NS-Zwangsarbeit und Justiz
Dienstag, 21. Februar 2006, 16:57 Uhr
Nordhausen (nnz). Anfang März wird in Nordhausen eine Tagung zu dem Thema NS-Zwangsarbeit und Justiz stattfinden, die in Zusammenarbeit von der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora und dem Forum Justizgeschichte veranstaltet werden wird. Weitere Einzelheiten mit einem einzigen Klick.
75 Juristen und Historiker aus dem In- und Ausland werden an der Konferenz teilnehmen. Dabei wird es in drei Tagungssektionen um die Rolle der NS-Justiz in dem Komplex der Zwangsarbeit, die Entschädigungspraxis für NS-Zwangsarbeiter und die justizielle Ahndung von NS-Verbrechen nach 1945 gehen.
Tagungsort ist die KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora. Das KZ-Mittelbau-Dora, das erst im Spätsommer 1943 gegründet wurde, steht exemplarisch für die Zwangsarbeit von KZ-Häftlingen für die Rüstungsindustrie. Die Häftlinge des Konzentrationslagers mussten überwiegend in Bauprojekten zur Untertageverlagerung der deutschen Rüstungsindustrie Zwangsarbeit leisten. Insgesamt wurden über 60.000 Menschen in das KZ Mittelbau-Dora deportiert, von denen mindestens 20.000 das Kriegsende nicht erlebt haben.
Am Freitag, dem 3. März um 18 Uhr wird die Tagung in der Fachhochschule Nordhausen mit einem öffentlichen Vortrag von Professor Dr. Ulrich Herbert zum Thema Zwangsarbeit im Nationalsozialismus eröffnet werden. Herbert ist Inhaber des Lehrstuhls für Neuere und Neueste Geschichte an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Von 1992 bis 1995 war Herbert Direktor der Forschungsstelle für die Geschichte des Nationalsozialismus (Hamburg). Ulrich Herbert erhielt 1999 den Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft und ist seit 2001 Mitglied des Wissenschaftsrats. Herbert ist Verfasser des Standardwerkes "Fremdarbeiter. Politik und Praxis des 'Ausländer-Einsatzes' in der Kriegswirtschaft des Dritten Reiches.
Autor: nnz75 Juristen und Historiker aus dem In- und Ausland werden an der Konferenz teilnehmen. Dabei wird es in drei Tagungssektionen um die Rolle der NS-Justiz in dem Komplex der Zwangsarbeit, die Entschädigungspraxis für NS-Zwangsarbeiter und die justizielle Ahndung von NS-Verbrechen nach 1945 gehen.
Tagungsort ist die KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora. Das KZ-Mittelbau-Dora, das erst im Spätsommer 1943 gegründet wurde, steht exemplarisch für die Zwangsarbeit von KZ-Häftlingen für die Rüstungsindustrie. Die Häftlinge des Konzentrationslagers mussten überwiegend in Bauprojekten zur Untertageverlagerung der deutschen Rüstungsindustrie Zwangsarbeit leisten. Insgesamt wurden über 60.000 Menschen in das KZ Mittelbau-Dora deportiert, von denen mindestens 20.000 das Kriegsende nicht erlebt haben.
Am Freitag, dem 3. März um 18 Uhr wird die Tagung in der Fachhochschule Nordhausen mit einem öffentlichen Vortrag von Professor Dr. Ulrich Herbert zum Thema Zwangsarbeit im Nationalsozialismus eröffnet werden. Herbert ist Inhaber des Lehrstuhls für Neuere und Neueste Geschichte an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Von 1992 bis 1995 war Herbert Direktor der Forschungsstelle für die Geschichte des Nationalsozialismus (Hamburg). Ulrich Herbert erhielt 1999 den Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft und ist seit 2001 Mitglied des Wissenschaftsrats. Herbert ist Verfasser des Standardwerkes "Fremdarbeiter. Politik und Praxis des 'Ausländer-Einsatzes' in der Kriegswirtschaft des Dritten Reiches.
