Stellungnahme zu Interview
Samstag, 01. April 2006, 13:34 Uhr
Nordhausen (nnz). Zum nnz-Interview Aussitzen bezog Landrat Joachim Claus heute Stellung. Außerdem begann der Wahlkampf der CDU. Claus und Norbert Klodt, Kandidat für den Posten des Oberbürgermeisters, wollten sich den Fragen der Wähler stellen.
Stellungnahme zu Interview (Foto: nnz)
Seit 1990 ist Joachim Claus Landrat des Landkreis Nordhausen. In dieser Zeit hat er bemerkt, daß es zwei Gruppen von Menschen gibt, sagt er. Da sind einmal jene, die aus Prinzip dagegen sind. Namen wollte er nicht nennen, trotzdem war klar, wen er da besonders vor Augen hat. Die zweite Gruppe sind jene, die Probleme anpacken. Diese seien hier im Raum, erklärte Claus den Teilnehmern des politischen Frühschoppens in der Fischgaststätte im Scheunenhof. Mich stört, daß die Leute, die Verantwortung übernehmen wollen, die Situation dauernd schlecht reden. Wir haben in den vergangenen Jahren viel auf den Weg gebracht. Zog er seine Bilanz.
Aus dem nnz-Interview sprach der das Thema Hartz IV an. Bürgermeister Matthias Jendricke hatte der nnz gesagt, daß Landrat Claus versäumt habe, weitere Mitarbeiter in die ARGE zu entsenden. Durch die erst sehr gering geplante Zahl der Bedarfsgemeinschaften waren nur 35 Personen eingeteilt worden. Claus erinnert sich, daß er immer für 45 Mitarbeiter plädiert hatte. Doch Jendricke, damals noch erster Beigeordneter, und Loni Grünwald hätten ihm stets vorgerechnet, daß diese Menge an Personal reicht. Man auch deshalb nicht mehr abgeben könne, weil sonst die Handlungsfähigkeit im Landratsamt selbst nicht mehr gegeben sei.
Ein weiteres Thema war die Schulnetzplanung. Da befürwortet der Landrat mehr Eigenverantwortung der Schulen, die sich spezielle Profile zulegen sollten. In den vergangenen Jahren habe vor allem die Stadt Nordhausen geschlafen und Fördermittel verfallen lassen. Nur dank der Landesgartenschau sei das Schulgelände auf dem Petersberg so attraktiv saniert worden.
Zur Familienoffensive hatte sich Matthias Jendricke nicht im Interview geäußert. Trotzdem bezogen Klodt und Claus ihre Positionen dazu. Sie sind sich einig, daß die Familienoffensive positiv ist nur in der Öffentlichkeit schlecht dargestellt wird. Norbert Klodt nannte das Gesetz gut und familienfreundlich. Die Erziehung in der Familie bekäme mehr Beachtung, die sie auch verdiene, da für die Kinder zuerst die Eltern zuständig seien. Es muß der Frau wieder möglich sein, mit den Kindern zuhause zu bleiben. Jede Familie soll das selbst entscheiden können. Sagte er dazu. Bedenken haben der Landrat und er bei Familien, die Probleme bei der Erziehung haben. Aber in solchen Fällen könnte das Jugendamt eingreifen und dafür sorgen, daß die Kinder in eine Tagesstätte kämen. Joachim Claus hätte sich überdies einen größeren Einfluß des Kreises gewünscht, da man ja auch Träger der Grund- und Regelschulen sei.
Ellrichs Bürgermeister Gerald Schröder tritt diesmal in den Wahlkampf mit Unterstützung der CDU. Eigentlich habe er nicht wieder kandidieren wollen, aber in der aktuellen Situation sei er das seinen Bürgern und auch dem Landrat schuldig. Der nnz hatte er entnommen, daß bei Umfragen 10 bis 15 Prozent der Leute nicht wählen gehen wollen. Real rechnet er aber mit einer Beteiligung der Bürger von 40 bis 48 %. Sein wichtigstes Ziel ist es daher, die Bürger überhaupt zu erreichen und sie zu überzeugen zur Wahl zu gehen. Eine kleine Gemeinde wie Ellrich macht ihm das leichter als den Kandidaten in Nordhausen.
Autor: wf
Stellungnahme zu Interview (Foto: nnz)
Seit 1990 ist Joachim Claus Landrat des Landkreis Nordhausen. In dieser Zeit hat er bemerkt, daß es zwei Gruppen von Menschen gibt, sagt er. Da sind einmal jene, die aus Prinzip dagegen sind. Namen wollte er nicht nennen, trotzdem war klar, wen er da besonders vor Augen hat. Die zweite Gruppe sind jene, die Probleme anpacken. Diese seien hier im Raum, erklärte Claus den Teilnehmern des politischen Frühschoppens in der Fischgaststätte im Scheunenhof. Mich stört, daß die Leute, die Verantwortung übernehmen wollen, die Situation dauernd schlecht reden. Wir haben in den vergangenen Jahren viel auf den Weg gebracht. Zog er seine Bilanz.
Aus dem nnz-Interview sprach der das Thema Hartz IV an. Bürgermeister Matthias Jendricke hatte der nnz gesagt, daß Landrat Claus versäumt habe, weitere Mitarbeiter in die ARGE zu entsenden. Durch die erst sehr gering geplante Zahl der Bedarfsgemeinschaften waren nur 35 Personen eingeteilt worden. Claus erinnert sich, daß er immer für 45 Mitarbeiter plädiert hatte. Doch Jendricke, damals noch erster Beigeordneter, und Loni Grünwald hätten ihm stets vorgerechnet, daß diese Menge an Personal reicht. Man auch deshalb nicht mehr abgeben könne, weil sonst die Handlungsfähigkeit im Landratsamt selbst nicht mehr gegeben sei.
Ein weiteres Thema war die Schulnetzplanung. Da befürwortet der Landrat mehr Eigenverantwortung der Schulen, die sich spezielle Profile zulegen sollten. In den vergangenen Jahren habe vor allem die Stadt Nordhausen geschlafen und Fördermittel verfallen lassen. Nur dank der Landesgartenschau sei das Schulgelände auf dem Petersberg so attraktiv saniert worden.
Zur Familienoffensive hatte sich Matthias Jendricke nicht im Interview geäußert. Trotzdem bezogen Klodt und Claus ihre Positionen dazu. Sie sind sich einig, daß die Familienoffensive positiv ist nur in der Öffentlichkeit schlecht dargestellt wird. Norbert Klodt nannte das Gesetz gut und familienfreundlich. Die Erziehung in der Familie bekäme mehr Beachtung, die sie auch verdiene, da für die Kinder zuerst die Eltern zuständig seien. Es muß der Frau wieder möglich sein, mit den Kindern zuhause zu bleiben. Jede Familie soll das selbst entscheiden können. Sagte er dazu. Bedenken haben der Landrat und er bei Familien, die Probleme bei der Erziehung haben. Aber in solchen Fällen könnte das Jugendamt eingreifen und dafür sorgen, daß die Kinder in eine Tagesstätte kämen. Joachim Claus hätte sich überdies einen größeren Einfluß des Kreises gewünscht, da man ja auch Träger der Grund- und Regelschulen sei.
Ellrichs Bürgermeister Gerald Schröder tritt diesmal in den Wahlkampf mit Unterstützung der CDU. Eigentlich habe er nicht wieder kandidieren wollen, aber in der aktuellen Situation sei er das seinen Bürgern und auch dem Landrat schuldig. Der nnz hatte er entnommen, daß bei Umfragen 10 bis 15 Prozent der Leute nicht wählen gehen wollen. Real rechnet er aber mit einer Beteiligung der Bürger von 40 bis 48 %. Sein wichtigstes Ziel ist es daher, die Bürger überhaupt zu erreichen und sie zu überzeugen zur Wahl zu gehen. Eine kleine Gemeinde wie Ellrich macht ihm das leichter als den Kandidaten in Nordhausen.
