nnz-Forum: Vereinsmeierei
Montag, 06. März 2006, 17:53 Uhr
Nordhausen (nnz). Das Strategiepapier des Nordhäuser Unternehmerverbandes beschäftigt derzeit eine Partei besonders, der man es auf den ersten Blick nicht zutraut. Aber auf den zweiten, und dazu gibt es ein Statement im Forum der nnz.
Das sogenannte Strategiepapier des Nordhäuser Unternehmerverbandes (NUV) vom 2.03.06 ist eine Widerspiegelung der Entwicklung des Unternehmerverbandes seit 1990. viele Jahre tummelten sich in Nordhausen mehrere Wirtschaftsstammtische und -verbände, die sich unter der Bezeichnung und dem guten Willen einer Nordthüringer Wirtschaftsförderung zusammenfanden.
Die heutige wirtschaftlich schwache Situation im Landkreis Nordhausen ist die Folge einer Vereinsmeierei zwischen wirtschaftlich und politisch agierenden Personen, so die Kritik der Grünen an der Wirtschaftpolitik im Landkreis Nordhausen. Auch die Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) als 100prozentige Tochter des Landes Thüringen hat es nicht vermocht, den Nordthüringer Raum trotz Einsatz hoher Fördermittelzuwendungen von Brüssel und der Landesregierung wirtschaftlich zu entwickeln und zu stabilisieren.
Am Industriegebiet Goldene Aue und der Tourismusförderung haben die Bündnisgrünen in ihrer Stellungnahme an den NUV aufgezeigt, dass in beiden Fällen eine deutliche Korrektur von großem Nutzen sein würde. Durch die Unterzeichnung des Vertrages zwischen dem Planungsverband und der LEG wurde die Abgabe aller Verantwortung und Mitsprache zur Entwicklung des Industriegebietes Goldene Aue an die LEG vollzogen. Die LEG erhält allein für die Erarbeitung der Konzeption des Industriegebietes Goldene Aue durch den Eigenanteil der finanziell schwachen Goldene-Aue-Kommunen und der Stadt Nordhausen sowie Fördermitteln aus Brüssel Summen in Millionenhöhe, die für die Region langfristig keinen nachhaltigen Wirtschaftsaufschwung bringen werden. Die wertvollen landwirtschaftlichen Nutzflächen werden versiegelt und die reichlich vorhandenen Industriebrachen in der Region bleiben ungenutzt. Den Kommunen bleibt kein Geld für zwingend notwendige kommunale Verpflichtungen.
Für Bündnis 90/Die Grünen ist es eine unverzeihliche Unterlassung, dass die konstruktiven Stimmen aus der Wissenschaft (zum Beispiel dem Wirtschaftsinstitut Halle, der FHS Nordhausen u.a.), der parlamentarischen und außerparlamentarischen Opposition nicht zugelassen und schon gar nicht in die Diskussion einbezogen wurden. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hat dem NUV eine Stellungnahme zum sog. Strategiepapier zugearbeitet, die der Presse ebenfalls zugänglich gemacht werden wird. Da die Hoffnung zuletzt stirbt, wie der Volksmund formuliert, geben die Grünen die Hoffnung nicht auf, dass das längst überfällige Zusammenwirken der progressiven Kräfte im Landkreis Nordhausen doch noch zu einer zukunftsfähigen Wirtschaftsentwicklung führen kann.
Gisela Hartmann, Kreisvorsitzende
Das sogenannte Strategiepapier des Nordhäuser Unternehmerverbandes (NUV) vom 2.03.06 ist eine Widerspiegelung der Entwicklung des Unternehmerverbandes seit 1990. viele Jahre tummelten sich in Nordhausen mehrere Wirtschaftsstammtische und -verbände, die sich unter der Bezeichnung und dem guten Willen einer Nordthüringer Wirtschaftsförderung zusammenfanden.
Die heutige wirtschaftlich schwache Situation im Landkreis Nordhausen ist die Folge einer Vereinsmeierei zwischen wirtschaftlich und politisch agierenden Personen, so die Kritik der Grünen an der Wirtschaftpolitik im Landkreis Nordhausen. Auch die Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) als 100prozentige Tochter des Landes Thüringen hat es nicht vermocht, den Nordthüringer Raum trotz Einsatz hoher Fördermittelzuwendungen von Brüssel und der Landesregierung wirtschaftlich zu entwickeln und zu stabilisieren.
Am Industriegebiet Goldene Aue und der Tourismusförderung haben die Bündnisgrünen in ihrer Stellungnahme an den NUV aufgezeigt, dass in beiden Fällen eine deutliche Korrektur von großem Nutzen sein würde. Durch die Unterzeichnung des Vertrages zwischen dem Planungsverband und der LEG wurde die Abgabe aller Verantwortung und Mitsprache zur Entwicklung des Industriegebietes Goldene Aue an die LEG vollzogen. Die LEG erhält allein für die Erarbeitung der Konzeption des Industriegebietes Goldene Aue durch den Eigenanteil der finanziell schwachen Goldene-Aue-Kommunen und der Stadt Nordhausen sowie Fördermitteln aus Brüssel Summen in Millionenhöhe, die für die Region langfristig keinen nachhaltigen Wirtschaftsaufschwung bringen werden. Die wertvollen landwirtschaftlichen Nutzflächen werden versiegelt und die reichlich vorhandenen Industriebrachen in der Region bleiben ungenutzt. Den Kommunen bleibt kein Geld für zwingend notwendige kommunale Verpflichtungen.
Für Bündnis 90/Die Grünen ist es eine unverzeihliche Unterlassung, dass die konstruktiven Stimmen aus der Wissenschaft (zum Beispiel dem Wirtschaftsinstitut Halle, der FHS Nordhausen u.a.), der parlamentarischen und außerparlamentarischen Opposition nicht zugelassen und schon gar nicht in die Diskussion einbezogen wurden. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hat dem NUV eine Stellungnahme zum sog. Strategiepapier zugearbeitet, die der Presse ebenfalls zugänglich gemacht werden wird. Da die Hoffnung zuletzt stirbt, wie der Volksmund formuliert, geben die Grünen die Hoffnung nicht auf, dass das längst überfällige Zusammenwirken der progressiven Kräfte im Landkreis Nordhausen doch noch zu einer zukunftsfähigen Wirtschaftsentwicklung führen kann.
Gisela Hartmann, Kreisvorsitzende
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Autor: nnzDie im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
