Wallroth-Denkmal geklaut?
Freitag, 03. März 2006, 08:57 Uhr
Nordhausen (nnz). Nordhausens bedeutendster Botaniker in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts war Dr. Friedrich Wilhelm Wallroth (1792-1857). Ihm zu Ehren errichteten seine Freunde 1858, ein Jahr nach seinem Tode, auf der Höhe des Geiersberges im Gehege eine Gedenksäule. Jetzt wurde sie entfernt, denn …
Wallroth-Denkmal geklaut? (Foto: nnz)
…nach so vielen Jahren nagte an ihr der Zahn der Zeit und sie benötigt dringend eine Restaurierung. Das teilte jetzt Hans-Jürgen Grönke von der Unteren Denkmalschutzbehörde mit. Die zwei Meter hohe Säule aus gelben Sandstein, bekrönt mit einem Pinienzapfen, wurde im Auftrag des Rotary-Clubs Nordhausen vor einigen Tagen durch den Steinmetz - Betrieb Fehling aus Herreden zum Zwecke der Sanierung abgebaut, sagt Grönke. Die Säule, die sich in einem sehr schlechten Zustand befand, würde nun von den Graffiti - Schmierereien gesäubert und anschließend imprägniert. Auch der abgebrochene Pinienzapfen werde wieder aufgesetzt, so Grönke.
Wallroth wurde am 13. März 1792 im Pfarrhaus zu Breitenstein im Harz geboren und besuchte seit 1805 die Klosterschule in Roßleben/Unstrut. Schon hier zeigte er starkes botanisches Interesse. Während seines Medizinstudiums in Halle seit 1810 hörte er auch botanische Vorlesungen. In Göttingen promovierte er 1815 zum Doktor der Medizin und Chirurgie. 1816 ließ er sich als praktischer Arzt in Heringen nieder und wurde 1817 zum Amts- und Stadtphysikus ernannt. 1822 ging er als Kreisphysikus nach Nordhausen und nimmt hier 1825 seinen ständigen Wohnsitz. 1855 legte er sein Amt als Kreisphysikus nieder und starb am 22. März 1857.
Die Stadt Nordhausen gab einer Straße seinen Namen und brachte an seinem Wohnhaus, Barfüßerstraße 37, eine Gedenktafel an.
Autor: nnz
Wallroth-Denkmal geklaut? (Foto: nnz)
…nach so vielen Jahren nagte an ihr der Zahn der Zeit und sie benötigt dringend eine Restaurierung. Das teilte jetzt Hans-Jürgen Grönke von der Unteren Denkmalschutzbehörde mit. Die zwei Meter hohe Säule aus gelben Sandstein, bekrönt mit einem Pinienzapfen, wurde im Auftrag des Rotary-Clubs Nordhausen vor einigen Tagen durch den Steinmetz - Betrieb Fehling aus Herreden zum Zwecke der Sanierung abgebaut, sagt Grönke. Die Säule, die sich in einem sehr schlechten Zustand befand, würde nun von den Graffiti - Schmierereien gesäubert und anschließend imprägniert. Auch der abgebrochene Pinienzapfen werde wieder aufgesetzt, so Grönke.Wallroth wurde am 13. März 1792 im Pfarrhaus zu Breitenstein im Harz geboren und besuchte seit 1805 die Klosterschule in Roßleben/Unstrut. Schon hier zeigte er starkes botanisches Interesse. Während seines Medizinstudiums in Halle seit 1810 hörte er auch botanische Vorlesungen. In Göttingen promovierte er 1815 zum Doktor der Medizin und Chirurgie. 1816 ließ er sich als praktischer Arzt in Heringen nieder und wurde 1817 zum Amts- und Stadtphysikus ernannt. 1822 ging er als Kreisphysikus nach Nordhausen und nimmt hier 1825 seinen ständigen Wohnsitz. 1855 legte er sein Amt als Kreisphysikus nieder und starb am 22. März 1857.
Die Stadt Nordhausen gab einer Straße seinen Namen und brachte an seinem Wohnhaus, Barfüßerstraße 37, eine Gedenktafel an.
