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Zeitnahe Reaktion

Donnerstag, 23. März 2006, 18:59 Uhr
Nordhausen (nnz). Sechs Wochen ist es nun her, da berichtete die nnz über die Pläne des Südharz-Krankenhauses, die Villa Lindehof abzureißen. Jetzt hat die Verwaltung dieser Stadt reagiert. Was sie zu sagen hat, das erfahren Sie mit einem schnelleren Klick auf MEHR.


„Der Lindehof´ ist eine der architektonischen Kostbarkeiten unserer Stadt. Ein Abriss wäre die schlechteste Lösung, er wäre tragisch. Ich gehe davon aus, dass er verhindert werden kann, dass er verhindert werden muss. Es wäre fatal für unsere Stadt, die durch die Bombardierung in den letzten Tagen des 2. Weltkrieges sowieso schon zu viele architektonische Schätze verloren hat, wenn nun auch dieses Gebäude zur Disposition stehen würde. Ein Gebäude , das wie kaum ein anderes mit der Historie unserer Stadt verbunden ist“, sagte Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD). Bereits der jetzige Zustand der Villa sei dramatisch. Eine private Nutzung hält die Oberbürgermeisterin angesichts der nötigen Investitionen für praktisch ausgeschlossen – „aus meiner Sicht ist nur eine öffentliche Nutzung realistisch“

Sollte es nötig sein, werde sich die Stadt um Möglichkeiten zur Rettung der Villa bemühen – „wir sehen uns in der Verpflichtung.“ Bereits Anfang der 90er Jahre habe sich die Stadt für die Rückübertragung in städtisches Eigentum engagiert. „Doch zum Zeitpunkt des im Gesetz verankerten entscheidenden Stichtages hatten wir kein Zugriffsrecht auf die Immobile – leider. Deshalb konnten wir nicht in Besitz von Haus und Grundstück kommen.“

Man müsse nun schnell eine Lösung finden – ein gutes Instrument dazu „könnte die Gründung eines Fördervereins – ähnlich wie beim `Park Hohenrode´ - sein“, der sich für den Erhalt und die Sicherung des Areals engagieren– und vielleicht auch Gelder einwerben könnte.
Autor: nnz

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