Crashtest auf Großbildleinwand
Dienstag, 21. März 2006, 14:25 Uhr
Nordhausen (nnz). Ein Traum für Videospieler, eine riesige Leinwand und realistische Bedienelemente, doch was wie ein Spiel wirkt, könnte schnell Ernst werden. Bevor es soweit kommt, üben Jugendliche Alles im Griff? zu haben. Nnz stellt dieses Projekt vor.
Alles im Griff? – Clever abfahren, so heißt das neue Projekt für junge Verkehrsteilnehmer zwischen 15 und 24 Jahren. Sie üben unter fast realistischen Bedingungen in einem Fahrsimulator. Der ist so modern und wirklichkeitsnah, daß er die videospielerprobte Generation ganz besonders anspricht. Auf einer zylindrischen Großbildleinwand sieht der Fahrer dabei virtuelles Verkehrsgeschehen. Das wirkt echt, denn andere Fahrzeuge, Radfahrer, Fußgänger und Tiere greifen ins Geschehen ein. Ein fast echtes Reh springt auf die Fahrbahn. Eigentlich sollte man anhalten, warten und langsam vorbeifahren. Im Simulator ist aber alles möglich, auch der Versuch es umzufahren. Blut spritzt keines dabei, auch Verkehrsunfälle werden nicht bis zum Ende realistisch erlebbar gemacht. Wer einen Unfall baut, der scheidet einfach aus. Der Simulator soll nicht durch solche blutigen Szenen zum gewaltbereiten Autofahren ermuntern, er soll das Gegenteil bewirken.
Das Projekt geht über zwei Tage und enthält weitere Programmpunkte als nur das Fahren im Simulator. Das Berufsbildungszentrum für den Straßenverkehr möchte eine langfristige Änderung des Fahrverhaltens der jungen Leute bewirken. Deshalb wird in Gruppen diskutiert. Gründe für aggressives Autofahren werden angesprochen. Warum müssen Jungs mit ihrer Fahrweise imponieren? Welchen Einfluß haben Alkohol, Medikamente und Drogen auf das Autofahren? Wie verändert sich der Fahrstil unter Zeitdruck und Streß?
Die Jugendlichen haben auch Zeit sich über erlebte kritische Verkehrssituationen auszutauschen. Unfälle und ihre Folgen werden besprochen. Jeder vierte Unfalltote ist ein jungen Fahrer zwischen 18 und 24 Jahren, dabei liegt der Anteil an der Gesamtbevölkerung bei sieben Prozent. Viele haben selbst schon Unfälle erlebt oder kennen Freunde, denen etwas im Straßenverkehr passiert ist. Gründe dafür liegen auch darin, daß die meisten jungen Autofahrer wenig Fahrpraxis haben, ihr Auto noch nicht so gut kennen und Belastungen noch nicht einzuschätzen wissen. Im dritten Teil des Kurses können die Teilnehmer selbstständig am Computer Aufgaben lösen. Sie erfahren etwas über Fahrphysik und darüber, wie sich Ermüdung beim Fahren bemerkbar macht.
Noch muß sich das Berufsbildungszentrum für den Straßenverkehr den modernen Fahrsimulator der Firma Krauss-Maffei-Wegmann ausleihen. 20 mobile Simulatoren dieser Art gibt es deutschlandweit. Dazu kommen vier stationäre Geräte. Das BBZ erwägt aber selbst so einen Simulator anzuschaffen und damit unterwegs zu sein. Firmen und Schulen bekommen dann die Möglichkeit, den Truck zu buchen. Dort ist alles vorhanden, ein Seminarraum, ein Computerraum und der Fahrsimulator selbst. Nach einer Testphase wird das Modellprojekt die Verkehrssicherheitsarbeit mit jungen Leuten verbessern, da es ganz speziell auf ihre Interessen eingeht.
Autor: wfAlles im Griff? – Clever abfahren, so heißt das neue Projekt für junge Verkehrsteilnehmer zwischen 15 und 24 Jahren. Sie üben unter fast realistischen Bedingungen in einem Fahrsimulator. Der ist so modern und wirklichkeitsnah, daß er die videospielerprobte Generation ganz besonders anspricht. Auf einer zylindrischen Großbildleinwand sieht der Fahrer dabei virtuelles Verkehrsgeschehen. Das wirkt echt, denn andere Fahrzeuge, Radfahrer, Fußgänger und Tiere greifen ins Geschehen ein. Ein fast echtes Reh springt auf die Fahrbahn. Eigentlich sollte man anhalten, warten und langsam vorbeifahren. Im Simulator ist aber alles möglich, auch der Versuch es umzufahren. Blut spritzt keines dabei, auch Verkehrsunfälle werden nicht bis zum Ende realistisch erlebbar gemacht. Wer einen Unfall baut, der scheidet einfach aus. Der Simulator soll nicht durch solche blutigen Szenen zum gewaltbereiten Autofahren ermuntern, er soll das Gegenteil bewirken.
Das Projekt geht über zwei Tage und enthält weitere Programmpunkte als nur das Fahren im Simulator. Das Berufsbildungszentrum für den Straßenverkehr möchte eine langfristige Änderung des Fahrverhaltens der jungen Leute bewirken. Deshalb wird in Gruppen diskutiert. Gründe für aggressives Autofahren werden angesprochen. Warum müssen Jungs mit ihrer Fahrweise imponieren? Welchen Einfluß haben Alkohol, Medikamente und Drogen auf das Autofahren? Wie verändert sich der Fahrstil unter Zeitdruck und Streß?
Die Jugendlichen haben auch Zeit sich über erlebte kritische Verkehrssituationen auszutauschen. Unfälle und ihre Folgen werden besprochen. Jeder vierte Unfalltote ist ein jungen Fahrer zwischen 18 und 24 Jahren, dabei liegt der Anteil an der Gesamtbevölkerung bei sieben Prozent. Viele haben selbst schon Unfälle erlebt oder kennen Freunde, denen etwas im Straßenverkehr passiert ist. Gründe dafür liegen auch darin, daß die meisten jungen Autofahrer wenig Fahrpraxis haben, ihr Auto noch nicht so gut kennen und Belastungen noch nicht einzuschätzen wissen. Im dritten Teil des Kurses können die Teilnehmer selbstständig am Computer Aufgaben lösen. Sie erfahren etwas über Fahrphysik und darüber, wie sich Ermüdung beim Fahren bemerkbar macht.
Noch muß sich das Berufsbildungszentrum für den Straßenverkehr den modernen Fahrsimulator der Firma Krauss-Maffei-Wegmann ausleihen. 20 mobile Simulatoren dieser Art gibt es deutschlandweit. Dazu kommen vier stationäre Geräte. Das BBZ erwägt aber selbst so einen Simulator anzuschaffen und damit unterwegs zu sein. Firmen und Schulen bekommen dann die Möglichkeit, den Truck zu buchen. Dort ist alles vorhanden, ein Seminarraum, ein Computerraum und der Fahrsimulator selbst. Nach einer Testphase wird das Modellprojekt die Verkehrssicherheitsarbeit mit jungen Leuten verbessern, da es ganz speziell auf ihre Interessen eingeht.
