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Aufatmen per Tastendruck

Mittwoch, 22. März 2006, 15:01 Uhr
Nordhausen (nnz). Ein Knopfdruck kann im technischen Zeitalter eine ganze Stadt durcheinander bringen. Eher das Gegenteil sollte mit einem heutigen Knopf- oder Tastendruck der Fall sein. Wer das wo draufgedrückt und welche Wirkung das haben soll, das hat die nnz erfahren.

Aufatmen per Tastendruck (Foto: nnz) Aufatmen per Tastendruck (Foto: nnz)

Mit dem Tastendruck auf die entscheidende Programmiertaste haben heute an der Kreuzung der B4 / Helmestraße am Ortseingang nach Sundhausen Oberbürgermeisterin Barbara Rinke und Baudezernent Dietrich Beyse die letzte Etappe der Ampelumstellungen in der Stadt Nordhausen eingeläutet.

Ende des Monats können damit die Autofahrer aufatmen: Zwei Drittel aller 44 Bundes- und Stadtstraßenampeln sind so umgestellt, dass der Verkehr in der Nacht und am Wochenende flüssiger rollen kann. Diese Ampeln werden wochentags künftig nur noch zwischen 6 bis 20 Uhr in Betrieb sein und am Sonnabend zwischen 6 und 18 Uhr. Am verkehrsarmen Sonntag sollen die Ampeln ganz ausgeschaltet bleiben. Von der Reduzierung der Schaltzeit profitieren damit zum Beispiel die stadteinwärts fahrenden Autos aus Richtung Erfurt bzw. aus Richtung Halle, die bisher auch in den verkehrsarmen späten Abendstunden an den Stadteinfahrten stoppen mussten.

„Ausnahmen sind reine Fußgängerampeln, die aus Sicherheitsgründen täglich von 6 bis 20 Uhr in Betrieb bleiben müssen. Rund um die Uhr in Betrieb bleiben nach wie vor auch jene Ampeln, die ergänzend den Verkehr mit Bahnen regeln bzw. jene an gefährlichen Knotenpunkten – z.B. an der Europa-Kreuzung, an der Südharzgalerie bzw. die „Magnet“-Kreuzung – aufgestellt sind“, erklärte Rainer Kottek von der städtischen Verkehrsbehörde. Bisher waren die Ampeln auch in den verkehrsschwachen Zeiten und am Wochenende in Betrieb.
Autor: nnz

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