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Nicht überall mehr Gäste

Montag, 20. Februar 2006, 12:34 Uhr
Nordhausen (nnz). Das Thüringer Beherbergungsgewerbe meldete im Jahr 2005 mehr Gäste und Übernachtungen. Der Anstieg war deutlich höher als im bundesdeutschen Durchschnitt. Von den fünf Thüringer Reisegebieten verbuchte das Thüringer Kernland das beste Ergebnis. Wo Nordthüringen „rauskam“, das hat die nnz erfahren.


Im Jahr 2005 wurden in den Thüringer Beherbergungsbetrieben 3,1 Millionen Gäste begrüßt, die fast 8,9 Millionen Übernachtungen buchten. Das waren nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 3,7 Prozent mehr Gäste und 3,8 Prozent mehr Übernachtungen als im Jahr 2004. Damit verzeichneten die Thüringer Beherbergungsbetriebe das erste Mal seit dem Jahr 2000 mehr Gäste- und Übernachtungen.

Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer blieb im Jahr 2005 mit 2,8 Tagen genauso hoch wie im Vorjahr. Thüringen liegt damit deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt. Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes stiegen die Übernachtungszahlen in Deutschland im Jahr 2005 im Vergleich zum Vorjahr um 2 Prozent auf 344,1 Millionen.

Von den fünf Thüringer Reisegebieten verbuchte im Jahr 2005 das Thüringer Kernland die höchsten Zuwachsraten. Es kamen 8,3 Prozent mehr Gäste, die 15,5 Prozent mehr Übernachtungen buchten. Ebenfalls ansteigende Gäste- und Übernachtungszahlen meldeten das Saaleland und Ostthüringen. Hier wurden 7,9 bzw. 1,0 Prozent mehr Gäste und 6,6 bzw. 0,4 Prozent mehr Übernachtungen gezählt.

Mehr Gäste, aber weniger Übernachtungen verbuchte der Thüringer Wald. Einem Anstieg der Gästezahlen um 0,3 Prozent stand ein Rückgang bei den Übernachtungen um ebenfalls 0,3 Prozent gegenüber. Umgekehrt die Situation in Nordthüringen. Dort wurden 1,0 Prozent weniger Gäste, aber 0,8 Prozent mehr Übernachtungen gemeldet.

Aus dem Ausland kamen im Jahr 2005 mehr als 200.000 Besucher. Das waren 6,5 Prozent aller Gäste. Von den fast 95 Tausend ausländischen Gästen im Saaleland stiegen rund 70 Prozent in Weimar und Jena ab.

Auch die einzelnen Betriebsarten des Thüringer Beherbergungsgewerbes verzeichneten zumeist Zugewinne:
In der Hotellerie - dazu gehören Hotels, Hotels garnis, Gasthöfe und Pensionen - gab es 2,1 Prozent mehr Gäste und 2,3 Prozent mehr Übernachtungen. Die so genannte Parahotellerie, das heißt die Erholungs-, Ferien-, Schulungsheime, Ferienhäuser und -wohnungen, Jugendherbergen und Hütten, verzeichnete 7,5 Prozent mehr Gäste, und 4,0 Prozent mehr Übernachtungen. Die Campingplätze meldeten den deutlichsten Zuwachs. Das Plus betrug 22,9 Prozent bei den Gästen und 38,7 Prozent bei den Übernachtungen.

Dagegen mussten sich die Vorsorge- und Reha-Kliniken mit einem Plus von 0,1 Prozent bei den Gästen begnügen. Die Anzahl der Übernachtungen blieb unverändert (0,0 Prozent).

Im Dezember 2005 kamen 204.000 Gäste nach Thüringen, die 562.000 Übernachtungen buchten. Das waren 2,8 Prozent mehr Gäste und 0,8 Prozent mehr Übernachtungen als im Dezember 2004. Die durchschnittliche Verweildauer blieb mit 2,8 Tagen unverändert.
Autor: nnz

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