nnz-Forum: Eine neue Chronik
Donnerstag, 16. Februar 2006, 12:41 Uhr
Nordhausen/Görsbach (nnz). Jeder Ort, auch wenn er noch so klein ist, hat eine Chronik. Das ist auch in Görsbach so. In dem Aue-Dorf ist das zeitgeschichtliche Dokument jetzt fortgeschrieben worden. Wann es fertig ist, das hat Bürgermeister Junker der nnz verraten.
Der Gemeinderat hat sich in den letzten Jahren die Aufgabe gestellt, eine neue Ortschronik zu erarbeiten und für alle Interessenten zugänglich zu machen. Unsere Gemeinde ist eine der ältesten in der Goldenen Aue. Blicken wir doch inzwischen auf eine fast 1235- jährige Geschichte nach der ersten urkundlichen Erwähnung zurück. Die hier ortsansässigen Pfarrer haben in den zurückliegenden Jahrhunderten sehr anschaulich die kommunalen und kirchlichen Ereignisse (meistens in deutscher Schrift) von Hand niedergeschrieben. Gleich nach der Wende hat der Gemeindekirchenrat gemeinsam mit der Kommune, unter Leitung von Dr. R. Schuhmann, die Kirchenchronik überarbeitet und in Buchform herausgegeben. Die Texte dieses Werkes konnten in der neuen Chronik nicht komplett übernommen werden, können aber im Gemeindeamt und in der Kirche eingesehen und gelesen werden. Wichtige Passagen und einen Gesamtüberblick haben wir aber eingearbeitet.
Jeweils zur 1200- zur 1225- und zur 1230- Jahrfeier wurden Festschriften erarbeitet und in einer hohen Stückzahl verkauft. Unser Anliegen war es nun, ein neues Buch zu erarbeiten, welches die geschichtsträchtigen Manuskripte der Festschriften übernimmt und erweitert.
Viele Beiträge wurden erstmals niedergeschrieben und sollen dazu beitragen, dass diese Chronik eine möglichst hohe Aussagekraft erhält. Wir erläutern die Entstehung der Goldenen Aue, erklären die Entstehung der Gemeinde Görsbach und zeigen auch die Wüstungen in unserem Bereich auf.
Flämische Siedler in der Goldenen Aue haben maßgeblich an der Entwicklung teilgenommen und so wurde versucht, einen kleinen Abriss der gesamten Entwicklung aufzuzeigen Wichtige Bodenfunde zeugen von der langen Entwicklung unseres Gebietes und die Aussagen zu den Herrschaftsverhältnissen und Kriegszeiten bringen bereits Vergessenes wieder in Erinnerung. Es wird berichtet von den Schlachten zwischen Görsbach und den Nachbargemeinden. So gab es dabei Verletzte und sogar Tote, wenn es um die Verteidigung der Flur ging. Das Vermessungs- und Katasterwesen kam erst viel später.
Besonders stolz ist unsere Gemeinde, dass Bürger wie H.- Fr. Lindemann, Fritz Kirchner, Albrecht John und Dr. R. Schuhmann in vielen Jahren in enorme Fleißarbeit die vergangene Geschichte nicht nur akribisch aufgearbeitet, sondern auch exakt niedergeschrieben und katalogisiert haben. Viele Berichte und Manuskripte werden erstmals veröffentlicht.
So haben wir inzwischen auch Themen, wie zum Beispiel den Feuerlöschkanal angefasst, die bisher nicht niedergeschrieben wurden, denn die jüngere Generation kennt dieses alles nicht mehr.
Solche Aussagen wie zum Beispiel die Niederschrift plattdeutscher Ausdrücke sollen zum Nachdenken anregen. In dieser doch so schnelllebigen Zeit kennen die Jüngeren nach uns solche Gegenstände wie Wokholz, Schwengel, Zockesiemen oder Schoßkelle schon längst nicht mehr. Über sechzig Betriebe und Geschäfte, die es in Görsbach vor dem Krieg gab, haben wir aufgelistet, um sie bei unseren Bürgern in Erinnerung zu rufen.
Es wird in der neuen Chronik über die Molkerei und Käserei, die Zuckerfabrik und die Aumühle berichtet sowie diese Aussagen bebildert, denn wer weiß denn noch, dass vom ehemaligen Güterbahnhof, über welchen wir ausgiebig schreiben, zwei Bahngleise zur Fabrik führten. Erinnert haben wir an alte Bräuche und auch daran, dass in Görsbach wöchentlich Kinoveranstaltungen stattfanden. Auch solche schon vergessenen Dinge wie Kriegerverein und das Schützenwesen in alter Zeit, wurden aufgearbeitet.
Alte Fotografien und Dokumente, wie auch eine Originalzeichnung vom alten Schießstand auf dem Schützenplatz bereichern dieses Buch. Natürlich berichten wir auch über die Neuzeit und die doch großen Erfolge und Errungenschaften in unserem Dorf, auf die wir alle stolz sein können. So hat sich doch in den letzten 25 Jahren viel getan in unserer Kommune und nach der Wende wurden Aufgaben gelöst, welche vorher nicht denkbar waren. Einen breiten Raum nehmen die Beiträge unsere Vereine ein, denn diese leisten ehrenamtlich Großes für Hunderte von Mitgliedern und so auch für den gesamten Ort. Man kann sich ein Leben ohne diese Aktivitäten schon nicht mehr vorstellen.
Was ist schon eine Chronik ohne Sagen und Schnurren, die natürlich auch präsentiert werden. Die Verfasser wissen natürlich auch, dass nicht alle Themen aufgearbeitet werden konnten. Manche sind aus Platzgründen auch nur gestreift worden. Sofern wir mit unserer Chronik nicht nur zur Wissensauffrischung, sondern auch zum Nachdenken und zum Schmunzeln beigetragen haben, dann sind wir zufrieden und die Arbeit hat sich gelohnt. Wenn Kinder und Jugendliche zu Oma und Opa gehen und sich Aussagen die sie nicht verstanden haben erklären lassen, dann hat unsere Chronik eine ihrer Aufgaben erfüllt. Die Chronik wird jetzt gedruckt. Sofern unsere Zielstellung wahr wird, kommt die neue Chronik vor Ostern zu einem moderaten Preis in den Handel.
Siegfried Junker, Bürgermeister von Görsbach
Der Gemeinderat hat sich in den letzten Jahren die Aufgabe gestellt, eine neue Ortschronik zu erarbeiten und für alle Interessenten zugänglich zu machen. Unsere Gemeinde ist eine der ältesten in der Goldenen Aue. Blicken wir doch inzwischen auf eine fast 1235- jährige Geschichte nach der ersten urkundlichen Erwähnung zurück. Die hier ortsansässigen Pfarrer haben in den zurückliegenden Jahrhunderten sehr anschaulich die kommunalen und kirchlichen Ereignisse (meistens in deutscher Schrift) von Hand niedergeschrieben. Gleich nach der Wende hat der Gemeindekirchenrat gemeinsam mit der Kommune, unter Leitung von Dr. R. Schuhmann, die Kirchenchronik überarbeitet und in Buchform herausgegeben. Die Texte dieses Werkes konnten in der neuen Chronik nicht komplett übernommen werden, können aber im Gemeindeamt und in der Kirche eingesehen und gelesen werden. Wichtige Passagen und einen Gesamtüberblick haben wir aber eingearbeitet.
Jeweils zur 1200- zur 1225- und zur 1230- Jahrfeier wurden Festschriften erarbeitet und in einer hohen Stückzahl verkauft. Unser Anliegen war es nun, ein neues Buch zu erarbeiten, welches die geschichtsträchtigen Manuskripte der Festschriften übernimmt und erweitert.
Viele Beiträge wurden erstmals niedergeschrieben und sollen dazu beitragen, dass diese Chronik eine möglichst hohe Aussagekraft erhält. Wir erläutern die Entstehung der Goldenen Aue, erklären die Entstehung der Gemeinde Görsbach und zeigen auch die Wüstungen in unserem Bereich auf.
Flämische Siedler in der Goldenen Aue haben maßgeblich an der Entwicklung teilgenommen und so wurde versucht, einen kleinen Abriss der gesamten Entwicklung aufzuzeigen Wichtige Bodenfunde zeugen von der langen Entwicklung unseres Gebietes und die Aussagen zu den Herrschaftsverhältnissen und Kriegszeiten bringen bereits Vergessenes wieder in Erinnerung. Es wird berichtet von den Schlachten zwischen Görsbach und den Nachbargemeinden. So gab es dabei Verletzte und sogar Tote, wenn es um die Verteidigung der Flur ging. Das Vermessungs- und Katasterwesen kam erst viel später.
Besonders stolz ist unsere Gemeinde, dass Bürger wie H.- Fr. Lindemann, Fritz Kirchner, Albrecht John und Dr. R. Schuhmann in vielen Jahren in enorme Fleißarbeit die vergangene Geschichte nicht nur akribisch aufgearbeitet, sondern auch exakt niedergeschrieben und katalogisiert haben. Viele Berichte und Manuskripte werden erstmals veröffentlicht.
So haben wir inzwischen auch Themen, wie zum Beispiel den Feuerlöschkanal angefasst, die bisher nicht niedergeschrieben wurden, denn die jüngere Generation kennt dieses alles nicht mehr.
Solche Aussagen wie zum Beispiel die Niederschrift plattdeutscher Ausdrücke sollen zum Nachdenken anregen. In dieser doch so schnelllebigen Zeit kennen die Jüngeren nach uns solche Gegenstände wie Wokholz, Schwengel, Zockesiemen oder Schoßkelle schon längst nicht mehr. Über sechzig Betriebe und Geschäfte, die es in Görsbach vor dem Krieg gab, haben wir aufgelistet, um sie bei unseren Bürgern in Erinnerung zu rufen.
Es wird in der neuen Chronik über die Molkerei und Käserei, die Zuckerfabrik und die Aumühle berichtet sowie diese Aussagen bebildert, denn wer weiß denn noch, dass vom ehemaligen Güterbahnhof, über welchen wir ausgiebig schreiben, zwei Bahngleise zur Fabrik führten. Erinnert haben wir an alte Bräuche und auch daran, dass in Görsbach wöchentlich Kinoveranstaltungen stattfanden. Auch solche schon vergessenen Dinge wie Kriegerverein und das Schützenwesen in alter Zeit, wurden aufgearbeitet.
Alte Fotografien und Dokumente, wie auch eine Originalzeichnung vom alten Schießstand auf dem Schützenplatz bereichern dieses Buch. Natürlich berichten wir auch über die Neuzeit und die doch großen Erfolge und Errungenschaften in unserem Dorf, auf die wir alle stolz sein können. So hat sich doch in den letzten 25 Jahren viel getan in unserer Kommune und nach der Wende wurden Aufgaben gelöst, welche vorher nicht denkbar waren. Einen breiten Raum nehmen die Beiträge unsere Vereine ein, denn diese leisten ehrenamtlich Großes für Hunderte von Mitgliedern und so auch für den gesamten Ort. Man kann sich ein Leben ohne diese Aktivitäten schon nicht mehr vorstellen.
Was ist schon eine Chronik ohne Sagen und Schnurren, die natürlich auch präsentiert werden. Die Verfasser wissen natürlich auch, dass nicht alle Themen aufgearbeitet werden konnten. Manche sind aus Platzgründen auch nur gestreift worden. Sofern wir mit unserer Chronik nicht nur zur Wissensauffrischung, sondern auch zum Nachdenken und zum Schmunzeln beigetragen haben, dann sind wir zufrieden und die Arbeit hat sich gelohnt. Wenn Kinder und Jugendliche zu Oma und Opa gehen und sich Aussagen die sie nicht verstanden haben erklären lassen, dann hat unsere Chronik eine ihrer Aufgaben erfüllt. Die Chronik wird jetzt gedruckt. Sofern unsere Zielstellung wahr wird, kommt die neue Chronik vor Ostern zu einem moderaten Preis in den Handel.
Siegfried Junker, Bürgermeister von Görsbach
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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