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Bilanz nach 100 Tagen

Donnerstag, 23. März 2006, 12:20 Uhr
Nordhausen (nnz). Auch 100 Tage nach der endgültigen Fertigstellung von Thüringens größter Fotovoltaikanlage ist das Interesse am Projekt ungebrochen. Allerdings muss sich Stadtwirtschafts-Geschäftsführer Arndt Forberger auch mit ungebetenen Gästen herumplagen. Die nnz hat sich mit ihm unterhalten.



Arndt Forberger ist als Initiator des Solarkraftwerkes gefragter Ansprechpartner für Informationen rund um die regenerative Energieerzeugeranlage. Eine große Anzahl interessierter Personen und Schulgruppen wurde in den vergangenen Wochen das Solarkraftwerk vorgestellt. Am 20. Mai diesen Jahres ist ab 10:00 Uhreine informative Führung für „Jedermann“ gemeinsam mit der Kreisvolkshochchschuel geplant. Nach zwischenzeitlichen Lieferschwierigkeiten von Solarmodulen konnte am 14. Dezember 2005 das Solarkraftwerk auf der Altdeponie des Abfallwirtschaftszentrums Nentzelsrode mit 988,6 Kilowatt Leistung den endgültigen Energielieferbetrieb aufnehmen.

Seit der Teilinbetriebnahme im April 2005 wurden auf der gut zwei Hektar großen Freiflächenanlage 700.000 Kilowattstunden Elektroenergie produziert, die in das Energienetz der E.ON Thüringer Energie AG eingespeist wurden. 110.000 Kilowattstunden davon lieferten die 6.708 Solarmodule trotz der überwiegend sonnenscheinarmen ersten Wochen in diesem Jahr. Das Interesse an Anlagen, die erneuerbare Energiequellen nutzen, hält an. Auch 2006 haben sich Interessenten, nicht nur aus Deutschland, bei Arndt Forberger informiert. Diese Unternehmer tragen sich ebenfalls mit dem Gedanken, eventuelle eigene Sonnenenergieanlagen zu bauen.

Es sind aber nicht nur Menschen, die Interesse an der Anlage haben. Arndt Forberger beschäftigen auch andere, unliebsamere Lebewesen. Selbst eine dicke Schneedecke hinderte die Waschbären nicht, die Fotovoltaikanlage zu besuchen. Sie fraßen sich in den vergangenen Wochen durch die Isolationsschicht der Modulverbindungsleitungen und verursachten so elektrische Kurzschlüsse, was kurzzeitige Energielieferausfälle nach sich zog. „Unser Geschäft mit der Sonne möchten wir uns auch von diesen drolligen, aber gefräßigen Tieren nicht kaputt machen lassen“ meinte Forberger im Gespräch mit der nnz. Ob sich die Waschbären in die angeschaffte Falle locken lassen, bleibt abzuwarten.
Autor: nnz

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