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Zwei Sonderausstellungen eröffnen

Donnerstag, 09. März 2006, 12:13 Uhr
Nordhausen (nnz). „Die Lebenden und die Toten“ oder „Miro im Kunsthaus“ das ab dem Sonnabend keine Entscheidungsfrage. Sie können beide haben, die Fotos von Jasenko Conka und die Begleitschau zum Ballett „TanzMiro“. Zwei Ausstellungen, die kaum unterschiedlicher sein können. Mehr darüber weiß die nnz.

Zwei Sonderausstellungen eröffnen (Foto: nnz) Zwei Sonderausstellungen eröffnen (Foto: nnz) Am Samstag, dem 11. März, werden um 18 Uhr, im Kunsthaus Meyenburg gleich zwei Sonderausstellungen eröffnet, die unterschiedlicher nicht sein können. Das kündigte jetzt Kulturamtsleiterin Dr. Cornelia Klose an.

Im Obergeschoss werden unter dem Motto „Die Lebenden und die Toten“ Fotografien des Grazer Künstlers Jasenko Conka gezeigt, der während seiner Tätigkeit am Theater Nordhausen, die Stadt und seine alten Häuser auf ganz ungewöhnliche Weise gesehen und dargestellt hat. Seine Fotografien zeigen sowohl das Innere als auch das Äußere von verschiedenen bekannten Gebäuden in Nordhausen aber auch die ästhetische Wirkung des Verfalles.

Die Kabinettausstellung „Miró im Kunsthaus“ – im Erdgeschoss - ist als Begleitveranstaltung zum Ballett „TanzMiró“ im Theater Nordhausen anzusehen und verdeutlicht einerseits die geplante Kooperation der Kultureinrichtungen – Theater – Kunsthaus, andererseits soll dem Besucher ermöglicht werden, die verschiedenen Seiten des Künstlers Miró besser kennen zu lernen. Durch das Betrachten der Bilder den Zugang zum Tanz zu finden oder vom Ballett inspiriert die Bildwelt Mirós näher ergründen zu wollen, ist das Anliegen dieses Projektes und der Ausstellung.

Die Stadt Nordhausen besitzt im Rahmen der Sammlung der Ilsetraut-Glock-Grabe-Stiftung mehrere Original-Grafiken des spanischen Künstlers Joan Miró, die bisher noch nie zusammen im Kunsthaus Meyenburg gezeigt worden sind. Es handelt sich um unterschiedliche Werke aus verschiedenen Schaffensphasen des surrealistischen Künstlers, die aber durchaus einen kleinen Einblick in seine eigens erfundene, poetische und skurrile Bildwelt geben. Seine Werke sind geprägt durch erfundene emblematische Bildzeichen, die sowohl an kindlich-naive Kritzelzeichnungen als auch an uralte menschliche Symbole mit archaischer Ausdruckskraft erinnern.

Zu den kunsthistorischen Highlights der Ausstellung gehören die Grafiken aus dem Zyklus „Femme et Oiseux“ sowie die Farblithographie „La danse de feux“, die sehr gut zeigen, das Miró ein exzellenter Techniker war, dessen locker und spontan wirkenden Zeichen und Darstellungen häufig das Resultat langer Studien sind und bis ins Detail vorbereitet waren. Erstmals sind die drei Lithographien mit dem Titel „Komposition“ des spanischen Künstlers in Nordhausen zu sehen, die erst für diese Ausstellung von der Stifterin Frau Ilsetraut Glock zur Verfügung gestellt und geschenkt worden sind.
Neben den Originalgrafiken Mirós werden Fotografien von Tilmann Graner zum Ballett „TanzMiró“ präsentiert, die während der Proben im Theater entstanden sind.

Die Ausstellungen sind bis zum 16. April im Kunsthaus zu sehen. Die erste öffentliche Führung zur Miró-Ausstellung ist am Sonntag um 11.00, Kosten 3 € zzgl. des Eintrittspreises.
Autor: nnz

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