:4 durch Christian Sohlmann gelang nicht (44.). Im Gegenteil, als Benjamin Salzmann maßgerecht für Halloun den fünften Wölfe-Treffer auflegte, war alles klar (50.). Von den Saale-Bulls kam nun keine Gegenwehr mehr, während die Braunlager fast wie im Rausch agierten. Potac fälschte einen Schuss von Roman Vanek gekonnte ab und machte das halbe Tordutzend voll (53.), Stefan Bilstein legte gar noch das 7:1 nach (58.). Der zweite Gegentreffer durch Jedrzej Kasperczyk war nur ein Schönheitsfehler. Zu diesem Zeitpunkt herrschte längst Jubelstimmung pur, wurde doch das Ergebnis aus Leipzig bekannt. Die Blue Lions hatten dort gegen Erfurt einen 0:2-Rückstand im letzten Drittel gedreht, der Play-Off-Einzug der Harzer war damit sicher.
Wir wollten diesen Sieg unbedingt. Die Mannschaft mit dem größeren Willen hat gewonnen, strahlte nach dem Spiel der überglückliche BSC-Trainer Jan Furo. Halles Coach Jaroslav Stastny war dagegen sauer: Hoffentlich war das für meine Mannschaft vor den Play-Offs ein Warnschuss zur rechten Zeit.
Tore: 0:1 Deibert (Hofmann, Halloun) 19:01, 0:2 Deibert (Halloun, Vanek) 20:35, 0:3 Halloun (Potac) 5-4 28:09, 0:4 Deibert (Potac, Halloun) 5-4 34:22, 1:4 Sohlmann (Forster) 43:21, 1:5 Halloun (Salzmann, Bilstein) 49:22, 1:6 Potac (Vanek, Halloun) 53:28, 1:7 Bilstein (Salzmann, Kastner) 57:22, 2:7 Kasperczyk (Miklik, Blazyczek) 58:36
Strafen: Halle 10 – Braunlage 6
Zuschauer: 844
