Insolvenz beantragt
Montag, 06. Februar 2006, 17:29 Uhr
Nordhausen (nnz). In der Nordhäuser Wirtschaft kriselt es wieder. Lange war es ruhig um die Nobas geworden. Jetzt kommt der erste Schlag. Die nnz mit Einzelheiten.
Am Freitag hat die Nobas-Spezialstahlbau GmbH beim Amtsgericht in Mühlhausen den Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter ist der Erfurter Rechtsanwalt Rolf Rombach bestellt worden.
Insider erhoffen sich mit der Eröffnung dieses Verfahrens endlich Klarheit darüber, wer denn überhaupt das Sagen in diesem Unternehmen hat, das im Jahr 2003 wie Phönix aus der Asche entstand. Damals gab es bereits eine hausgemachte Krise bei der Nobas, der Absatz brach weg. Um zu retten, was zu retten war, wurde schnell eine so genannte Mantel GmbH gekauft, die wiederum mit Mitarbeitern der Nobas gefüllt wurde. Ohne öffentliche Förderung des damaligen Arbeitsamtes und anderen Stellen hätte es diese GmbH nicht geben können. Von der Insolvenz sind nach Informationen der nnz rund 60 Mitarbeiter betroffen, die aber erst einmal weiter arbeiten.
Jetzt, so heißt es, soll die Insolvenz des Unternehmens auch vielleicht als Drohkulisse gegen die Rest-Nobas genutzt werden. Man munkelt, hier könne eine Zahlungsunfähigkeit herbeigeführt werden, und so das Damoklesschwert benennen, das man schwingen lasse. In der Nobas haben Arbeitnehmer immer noch ihre Forderungen gegenüber der Geschäftsleitung (siehe ausführlich im nnz-Archiv) aus Arbeitsgerichtsverfahren. Und die müssen einfach weg – sind sich Geschäftsführung und Eigner der Nobas seit vielen Monaten einig.
Grund für den Bankrott sei nach Angaben von Geschäftsführer Aribert Kupsch ein monatelang schwelender Tarifstreit zwischen
Geschäftsführung und Belegschaft. Ein Großteil der Beschäftigten fordere die Zahlung von Tariflöhnen. Kupsch sagte, die Firma sei trotz guter Auftragslage mit den Lohnansprüchen überfordert und nicht konkurrenzfähig. Die
Mitarbeiter verdienen seinen Angaben zufolge zwischen 2400 und 3000 Euro brutto. Die Zahlung der Tariflöhne könnte sich die Firma jedoch
nicht leisten.
Über Hintergründe wollte sich Rombach vorerst nicht äußern, dazu sei es noch zu früh. Heute war der Insolvenzverwalter das erste Mal in Nordhausen und hatte sich einen Überblick vom Produktionsablauf verschafft.
Autor: nnzAm Freitag hat die Nobas-Spezialstahlbau GmbH beim Amtsgericht in Mühlhausen den Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter ist der Erfurter Rechtsanwalt Rolf Rombach bestellt worden.
Insider erhoffen sich mit der Eröffnung dieses Verfahrens endlich Klarheit darüber, wer denn überhaupt das Sagen in diesem Unternehmen hat, das im Jahr 2003 wie Phönix aus der Asche entstand. Damals gab es bereits eine hausgemachte Krise bei der Nobas, der Absatz brach weg. Um zu retten, was zu retten war, wurde schnell eine so genannte Mantel GmbH gekauft, die wiederum mit Mitarbeitern der Nobas gefüllt wurde. Ohne öffentliche Förderung des damaligen Arbeitsamtes und anderen Stellen hätte es diese GmbH nicht geben können. Von der Insolvenz sind nach Informationen der nnz rund 60 Mitarbeiter betroffen, die aber erst einmal weiter arbeiten.
Jetzt, so heißt es, soll die Insolvenz des Unternehmens auch vielleicht als Drohkulisse gegen die Rest-Nobas genutzt werden. Man munkelt, hier könne eine Zahlungsunfähigkeit herbeigeführt werden, und so das Damoklesschwert benennen, das man schwingen lasse. In der Nobas haben Arbeitnehmer immer noch ihre Forderungen gegenüber der Geschäftsleitung (siehe ausführlich im nnz-Archiv) aus Arbeitsgerichtsverfahren. Und die müssen einfach weg – sind sich Geschäftsführung und Eigner der Nobas seit vielen Monaten einig.
Grund für den Bankrott sei nach Angaben von Geschäftsführer Aribert Kupsch ein monatelang schwelender Tarifstreit zwischen
Geschäftsführung und Belegschaft. Ein Großteil der Beschäftigten fordere die Zahlung von Tariflöhnen. Kupsch sagte, die Firma sei trotz guter Auftragslage mit den Lohnansprüchen überfordert und nicht konkurrenzfähig. Die
Mitarbeiter verdienen seinen Angaben zufolge zwischen 2400 und 3000 Euro brutto. Die Zahlung der Tariflöhne könnte sich die Firma jedoch
nicht leisten.
Über Hintergründe wollte sich Rombach vorerst nicht äußern, dazu sei es noch zu früh. Heute war der Insolvenzverwalter das erste Mal in Nordhausen und hatte sich einen Überblick vom Produktionsablauf verschafft.
