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Neue Strukturen

Mittwoch, 22. März 2006, 08:56 Uhr
Nordhausen (nnz). Zum ersten April wird sich in den Nordthüringer Amtsgerichten einiges ändern. Auch für Nordhausen hat das Auswirkungen, wie jetzt die nnz erfuhr.


Die neue Struktur bringt für die Rechtsuchenden des Kyffhäuserkreises zunächst keine Änderung, da die Zweigstelle des Amtsgerichts Sondershausen in Artern für die bisherigen Rechtsgebiete weiterhin zuständig sei. So werden etwa Verfahren auf dem Gebiet des Zivil- oder Familienrechts, bei denen der Beklagte im östlichen Kyffhäuser lebt, oder Straftaten auf diesem Gebiet weiterhin im Gerichtsgebäude in Artern verhandelt. Die Justizverwaltung wird jedoch mit dem 01.04.2006 einheitlich in Sondershausen zusammengeführt.

Lediglich in Verfahren vor dem Schöffengericht wird sich die Zuständigkeit gravierend ändern, da das Amtsgericht Nordhausen nunmehr auch für Erwachsenen- und Jugendschöffensachen des Altkreises Artern zuständig sein wird. Die räumliche Zusammenführung der beiden Amtsgerichte wird erst erfolgen, wenn die Voraussetzungen für eine angemessene, dauerhafte bauliche Unterbringung am aufnehmenden Standort gegeben ist.

Mit dem 1. April wird das Amtsgericht Artern seine Eigenständigkeit verlieren und dann als Zweigstelle des Amtsgerichts Sondershausen geführt werden. Mit der Zusammenlegung von kleinen Amtsgerichten sollen mittelgroße Justizbehörden geschaffen werden. Dies ermöglicht den Amtsgerichten eine flexiblere Gestaltung der internen Organisation, einen besseren Ausgleich der Arbeitsbelastung und eine stärkere fachliche Differenzierung. Mit dieser Strukturreform ist - nach Mitteilung des Thüringer Justizministeriums - die Arbeitsfähigkeit der Thüringer Amtsgerichte auf lange Sicht gewährleistet.
Autor: nnz

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