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Penaltyfluch durchbrochen

Mittwoch, 15. März 2006, 09:35 Uhr
Nordhausen/Braunlage (nnz). Der Penaltyfluch ist gebrochen! Nach acht vergeblichen Anläufen gelang dem Braunlager SC Harz im Dienstags-Gastspiel beim Rostocker EC der erste Sieg. Die sportlichen Einzelheiten wie immer in Ihrer nnz.


Mit dem 7:6 (1:3, 3:1, 2:2 – 1:0) nach Penaltyschießen sicherten sich die Wölfe zwei weitere und vorher nicht unbedingt einkalkulierte Punkte im Kampf um die Play-Off-Teilnahme. „Es war einfach an der Zeit, dass wir auch ein Penaltyschießen gewinnen, und heute hat es gepasst“, freute sich BSC-Obmann Bernd Wohlmann. In einem offenen Spiel mit etlichen Torchancen auf beiden Seiten waren die Gastgeber durch Christian Franz zunächst in Führung gegangen (12.). In Unterzahl erzielte Benjamin Salzmann nach 15 Minuten für die Harzer den Ausgleich. Kurz vor der Drittelpause sorgte ein Doppelschlag durch Patrick Czajka und Christian Herrmann allerdings für eine 3:1-Führung der Piranhas.

Penaltyfluch durchbrochen (Foto: nnz) Penaltyfluch durchbrochen (Foto: nnz) Die Wölfe waren durch diesen Rückstand jedoch nicht aus der Ruhe zu bringen und zeigten im Mitteldrittel Moral. Dusan Halloun markierte in Überzahl den Anschlusstreffer, Roman Vanek sorgte zur Hälfte der Spielzeit für einen wieder ausgeglichenen Spielstand. Damit gaben sich die Braunlager aber nicht zufrieden, der starke Halloun brachte den BSC erstmals in Führung (36.). Im direkten Gegenzug fiel der erneute Ausgleich, das Tor von Paul Stratmann war allerdings heftig umstritten. „Der Schiedsrichter hatte nach einem Schuss bereits abgepfiffen. Als dann der Nachschuss im Tor war, gab er den Treffer trotzdem“, beklagte sich Wohlmann nicht nur in dieser Szene über eine schwache Leistung der Unparteiischen. Die Harzer waren über die Entscheidung so verärgert, dass sie sogar die Mannschaft kurzzeitig vom Eis nahmen.

Den Frust wandelten die Wölfe im Schlussabschnitt aber schnell in positive Energie um. Vanek erzielte in Überzahl das 5:4 (42.). Nach Hallouns 6:4 roch es kurzzeitig sogar nach drei Auswärtspunkten (48.). Die Gastgeber kamen vor fast 1350 Zuschauern aber noch mal zurück. Sascha Hainke brachte die Rostocker auf ein Tor heran (49.), Ronny Schneider besorgte genau acht Minuten vor Schluss das 6:6. In den letzten Minuten hatten beide Mannschaften den Siegtreffer auf der Kelle, letztlich musste das Penaltyschießen entscheiden.

Hierbei zeigten sich die Wölfe äußerst treffsicher. Sebastian Kastner, Vanek und Halloun brachten den Puck im Rostocker Tor unter, auf der Gegenseite war lediglich David Hördler erfolgreich, so dass bereits nach jeweils vier Schützen der Auswärtssieg der Wölfe feststand.

Am kommenden Wochenende stehen für die Braunlager nun die beiden Begegnungen gegen das Wolfsrudel aus Schönheide an. Am Freitag haben die Harzer Heimrecht, am Sonntag führt der Weg ins Erzgebirge. „Für das Heimspiel wünschen wir uns natürlich ein volles Haus, verdient hätte es die Mannschaft nach dieser tollen Leistung allemal“, hofft Wohlmann auf die zahlreiche Unterstützung der BSC-Anhänger.
Tore: 1:0 Franz (Weiss, Hoffmann) 11:13, 1:1 Salzmann (Potac) 4-5 14:12, 2:1 Czajka (Cardona, Franz) 5-4 18:21, 3:1 Herrmann (Cardona, Schneider) 18:37, 3:2 Halloun (Potac, Kastner) 5-4 26:58, 3:3 Vanek (Potac) 30:10, 3:4 Halloun 35:27, 4:4 Stratmann (Hainke) 35:55, 4:5 Vanek (Aamec, Halloun) 5-4 41:19, 4:6 Halloun 47:23, 5:6 Hainke (Michalek, Stratmann) 48:10, 6:6 Schneider (Blaha, Czajka) 4-4 52:00, 6:7 Vanek PEN
Strafen: Rostock 16 + 10 für Weiss + 10 für Michalek – Braunlage 19 + Spieldauer für Bippus
Zuschauer: 1316
Autor: nnz

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