Nicht nur an Täter denken
Mittwoch, 22. März 2006, 14:23 Uhr
Nordhausen (nnz). Immer mehr Menschen werden Opfer von Kriminalität und Gewalt. In Licht der Öffentlichkeit steht meist nur der Täter. Was wird aus den Opfern? Wer hilft ihnen bei rechtlichen oder finanziellen Problemen? Am heutigen Tag der Kriminalitätsopfer gibt’s Antwort auf diese Fragen.
Nicht nur an Täter denken (Foto: nnz)
Die Täter stehen im Rampenlicht, besonders bei spektakulären Verbrechen. Über den Entführer, Bankräuber oder Vergewaltiger kann sich jeder dank der Medien ein Urteil bilden und am Stammstich über die Bestrafung debattieren. Das Opfer interessiert den Zuschauer weniger. Was wird aus ihm nach der Tat? Viele Opfer sind traumatisiert, trauen sich vielleicht nicht mal mehr zum Einkaufen auf die Straße aus Angst vor einem erneuten Überfall. Die meisten wissen nicht, wer ihnen in dieser Situation helfen kann und sie bei einem möglichen Prozeß unterstützt.
Bereits seit 1976 gibt es den Weißen Ring, der Opfern von Kriminalität Hilfe anbietet. Deutschlandweit gibt es 400 Anlaufstellen. In Thüringen sind rund 900 Menschen Mitglied der Organisation. In 20 von 22 Landkreisen gibt es Ansprechpartner. In Nordhausen gehören 35 Mitglieder dazu, von denen acht in der Öffentlichkeitsarbeit und bei der Opferbetreuung aktiv sind. In jedem Bundesland gibt es ein Landesbüro. Ansonsten arbeiten die Mitarbeiter von zuhause aus. Das spart Miete und Verwaltungskosten, Geld, was besser für die Opferarbeit eingesetzt werden kann.
Der Weiße Ring bietet Hilfe durch Beistand bei Gerichtsverhandlungen und im Umgang mit Behörden. Bei materiellen Notlagen in Folge einer Straftat kann Unterstützung für Rechtsberatung übernommen werden, ebenfalls eventuelle Anwaltkosten. Psychologische und medizinische Beratung ist möglich. Wer Opfer einer Straftat geworden ist, sollte sich nicht schämen, sondern sich Hilfe holen. Der Weiße Ring ist rund um die Uhr unter 01803-343434 zu erreichen. Der Anrufer erfährt dort Name und Telefonnummer des Ansprechpartners vor Ort. Heute konnten sich Interessierte den ganzen Tag an einem Stand in der Südharzgalerie Informationen holen.
Autor: wf
Nicht nur an Täter denken (Foto: nnz)
Die Täter stehen im Rampenlicht, besonders bei spektakulären Verbrechen. Über den Entführer, Bankräuber oder Vergewaltiger kann sich jeder dank der Medien ein Urteil bilden und am Stammstich über die Bestrafung debattieren. Das Opfer interessiert den Zuschauer weniger. Was wird aus ihm nach der Tat? Viele Opfer sind traumatisiert, trauen sich vielleicht nicht mal mehr zum Einkaufen auf die Straße aus Angst vor einem erneuten Überfall. Die meisten wissen nicht, wer ihnen in dieser Situation helfen kann und sie bei einem möglichen Prozeß unterstützt.
Bereits seit 1976 gibt es den Weißen Ring, der Opfern von Kriminalität Hilfe anbietet. Deutschlandweit gibt es 400 Anlaufstellen. In Thüringen sind rund 900 Menschen Mitglied der Organisation. In 20 von 22 Landkreisen gibt es Ansprechpartner. In Nordhausen gehören 35 Mitglieder dazu, von denen acht in der Öffentlichkeitsarbeit und bei der Opferbetreuung aktiv sind. In jedem Bundesland gibt es ein Landesbüro. Ansonsten arbeiten die Mitarbeiter von zuhause aus. Das spart Miete und Verwaltungskosten, Geld, was besser für die Opferarbeit eingesetzt werden kann.
Der Weiße Ring bietet Hilfe durch Beistand bei Gerichtsverhandlungen und im Umgang mit Behörden. Bei materiellen Notlagen in Folge einer Straftat kann Unterstützung für Rechtsberatung übernommen werden, ebenfalls eventuelle Anwaltkosten. Psychologische und medizinische Beratung ist möglich. Wer Opfer einer Straftat geworden ist, sollte sich nicht schämen, sondern sich Hilfe holen. Der Weiße Ring ist rund um die Uhr unter 01803-343434 zu erreichen. Der Anrufer erfährt dort Name und Telefonnummer des Ansprechpartners vor Ort. Heute konnten sich Interessierte den ganzen Tag an einem Stand in der Südharzgalerie Informationen holen.
