Der Befreiungsschlag?
Sonntag, 02. April 2006, 12:19 Uhr
Nordhausen (nnz). Nach 70 Spielminuten stand es gestern 3:0 für Wacker gegen Steinach. Alles schien gelaufen. Wie es weiterging, das erfuhr die nnz.
Beim Schlusspfiff rissen die Steinacher die Arme hoch und feierten ein nicht mehr für möglich gehaltenes 3:3. Die Nordhäuser schlichen wie die berühmten begossenen Pudel gesenkten Hauptes vom Platz.
Torsten Klaus hatte mit zwei wunderschönen Toren nach Vorarbeit von Sven Pistorius in der 8. Minute und Lars Pohl in der 59. Minute die souverän aufspielenden Gastgeber mit 2:0 auf die Siegerstraße gebracht. Und als Kapitän Pistorius in der 66.Minute nach butterweicher Flanke des glänzend aufgelegten Torsten Klaus das 3:0 erzielte, da schien alles gelaufen und der harmlose Gegner aus Südthüringen deutlich bezwungen zu sein. Bis dahin hatten die Wackeren kombiniert, nach Belieben das Tempo erhöht oder gedrosselt und ein ums andere Mal mit schön herausgespielten Aktionen das Publikum für die zuletzt nicht berauschenden Partien versöhnt.
Völlig unverständlich deshalb, was nach der 70. Minute passierte, als Wacker jegliche Aktivitäten einstellte und die Steinacher systematisch aufbaute. Nach einem Eckball köpfte Mayer unbedrängt zum 1:3 und der objektive Betrachter gönnte den diszipliniert aber erfolglos spielenden Gästen diesen Ehrentreffer. Zumal der sehr gut haltende Christian Finsterbusch im Wacker-Tor während des Matchs vier, fünf Glanzparaden gezeigt und somit den Steinacher Torerfolg verhindert hatte.
Die Wacker-Abwehr brach daraufhin völlig auseinander, die einfachsten Bälle kamen nicht mehr an und als Finsterbusch auf der Linie behindert wurde, bugsierte der Tscheche Stepanek den Ball mit der Hand ins Tor: 2:3. Die Zuschauer ahnten Schlimmes und das kam in der 84. Minute nach einem kapitalen Schnitzer von Routinier Jens Ludwig, der sich an der Seitenauslinie austricksen ließ. Die hereingeschlagene Flanke versenkte ein anderer tschechischer Gastspieler namens Cernohuby in Reihen der Steinacher zum Entsetzen aller Wackeren und unbedrängt zum 3:3. Bloß gut, dass die Partie kurz darauf abgepfiffen wurde.
In der Pressekonferenz lobte der Steinacher Mannschaftsleiter (der Trainer war noch zu aufgeregt, um sich den Journalisten zu stellen) die Moral seiner Truppe nach dem 0:3-Rückstand und empfand das Ergebnis letzten Endes als gerecht. Wacker-Coach Etzrodt war noch völlig konsterniert und konnte es nicht fassen, dass sich seine Jungs diesen sicheren Sieg noch hatten nehmen lassen. Bitter fand Etzrodt das taktisch ungeschickte Verhalten seiner Jungs nach dem 2:3, als für seine Bergriffe völlig unnötigerweise risikovoll weitergespielt wurde. Nun gelte es, aus den begangenen individuellen Fehlern die Konsequenzen zu ziehen.
Am meisten tue es ihm für die treuen Fans leid, sagte der Wacker-Trainer, die wollten endlich wieder mal ein positives Ergebnis und seien grausam enttäuscht worden.
Der Blick geht nun nach vorn und nächsten Sonntag in Heiligenstadt müssen drei Punkte geholt werden.
Autor: oschBeim Schlusspfiff rissen die Steinacher die Arme hoch und feierten ein nicht mehr für möglich gehaltenes 3:3. Die Nordhäuser schlichen wie die berühmten begossenen Pudel gesenkten Hauptes vom Platz.
Torsten Klaus hatte mit zwei wunderschönen Toren nach Vorarbeit von Sven Pistorius in der 8. Minute und Lars Pohl in der 59. Minute die souverän aufspielenden Gastgeber mit 2:0 auf die Siegerstraße gebracht. Und als Kapitän Pistorius in der 66.Minute nach butterweicher Flanke des glänzend aufgelegten Torsten Klaus das 3:0 erzielte, da schien alles gelaufen und der harmlose Gegner aus Südthüringen deutlich bezwungen zu sein. Bis dahin hatten die Wackeren kombiniert, nach Belieben das Tempo erhöht oder gedrosselt und ein ums andere Mal mit schön herausgespielten Aktionen das Publikum für die zuletzt nicht berauschenden Partien versöhnt.
Völlig unverständlich deshalb, was nach der 70. Minute passierte, als Wacker jegliche Aktivitäten einstellte und die Steinacher systematisch aufbaute. Nach einem Eckball köpfte Mayer unbedrängt zum 1:3 und der objektive Betrachter gönnte den diszipliniert aber erfolglos spielenden Gästen diesen Ehrentreffer. Zumal der sehr gut haltende Christian Finsterbusch im Wacker-Tor während des Matchs vier, fünf Glanzparaden gezeigt und somit den Steinacher Torerfolg verhindert hatte.
Die Wacker-Abwehr brach daraufhin völlig auseinander, die einfachsten Bälle kamen nicht mehr an und als Finsterbusch auf der Linie behindert wurde, bugsierte der Tscheche Stepanek den Ball mit der Hand ins Tor: 2:3. Die Zuschauer ahnten Schlimmes und das kam in der 84. Minute nach einem kapitalen Schnitzer von Routinier Jens Ludwig, der sich an der Seitenauslinie austricksen ließ. Die hereingeschlagene Flanke versenkte ein anderer tschechischer Gastspieler namens Cernohuby in Reihen der Steinacher zum Entsetzen aller Wackeren und unbedrängt zum 3:3. Bloß gut, dass die Partie kurz darauf abgepfiffen wurde.
In der Pressekonferenz lobte der Steinacher Mannschaftsleiter (der Trainer war noch zu aufgeregt, um sich den Journalisten zu stellen) die Moral seiner Truppe nach dem 0:3-Rückstand und empfand das Ergebnis letzten Endes als gerecht. Wacker-Coach Etzrodt war noch völlig konsterniert und konnte es nicht fassen, dass sich seine Jungs diesen sicheren Sieg noch hatten nehmen lassen. Bitter fand Etzrodt das taktisch ungeschickte Verhalten seiner Jungs nach dem 2:3, als für seine Bergriffe völlig unnötigerweise risikovoll weitergespielt wurde. Nun gelte es, aus den begangenen individuellen Fehlern die Konsequenzen zu ziehen.
Am meisten tue es ihm für die treuen Fans leid, sagte der Wacker-Trainer, die wollten endlich wieder mal ein positives Ergebnis und seien grausam enttäuscht worden.
Der Blick geht nun nach vorn und nächsten Sonntag in Heiligenstadt müssen drei Punkte geholt werden.
