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Nicht nur Sonnenschein

Mittwoch, 22. März 2006, 08:18 Uhr
Nordhausen (nnz). Wenn Thomas Bauer nach Nordhausen kommt, dann gibt es in der Schachtbau GmbH meist etwas zu feiern. Den Mitarbeitern der Spesa GmbH ist hingegen kaum nach einer Feier zumute...


Die Spezialbau und Sanierung GmbH (Spesa) gehört wie die Schachtbau GmbH zur Bauer Gruppe. Im vergangenen Jahr, es war im Juni, hatte die nnz bereits über personelle Entwicklungen in dem Unternehmen berichtet. Damals sagte Spesa-Geschäftsführer Schittal, dass noch etwa 180 Mitarbeiter an verschiedenen Standorten tätig sind. Wie die nnz jetzt erfuhr, sollen es nur noch rund 100 sein. Diese Zahl ist im Rahmen der Betriebsratwahlen vermerkt.

Die mehr als 80 Kollegen sind in den vergangenen Monaten entlassen worden, so die Bestätigung aus dem Betriebsrat der Spesa, sozialverträglich, versteht sich, manchen hatten 30 Schachtbau-Jahre hinter sich. Offizieller Spesa-Firmensitz ist immer noch die Geseniusstrasse in Nordhausen. Dort treffen aufmerksame Besucher nur noch auf drei Mitarbeiterinnen. Der Rest ist ausgelagert oder eben nicht mehr im Unternehmen. Für die Entlassungen soll die schlechte Auftragslage zuständig gewesen sein, hört man von Vertretern der Arbeitnehmerseite.

Der Personalabbau könnte in den kommenden Monaten noch weitergehen, schon jetzt werden viele Arbeiten von Subunternehmen ausgeführt, hatte die nnz erfahren. In Betriebsratskreisen weiß man auch, dass ein weiterer Personalabbau nicht mehr vertretbar sei, da – trotz weniger Personal – der gleiche Verwaltungsaufwand vorgehalten werden müsste.

Erinnern wir uns: Im Jahr 2002, da wurde mit dem Neubau des Verwaltungsgebäudes in der Geseniusstraße begonnen. Fördermittel waren natürlich geflossen. Die sollen unter anderem mit der Beseitigung der Altlasten auf diesen Flächen, mit Investitionen und mit der Schaffung von Arbeitsplätzen verbunden gewesen sein. Der Großteil der Büroflächen im Verwaltungstrakt ist fremdvermietet und wie gesagt: Am Nordhäuser Standort der Spesa gibt es noch drei Mitarbeiterinnen und – nach Informationen der nnz – ein Mitglied des Betriebsrates. Der ist jedoch nicht in der Geseniusstrasse anzutreffen, sondern am Industrieweg in Nordhausen.
Autor: nnz

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