nnz-Turin-Tagebuch (2)
Freitag, 24. Februar 2006, 11:58 Uhr
Nordhausen/Turin (nnz). Seit fast einer Woche ist Alexandra Gärtner in Turin, im Thüringen-Haus im Einsatz. Die 26jährige aus Cottbus studiert an der Fachhochschule und arbeitet parallel als Assistentin der Geschäftsführung der Neue Mitte GmbH. Für die nnz schreibt die junge Frau ihre olympischen Eindrücke in einem Turin-Tagebuch auf.
Mittoch: Touristen haben es nicht leicht
Für den heutigen Tag stand erst einmal Sightseeing auf dem Programm. Ich machte mich gegen 10 Uhr auf dem Weg zur Bushaltestelle. Nachdem auch der 2. Bus an mir vorbei fuhr, machte ich mir langsam Gedanken, was ich wohl falsch mache. Gott sei Dank sagte mir ein netter Italiener, dass ich es mal mit Winken bzw. Daumen hoch versuchen sollte. Und siehe da, der nächste Bus hielt auch an und brachte mich in die Innenstadt.
So wirr wie auf den Autobahnen rund um Turin, ging es auch in der Stadt her. Hier und da mal einen Informationsstand, aber nach einer Stadtführung schaute ich vergebens. So schob ich mich mit all den anderen ziellosen Touristen durch die Turiner Innenstadt. Vorbei am Mole Antonilliana – dem Wahrzeichen Turins, verschiedenen Kirchen und Kathedralen, sowie unzähligen Cafés.
Auf einem der Plätze erblickte ich ein riesiges Zelt mit der Aufschrift Olympic Store. Nichts wie rein da dachte ich. Aber mich erwartete mal wieder eine lange Schlange. Als ich dann endlich drinnen war, wurde ich reichlich enttäuscht, denn da gab es nicht mehr viel zu kaufen. Von Olympischen Postkarten ganz zu schweigen. Etwas niedergeschlagen und fußmüde bestritt ich gegen Abend den Heimweg.
Im Casa Thüringen angekommen bildete sich schon wieder eine lange Schlange von Besuchern, die das Casa besuchen wollte. Es wurde tatsächlich der 25.000 Besucher willkommen geheißen. Der pure Wahnsinn. Um nur mal ein paar Fakten zu nenne, bisher wurden vier Tonnen an Fleisch und Wurst verkauft, davon ungefähr 17.000 Bratwürste.
nnz-Turin-Tagebuch (2) (Foto: nnz)
Neben allerhand Italienern finden auch immer mehr Sportler den Weg zu uns ins Haus. So waren die deutsche Damen- und Herren-Eishockeymannschaft zu Gast, viele Eisschnellläufer, sowie die Goldmedaillengewinnerinnen im Zweierbob Sandra Kiriasis und Anja Schneiderheinze (siehe Bild).
Donnerstag: Frust statt Lust
Nach einer weiteren langen Nacht im Casa Thüringen, hieß es für mich zeitig aufstehen, denn ich wollte eine der kostenlosen Karten für die Medals Plazza ergattern. Nach der Siegerehrung, die im Fernsehen ausgestrahlt wird, treten danach immer namhafte Künstler wie Duran Duran, Anastasia oder auch Ricky Martin auf. Die Eintrittskarten sind zwar kostenlos, aber sind schwer erhältlich. Um 10 Uhr sollte man sich bei der Medals Plazza einfinden, um eine Nummer zu ziehen. Um 14 Uhr kann man die Karten dann abholen, um dann um 19 Uhr die Siegerehrung mit anschließendem Konzert zu sehen.
Soweit kam ich erst gar nicht. Als ich kurz vor halb 10 an der Medals Plazza ankam, erwartete mich schon eine 500 m lange Schlange. Nach 90 Minuten Anstehen vernahm ich einem Zettel (natürlich auf italienisch) an der Kasse, dass die Karten wieder einmal ausverkauft waren. Etwas frustriert, widmete ich mich ausgiebig den langen Einkaufsstraßen Turins. In Anbetracht der sehr günstigen Preise, konnte ich meine Reisekasse vor dem Schlimmsten bewahren und meine Laune doch deutlich bessern.
Autor: nnzMittoch: Touristen haben es nicht leicht
Für den heutigen Tag stand erst einmal Sightseeing auf dem Programm. Ich machte mich gegen 10 Uhr auf dem Weg zur Bushaltestelle. Nachdem auch der 2. Bus an mir vorbei fuhr, machte ich mir langsam Gedanken, was ich wohl falsch mache. Gott sei Dank sagte mir ein netter Italiener, dass ich es mal mit Winken bzw. Daumen hoch versuchen sollte. Und siehe da, der nächste Bus hielt auch an und brachte mich in die Innenstadt.
So wirr wie auf den Autobahnen rund um Turin, ging es auch in der Stadt her. Hier und da mal einen Informationsstand, aber nach einer Stadtführung schaute ich vergebens. So schob ich mich mit all den anderen ziellosen Touristen durch die Turiner Innenstadt. Vorbei am Mole Antonilliana – dem Wahrzeichen Turins, verschiedenen Kirchen und Kathedralen, sowie unzähligen Cafés.
Auf einem der Plätze erblickte ich ein riesiges Zelt mit der Aufschrift Olympic Store. Nichts wie rein da dachte ich. Aber mich erwartete mal wieder eine lange Schlange. Als ich dann endlich drinnen war, wurde ich reichlich enttäuscht, denn da gab es nicht mehr viel zu kaufen. Von Olympischen Postkarten ganz zu schweigen. Etwas niedergeschlagen und fußmüde bestritt ich gegen Abend den Heimweg.
Im Casa Thüringen angekommen bildete sich schon wieder eine lange Schlange von Besuchern, die das Casa besuchen wollte. Es wurde tatsächlich der 25.000 Besucher willkommen geheißen. Der pure Wahnsinn. Um nur mal ein paar Fakten zu nenne, bisher wurden vier Tonnen an Fleisch und Wurst verkauft, davon ungefähr 17.000 Bratwürste.
nnz-Turin-Tagebuch (2) (Foto: nnz)
Neben allerhand Italienern finden auch immer mehr Sportler den Weg zu uns ins Haus. So waren die deutsche Damen- und Herren-Eishockeymannschaft zu Gast, viele Eisschnellläufer, sowie die Goldmedaillengewinnerinnen im Zweierbob Sandra Kiriasis und Anja Schneiderheinze (siehe Bild).
Donnerstag: Frust statt Lust
Nach einer weiteren langen Nacht im Casa Thüringen, hieß es für mich zeitig aufstehen, denn ich wollte eine der kostenlosen Karten für die Medals Plazza ergattern. Nach der Siegerehrung, die im Fernsehen ausgestrahlt wird, treten danach immer namhafte Künstler wie Duran Duran, Anastasia oder auch Ricky Martin auf. Die Eintrittskarten sind zwar kostenlos, aber sind schwer erhältlich. Um 10 Uhr sollte man sich bei der Medals Plazza einfinden, um eine Nummer zu ziehen. Um 14 Uhr kann man die Karten dann abholen, um dann um 19 Uhr die Siegerehrung mit anschließendem Konzert zu sehen.
Soweit kam ich erst gar nicht. Als ich kurz vor halb 10 an der Medals Plazza ankam, erwartete mich schon eine 500 m lange Schlange. Nach 90 Minuten Anstehen vernahm ich einem Zettel (natürlich auf italienisch) an der Kasse, dass die Karten wieder einmal ausverkauft waren. Etwas frustriert, widmete ich mich ausgiebig den langen Einkaufsstraßen Turins. In Anbetracht der sehr günstigen Preise, konnte ich meine Reisekasse vor dem Schlimmsten bewahren und meine Laune doch deutlich bessern.
