Wölfe stürmen Drachenhöhle
Montag, 06. März 2006, 20:43 Uhr
Nordhausen/Braunlage (nnz). Mit einem 4:1-Auswärtssieg beim ESC Erfurt kehrte der Braunlager SC Harz vom Meisterrundenspiel in der Eishockey-Regionalliga Nord-Ost zurück. Mit einer disziplinierten und konzentrierten Leistung siegten die Wölfe bei den Black Dragons kletterten somit auf Tabellenplatz Drei. Ein Bericht von Robert Koch.
20 Spiele hatte Erfurt zuvor in eigener Halle zumindest einen Punkt verbuchen können, die Braunlager durchbrachen nun diese Serie. Und nicht nur dies, mit dem Erfolg sicherten sich die Harzer auch den Vorteil des gewonnen direkten Vergleichs gegen die Drachen, entscheidend bei Punktgleichheit am Saisonende. Das waren Big Points, freute sich daher BSC-Coach Jan Furo zurecht. In einer offen geführten Partie stand das erste Drittel im Zeichen der beiden Torhüter. Zunächst war es Braunlages Goalie Nicolas Waldner, der stark gegen Rumid Masche (6.) und Zbynek Marak (9.) parierte. Sein gegenüber Manuel Groß stand genauso sicher, als Roman Vanek (17.) und Stefan Bilstein (20.) frei vor ihm auftauchten.
Auch im zweiten Abschnitt mussten die 720 Zuschauer lange auf Tore warten. Waldner vereitelte eine Doppelchance des frei vor ihm stehenden Oliver Otte (25.), auf der Gegenseite zielte Vanek zu genau und traf nur den Pfosten (27.). In der 32. Minute hatten dann die Gastgeber Grund zum Jubeln, Marek Pospisil markierte in Überzahl das 1:0. Ebenfalls im Powerplay glichen die Wölfe aus, Jozef Potac war per Schlagschuss erfolgreich. Kurz vor Ende des Drittels brachte Sebastian Kastner den BSC mit 2:1 in Führung. Der Treffer zählte, auch wenn die Erfurter vehement ein Schlittschuhtor reklamierten.
Im Schlussdrittel neigte sich die Partie immer mehr zu Gunsten der Braunlager. Zwar verpasste Dusan Halloun noch knapp (47.), legte dann aber maßgerecht für Alexander Deibert vor – das 3:1 in der 51. Minute. In der Folge musste der BSC noch zwei heikle Unterzahlsituationen, davon eine knappe Minute mit zwei Spielern weniger, überstehen. Mit viel Einsatz und dank eines überragenden Waldner im Tor blieben die Wölfe aber auf der Siegerstraße. Als Erfurt bereits frühzeitig den Torwart zugunsten eines sechsten Feldspielers ausgewechselt hatte, eroberte Vanek den Puck und sorgte endgültig für den Auswärtssieg (59.).
Wir haben diszipliniert gespielt und in den entscheidenden Momenten die Tore gemacht, strahlte Furo anschließend. Lob gab es auch von Thomas Belitz, dem Trainer der unterlegenen Erfurter: Braunlage war bärenstark und hat verdient gewonnen. Einen weiteren Schritt Richtung Play-Offs – die ersten Vier der Tabelle qualifizieren sich – wollen die Wölfe am kommenden Wochenende machen. Am Freitag in Timmendorf und am Sonntag zu Hause gegen Halle warten aber wieder schwere Aufgaben. Lautstarke Unterstützung an der Ostseeküste garantiert der Fanclub Südharz, deren Fanbus zum Spiel bei den Beach Boys inzwischen restlos ausgebucht ist.
Tore: 1:0 Pospisil 5-4 31:33, 1:1 Potac (Halloun, Deibert) 5-4 37:03, 1:2 Kastner (Bilstein) 39:29, 1:3 Deibert (Halloun) 50:00, 1:4 Vanek 4-6 58:29
Strafen: Erfurt 14 – Braunlage 18
Zuschauer: 720
Autor: nnz20 Spiele hatte Erfurt zuvor in eigener Halle zumindest einen Punkt verbuchen können, die Braunlager durchbrachen nun diese Serie. Und nicht nur dies, mit dem Erfolg sicherten sich die Harzer auch den Vorteil des gewonnen direkten Vergleichs gegen die Drachen, entscheidend bei Punktgleichheit am Saisonende. Das waren Big Points, freute sich daher BSC-Coach Jan Furo zurecht. In einer offen geführten Partie stand das erste Drittel im Zeichen der beiden Torhüter. Zunächst war es Braunlages Goalie Nicolas Waldner, der stark gegen Rumid Masche (6.) und Zbynek Marak (9.) parierte. Sein gegenüber Manuel Groß stand genauso sicher, als Roman Vanek (17.) und Stefan Bilstein (20.) frei vor ihm auftauchten.
Auch im zweiten Abschnitt mussten die 720 Zuschauer lange auf Tore warten. Waldner vereitelte eine Doppelchance des frei vor ihm stehenden Oliver Otte (25.), auf der Gegenseite zielte Vanek zu genau und traf nur den Pfosten (27.). In der 32. Minute hatten dann die Gastgeber Grund zum Jubeln, Marek Pospisil markierte in Überzahl das 1:0. Ebenfalls im Powerplay glichen die Wölfe aus, Jozef Potac war per Schlagschuss erfolgreich. Kurz vor Ende des Drittels brachte Sebastian Kastner den BSC mit 2:1 in Führung. Der Treffer zählte, auch wenn die Erfurter vehement ein Schlittschuhtor reklamierten.
Im Schlussdrittel neigte sich die Partie immer mehr zu Gunsten der Braunlager. Zwar verpasste Dusan Halloun noch knapp (47.), legte dann aber maßgerecht für Alexander Deibert vor – das 3:1 in der 51. Minute. In der Folge musste der BSC noch zwei heikle Unterzahlsituationen, davon eine knappe Minute mit zwei Spielern weniger, überstehen. Mit viel Einsatz und dank eines überragenden Waldner im Tor blieben die Wölfe aber auf der Siegerstraße. Als Erfurt bereits frühzeitig den Torwart zugunsten eines sechsten Feldspielers ausgewechselt hatte, eroberte Vanek den Puck und sorgte endgültig für den Auswärtssieg (59.).
Wir haben diszipliniert gespielt und in den entscheidenden Momenten die Tore gemacht, strahlte Furo anschließend. Lob gab es auch von Thomas Belitz, dem Trainer der unterlegenen Erfurter: Braunlage war bärenstark und hat verdient gewonnen. Einen weiteren Schritt Richtung Play-Offs – die ersten Vier der Tabelle qualifizieren sich – wollen die Wölfe am kommenden Wochenende machen. Am Freitag in Timmendorf und am Sonntag zu Hause gegen Halle warten aber wieder schwere Aufgaben. Lautstarke Unterstützung an der Ostseeküste garantiert der Fanclub Südharz, deren Fanbus zum Spiel bei den Beach Boys inzwischen restlos ausgebucht ist.
Tore: 1:0 Pospisil 5-4 31:33, 1:1 Potac (Halloun, Deibert) 5-4 37:03, 1:2 Kastner (Bilstein) 39:29, 1:3 Deibert (Halloun) 50:00, 1:4 Vanek 4-6 58:29
Strafen: Erfurt 14 – Braunlage 18
Zuschauer: 720
