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Wölfe kämpfen Drachen

Sonntag, 19. Februar 2006, 07:42 Uhr
Nordhausen (nnz). Einen Kampf auf Biegen und Brechen lieferten sich im Meisterrundenspiel der Eishockey-Regionalliga Nord Ost der Braunlager SC Harz und der ESC Erfurt. Wie dieser Kampf am Ende ausging, das erfahren Sie in einem Bericht von Robert Koch.


Wölfe kämpfen Drachen (Foto: nnz) Wölfe kämpfen Drachen (Foto: nnz) Nach 60 spannenden Minuten hatten die Harzer Wölfe vor rund 850 begeisterten Zuschauern mit 4:3 (1:1, 2:0, 1:2) die Nase vorne und konnten damit drei wertvolle Punkte im Kampf um die Play-Off-Teilnahme verbuchen. Die Wölfe kamen mit viel Schwung aus der Kabine, mussten aber doch das 0:1 schlucken. Beim ersten Erfurter Angriff setzte Andreas Nickel den Puck in den Winkel (3.). Der BSC zeigte sich aber wenig geschockt, und in Unterzahl gelang der verdiente Ausgleich. Roman Vanek hatte den Puck mit einem Schuss gegen die Bande aus dem eigenen Drittel befördert, Alexander Deibert eilte hinterher, spielte auch ESC-Torwart Manuel Groß aus und schob zum 1:1 ein (8.). Danach verhinderte Groß mehrfach eine Braunlager Führung, etwa, als er gegen Vanek parierte.

Zu Beginn des Mittelabschnitts parierte Nicolas Waldner zunächst stark gegen Marek Pospisil. Im direkten Gegenzug ging der BSC erstmals in Führung, nach einem schnellen Spielzug vollendete Jozef Potac (22.). In der 31. Minute erhöhte Dusan Halloun nach einem Abpraller auf 3:1, der verdiente Lohn für ein überlegen geführtes Drittel.

Doch die Black Dragons waren noch lange nicht geschlagen. Keine zwei Minuten waren im Schlussdrittel gespielt, da hatte Rumid Masche bereits verkürzt. Die Wölfe schlugen jedoch umgehend zurück. Potac fuhr einen Angriff über die rechte Seite, in seinen scharfen Querpass sprang der unermüdlich kämpfende Stefan Bilstein per Hechtsprung und brachte den Puck zum 4:2 am verdutzten Groß vorbei im Tor unter (44.). Die Entscheidung hatte schließlich Sebastian Hofmann auf der Kelle, er wurde in doppelter Überzahl glänzend freigespielt, verpasste aber um Zentimeter (48.). So wurde es nochmals spannend. Bereits drei Minuten vor dem Ende nahm Erfurt den Torwart vom Eis, um nach einer Strafe gegen den BSC in doppelter Überzahl zu spielen. Das Risiko wurde durch den Anschlusstreffer von Pospisil belohnt, zu mehr reichte es aber nicht mehr. Letztlich konnten sich die Wölfe für den Sieg von ihrem Anhang feiern lassen.

„Ein verdienter Erfolg für Braunlage“, befand nach dem Spiel Erfurts Trainer Thomas Belitz, während BSC-Coach Jan Furo erst mal tief durchatmete: „Erfurt hat zum Schluss unheimlich viel Druck gemacht, die drei Punkte waren sehr wichtig.“
Tore: 0:1 Nickel (Reichert, Müller) 2:23, 1:1 Deibert (Vanek, Waldner) 4-5 7:34, 2:1 Potac (Vanek, Bilstein) 21:13, 3:1 Halloun (Hofmann) 30:45, 3:2 Masche (Noob, Marak) 41:54, 4:2 Bilstein (Potac, Halloun) 43:01, 4:3 Pospisil (Stoyan, Müller) 6-4 57:37
Strafen: Braunlage 10 – Erfurt 10
Zuschauer: 829
Autor: nnz

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