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Sicheres Pflaster

Freitag, 03. März 2006, 12:55 Uhr
Nordhausen (nnz). In Nordthüringen lebt es sich besonders sicher – das jedenfalls besagen die Zahlen der Kriminalstatistik des vergangenen Jahres, die heute in der Nordhäuser Polizeidirektion vorgestellt wurden. Die nnz hat einige davon notiert.

Sicheres Pflaster (Foto: nnz) Sicheres Pflaster (Foto: nnz)
In Zahlen vertieft: Karl, Lierhammer, Soszynski

Durch die Beamten der Nordhäuser Polizeiinspektion wurden im vergangenen Jahr 4.269 Straftaten erfasst, davon wurden 3.088 aufgeklärt. Das entspricht einer immer noch exzellenten Quote von fast 61 Prozent. Die war allerdings im Jahr zuvor mit 63,9 Prozent noch besser. Dafür mussten sich die Beamten der Direktion um 559 Fälle weniger als im Jahr 2004 kümmern.

Quantitativ betrachtet, ist die Masse der Delikte im Diebstahl sowie bei den Sachbeschädigungen und in der allgemeinen Straßenkriminalität zu finden. Auch im Bereich der Rauschgiftkriminalität sieht es so schlecht in der Zahlenbilanz nicht aus, wurden im Jahr 2004 191 Fälle erfasst, bearbeitet und zum Abschluß gebracht, so waren es im vergangenen Jahr nur noch 134, und die waren restlos aufgeklärt worden.

Noch besser sehen die Zahlen der Beamten der Kriminalpolizei aus. Die KPI verweist auf eine Aufklärungsquote von 86,8 Prozent. Leider ist hier eine Aufschlüsselung auf die einzelnen Inspektionen oder politischen Landkreise nicht möglich, da die Kriminalisten für Nordthüringen in seiner geografischen Gesamtheit zuständig sind.


Im vergangenen Jahr sichergestellte Waffen

Betrachtet man die Polizeidirektion Nordhausen, dann kann man sich dem Fazit von Günther Lierhammer nur anschließen: „Nordthüringen ist ein sicheres Pflaster“, sagte der PD-Chef bei der Präsentation der Zahlen. Innerhalb des gesamten Freistaates Thüringen können die Polizisten in Nordthüringen mit 68,8 Prozent auf die höchste Aufklärungsquote verweisen.

Wo liegen die Ursachen? Auch im vergangenen Jahr konnte eine Vielzahl von Straftaten nur durch die aktive Mitarbeit der Bürger aufgeklärt werden. Dafür sprach Lierhammer allen Nordthüringern, die sich als Zeugen zur Verfügung gestellt haben, seinen Dank aus. Der Polizeidirektor: „Wer bei der Aufklärung einer Straftat mitwirkt oder wer sie anzeigt, der ist kein Denunziant, im Gegenteil, er übt seine bürgerschaftliche Pflicht aus.“

Die Polizei ist oft das letzte Glied einer langen Kette, von der viele andere versuchen gegen die Kriminalität vorzugehen. Weit vorher sind Elternhäuser, Schulen, Freizeiteinrichtungen oder Arbeitsstellen mit ersten Anzeichen von Verbrechen konfrontiert. Und genau dort wird die Nordthüringer Polizei auch künftig mit bewährten und neuen Projekten im Bereich der Prävention ansetzen.

Mit Prävention allein ist jedoch der Kriminalität nicht beizukommen, die Repression gehört ebenfalls dazu. In diesem Jahr wird also erneut der Schwerpunkt auf der Bekämpfung der Straßen- und Gewaltkriminalität sowie der Drogenkriminalität liegen.
Autor: nnz

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