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Die Schlösser des Landrates

Sonntag, 26. März 2006, 08:04 Uhr
Nordhausen (nnz). Natürlich können sie eine Last sein - verwaiste Burgen und Schlösser in einem Landkreis. Ohne konkrete nachweisbare Eigentümerschaft werden die Bausubstanzen einer längst vergangenen Zeit den jeweiligen Kommunen zugeordnet. So auch im Landkreis Nordhausen. Und so ist unverhohlen Joachim Claus nicht nur der Landrat, sondern auch mehrfacher Burgherr – von Amtswegen.


Neben der Burgruine Hohnstein, gewissermaßen dem Stammhaus der ehemaligen Grafschaft Hohnstein und somit auch des heutigen Landkreises Nordhausen, gibt es einen regelrechten Burgenverbund im Südharz. Herauszuheben ist dabei die Burgruine Ebersburg bei Hermannsacker.

Nun bereiten die Zeugnisse vergangener Zeiten den heutigen Eigentümern nicht nur Freude. Die allemal bekannte chronische Finanznot der kommunalen Rechtsträger treiben in diesem Zusammenhang oftmals die Sorgenfalten auf die Stirn der Verantwortlichen.

Oft müssen Finanzierungskonstrukte gefunden werden, die den kommunalen Haushalten große Lasten ersparen. Auf der Burgruine Hohnstein hat das ganz gut geklappt. Fördermittel des Freistaates Thüringen, ergänzt durch einen kleinen Eigenanteil des Landratsamtes, waren und sind die Grundlage dafür, dass sich die Burgruine in einem Zustand präsentiert, der viele Gäste aus Nah und Fern begeistert.

Nun soll es auch mit der Ebersburgruine weitergehen. Erst kürzlich beschloss der Kreistag eine vertraglich begründete Zusammenarbeit zwischen dem Landratsamt und dem Mittelalterverein des Landkreises Nordhausen. Im Wissen um die vielen positiven Aktivitäten dieser beiden Burgruinen interessiert sich Landrat Claus auch für die anderen historischen Bausubstanzen in der Trägerschaft der Kommunen des Landkreises.

Hier steht vor allem das Heringer Schloss im Mittelpunkt seines Interesses. Umfangreiche Sanierungs- und Werterhaltungsmaßnahmen konnten an dem altehrwürdigen Bau in den zurückliegenden Monaten geleistet werden. Eine Maßnahme, die zunächst der Gebäudesicherung diente. Unabhängig davon gibt es noch sehr viel an dem Wahrzeichen von Heringen zu tun.

Um sich einen Überblick über den momentanen Zustand des Heringer Schlosses zu verschaffen, will sich Landrat Joachim Claus am Montag (16 Uhr) einen persönlichen Eindruck vor Ort erarbeiten. Er möchte während seines Schlossbesuches selber sehen, was bisher geleistet wurde und was künftig am altehrwürdigen Gemäuer in Heringen noch gemacht werden muss. Dabei hofft er auch weiterhin auf ein gutes gemeinsames Handeln zwischen vielen ehrenamtlichen Bürgerinnen und Bürgern der Region um Heringen, sowie der Verwaltungsgemeinschaft „Goldene Aue“ und den zuständigen Behörden des Landratsamtes Nordhausen.
Autor: nnz

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