nnz-jukebox: Fünf Polarsterne leuchten
Freitag, 24. Februar 2006, 12:35 Uhr
Nordhausen (nnz). Keine astronomischen, sondern eher musikalische Probleme beschäftigen die fünf Finnen, die sich Polarstern nennen. Obwohl - genau betrachtet haben sie eigentlich keine Probleme mit der Musik, sondern deutlich hörbar viel Spaß.
Pohjannaula
Tätä kaikki kaipaa
(Humppa Records)
Auch wenn die Titel auf dem Cover so aussehen, als wäre der Cursor beim Schreiben manchmal hängen geblieben, die Musik von Pohjannaula ist einfacher zu verstehen. Das finnische Quintett um den charismatischen Frontmann Samuli Mäkisalo legte mit Tätä kaikki kaipaa bereits das vierte Album vor. Dank des rührigen Labels Humppa Records erreicht es im März auch Deutschland.
Pohjannaulas Folk ist sehr rockig. Oder sollte ich besser sagen, ihre Rockmusik ist sehr folkig. Vielleicht haben wir hier die typischen Vertreter einer vieldiskutierten neuen Folkmusik, die sich verstärkt rockiger und elektronischer Elemente bedient. Und vielleicht ist diese Entwicklung auch durch das Dilemma bedingt, in der die heutige Rockmusik steckt. Aber das ist ein anderes Thema.
Auf dem vorliegenden Album verknüpfen die Polarsterne ihren handfesten finnischen Folk gekonnt mit südlichen Rhythmen á la Mano Negra. Aber solche musikalischen Ausflüge wundern uns bei einer finnischen Band natürlich nicht. Es wäre auch nicht verwunderlich, wenn die in Finnland schon als heißer Liveact berühmte Gruppe mit ihrer frischen und unkomplizierten Art bald auch die Tanzsäle anderer Länder erobern würde.
Pohjannaula ist für den finnischen Folk so wichtig, wie es die Dubliners für den Irish Folk waren. Obwohl Pohjannaula eher wie die Pogues klingen.
Olaf Schulze
Autor: oschPohjannaula
Tätä kaikki kaipaa
(Humppa Records)
Auch wenn die Titel auf dem Cover so aussehen, als wäre der Cursor beim Schreiben manchmal hängen geblieben, die Musik von Pohjannaula ist einfacher zu verstehen. Das finnische Quintett um den charismatischen Frontmann Samuli Mäkisalo legte mit Tätä kaikki kaipaa bereits das vierte Album vor. Dank des rührigen Labels Humppa Records erreicht es im März auch Deutschland.
Pohjannaulas Folk ist sehr rockig. Oder sollte ich besser sagen, ihre Rockmusik ist sehr folkig. Vielleicht haben wir hier die typischen Vertreter einer vieldiskutierten neuen Folkmusik, die sich verstärkt rockiger und elektronischer Elemente bedient. Und vielleicht ist diese Entwicklung auch durch das Dilemma bedingt, in der die heutige Rockmusik steckt. Aber das ist ein anderes Thema.
Auf dem vorliegenden Album verknüpfen die Polarsterne ihren handfesten finnischen Folk gekonnt mit südlichen Rhythmen á la Mano Negra. Aber solche musikalischen Ausflüge wundern uns bei einer finnischen Band natürlich nicht. Es wäre auch nicht verwunderlich, wenn die in Finnland schon als heißer Liveact berühmte Gruppe mit ihrer frischen und unkomplizierten Art bald auch die Tanzsäle anderer Länder erobern würde.
Pohjannaula ist für den finnischen Folk so wichtig, wie es die Dubliners für den Irish Folk waren. Obwohl Pohjannaula eher wie die Pogues klingen.
Olaf Schulze
