Hoffen auf weiteres Wunder
Dienstag, 14. Februar 2006, 12:14 Uhr
Nordhausen (nnz). Eigentlich sollten sich die Mitglieder des Nordhäuser Kreistages in diesen Tagen über 10 Millionen Euro unterhalten, die ihnen im Verwaltungshaushalt der Verwaltung fehlen. Jetzt können sie sich erst einmal etwas beruhigter zurücklehnen. Es gab ein Wunder...
Für Wunder sind im Freistaat Thüringen eigentlich nur die katholische Kirche und die christdemokratische Landesregierung zuständig. Letztere schickte ein solches Wunder nach Nordhausen. 2,5 Millionen mehr an Zuweisung für dieses Jahr stand auf der Wundertüte und entlastet die Kreisverwaltung bei Umgang mit dem Millionen-Defizit. Erleichtert waren wohl gestern auch die Mitglieder des Finanzausschusses, als sie die Kunde vernahmen.
Doch die Arbeit geht weiter, auf weitere Wunder aus Erfurt zu hoffen ist aussichtslos. Also müssen die Löcher weiter gestopft werden. Auch bei den Personalkosten innerhalb der Kreisverwaltung. Da soll gestern ein Stellenplan vorgestellt worden sein, der aber soll nicht mit den beiden Beigeordneten abgestimmt sein (siehe hierzu auch im nnz-Archiv). Wie Ausschussvorsitzende Birgit Scholz (CDU) der nnz sagte, sehe sie dadurch keine Veranlassung sich mit dem Papier zu beschäftigen. Man solle erst einmal Ordnung in die Führungsspitze bringen.
Wenn die Landeszuweisungen nun schon mal um 2.5 Millionen Euro höher ausfallen als gedacht, dann ist da schon das nächste Loch in Sicht. Es sollen 2,5 Millionen Euro sein, die im Entwurf des Vermögenshaushaltes nicht untersetzt sind, obwohl sie als Einnahmen verbucht werden sollen. Der Fachbereich innerer Service hatte den Ausschussmitgliedern gestern eine Aufstellung über kreiseigene Immobilien vorgelegt. Nach einer ersten Sichtung habe Birgit Scholz da keine zweieinhalb Millionen Euro Erlöse gesehen. Und so gehen denn auch die Hausaufgaben für die Verwaltung weiter.
In den kommenden Sitzungen werde man sich mit dem sozialen Bereich beschäftigen. Das wird dann der Knackpunkt der gesamten Diskussion. Im Ausschuss selbst rechnet man mit einem beschlussfähigen Haushalt für Ende Mai, Anfang Juni.
Autor: nnzFür Wunder sind im Freistaat Thüringen eigentlich nur die katholische Kirche und die christdemokratische Landesregierung zuständig. Letztere schickte ein solches Wunder nach Nordhausen. 2,5 Millionen mehr an Zuweisung für dieses Jahr stand auf der Wundertüte und entlastet die Kreisverwaltung bei Umgang mit dem Millionen-Defizit. Erleichtert waren wohl gestern auch die Mitglieder des Finanzausschusses, als sie die Kunde vernahmen.
Doch die Arbeit geht weiter, auf weitere Wunder aus Erfurt zu hoffen ist aussichtslos. Also müssen die Löcher weiter gestopft werden. Auch bei den Personalkosten innerhalb der Kreisverwaltung. Da soll gestern ein Stellenplan vorgestellt worden sein, der aber soll nicht mit den beiden Beigeordneten abgestimmt sein (siehe hierzu auch im nnz-Archiv). Wie Ausschussvorsitzende Birgit Scholz (CDU) der nnz sagte, sehe sie dadurch keine Veranlassung sich mit dem Papier zu beschäftigen. Man solle erst einmal Ordnung in die Führungsspitze bringen.
Wenn die Landeszuweisungen nun schon mal um 2.5 Millionen Euro höher ausfallen als gedacht, dann ist da schon das nächste Loch in Sicht. Es sollen 2,5 Millionen Euro sein, die im Entwurf des Vermögenshaushaltes nicht untersetzt sind, obwohl sie als Einnahmen verbucht werden sollen. Der Fachbereich innerer Service hatte den Ausschussmitgliedern gestern eine Aufstellung über kreiseigene Immobilien vorgelegt. Nach einer ersten Sichtung habe Birgit Scholz da keine zweieinhalb Millionen Euro Erlöse gesehen. Und so gehen denn auch die Hausaufgaben für die Verwaltung weiter.
In den kommenden Sitzungen werde man sich mit dem sozialen Bereich beschäftigen. Das wird dann der Knackpunkt der gesamten Diskussion. Im Ausschuss selbst rechnet man mit einem beschlussfähigen Haushalt für Ende Mai, Anfang Juni.
