Schutz vor Unfalltod
Mittwoch, 29. März 2006, 12:40 Uhr
Nordhausen (nnz). In diesen und in den kommenden Tagen sind sie wieder auf Wanderschaft. Ohne Rücksicht überqueren sie die Wege und Straßen, nichts kann sie aufhalten. Doch ohne Schutz überleben die meisten das erotische Abenteuer nicht.
Schutz vor Unfalltod (Foto: nnz)
Seit gestern schützt ein Zaun an der Straße zwischen Nordhausen und Petersdorf jene Kröten, die von der Gumpe zu ihren gegenüber liegenden Laichplätzen in den Tonlöchern wandern wollen. Die Zivis und Praktikanten vom städtischen Amt für Umwelt und Grünordnung, Michael Backhaus, Karsten Schellhas und Steve Presse (Foto von links), haben den rund 300 Meter langen Zaun jetzt an der Landesstraße aufgebaut.
In der rund vier Wochen dauernden Laichzeit werden zweimal täglich vorwiegend Erdkröten aber auch Grasfrösche, Berg- und Teichmolche entlang des Zaunes aufgesammelt und über die Straße getragen. Von hier aus können sie dann ungefährdet zur gegenüber liegenden Tongrube wandern. Zuvor werden Anzahl und Geschlecht der unter Naturschutz stehenden Tiere registriert, die Daten werden anschließend der Naturschutzbehörde beim Landratsamt übermittelt. Durchschnittlich werden pro Jahr an diesem Standort vor Petersdorf zwischen 250 bis 500 Tiere gezählt.
Diesen Wanderweg nutzen die Kröten schon über viele Jahre hinweg. Die Route wird offenbar von Generation zu Generation weiter gegeben, so Steffen Meyer vom Umweltamt. Wir bitten alle Autofahrer in den kommenden Wochen um besondere Aufmerksamkeit, da es hin und wieder eine Kröte schafft, die Sperre zu umgehen und quer über die Straße zum Laichplatz wandert.
Weitere solcher geschützter Standorte werden im Landkreis noch im Teichtal Hainrode, zwischen Ilfeld und Appenrode sowie in Sophienhof errichtet. Insgesamt werden so 12.000 bis 15.000 unter Naturschutz stehende Kröten, Frösche und Molche geschützt.
Autor: nnz
Schutz vor Unfalltod (Foto: nnz)
Seit gestern schützt ein Zaun an der Straße zwischen Nordhausen und Petersdorf jene Kröten, die von der Gumpe zu ihren gegenüber liegenden Laichplätzen in den Tonlöchern wandern wollen. Die Zivis und Praktikanten vom städtischen Amt für Umwelt und Grünordnung, Michael Backhaus, Karsten Schellhas und Steve Presse (Foto von links), haben den rund 300 Meter langen Zaun jetzt an der Landesstraße aufgebaut.In der rund vier Wochen dauernden Laichzeit werden zweimal täglich vorwiegend Erdkröten aber auch Grasfrösche, Berg- und Teichmolche entlang des Zaunes aufgesammelt und über die Straße getragen. Von hier aus können sie dann ungefährdet zur gegenüber liegenden Tongrube wandern. Zuvor werden Anzahl und Geschlecht der unter Naturschutz stehenden Tiere registriert, die Daten werden anschließend der Naturschutzbehörde beim Landratsamt übermittelt. Durchschnittlich werden pro Jahr an diesem Standort vor Petersdorf zwischen 250 bis 500 Tiere gezählt.
Diesen Wanderweg nutzen die Kröten schon über viele Jahre hinweg. Die Route wird offenbar von Generation zu Generation weiter gegeben, so Steffen Meyer vom Umweltamt. Wir bitten alle Autofahrer in den kommenden Wochen um besondere Aufmerksamkeit, da es hin und wieder eine Kröte schafft, die Sperre zu umgehen und quer über die Straße zum Laichplatz wandert.
Weitere solcher geschützter Standorte werden im Landkreis noch im Teichtal Hainrode, zwischen Ilfeld und Appenrode sowie in Sophienhof errichtet. Insgesamt werden so 12.000 bis 15.000 unter Naturschutz stehende Kröten, Frösche und Molche geschützt.
