Die politischen Variablen
Montag, 06. Februar 2006, 09:51 Uhr
Nordhausen (nnz). Es gibt in Thüringen schon bereits einige Träger von Kindertagesstätten, die über eine Erhöhung der Gebühren für ihre Einrichtungen nachdenken. Auch in Nordhausen soll in diesem Monat nachgedacht werden. Doch vorerst nicht über Erhöhungen....
Die Kindertagesstätten in Nordhausen sind seit mehr als einem Jahrzehnt in freier Trägerschaft. Viele andere Städte ähnlicher Größenordnung beneideten die Rolandstadt ob dieses Umstandes. Jetzt könnte sich das ändern. Hintergrund ist die familiäre Gesetzesoffensive der Thüringer Landesregierung. Und über deren Auswirkungen wollen die Träger in dieser Stadt mit der Stadtverwaltung reden. Dreimal sei nach Informationen der nnz dieser Termin bereits verschoben worden. Ein neuer Anlauf soll in der kommenden Woche vollzogen werden.
Ob auf die Eltern der Kindergartenkinder höhere Gebühren zukommen, das kann momentan nicht gesagt werden, die Gebührenhoheit liegt in der Hand des Stadtrates. Und da wird sich bis Anfang Mai wohl kaum etwas tun. Aber es werde harte Verhandlungen mit der Stadtverwaltung geben müssen, letztlich wollen die Träger im Wettbewerb um das Kind nicht von ihren bisherigen Standards zurückgehen. Der liegt unter anderem im Betreuungsschlüssel, sprich, in den Personalkosten begründet und in den damit verbundenen Betreuungskonzepten. Auf der anderen Seite hat die Kommune durch das neue Kita-Gesetz mehr Kompetenzen.
Die Finanzierung stellt sich in diesem Jahr nun so dar: Da sind (wie bisher) die Einnahmen aus den Elternbeiträgen, dann überweist das Land Thüringen an die Kommune je Kinder ab dem dritten Lebensjahr 100 Euro Monat. Schließlich gibt es noch je neu geborenem Kind eine einmalige Infrastrukturpauschale in Höhe von 1.000 Euro. Da das aber alles zusammen nicht ausreicht, muß die Stadtverwaltung den bescheidenen Rest ausgleichen. Beispiel: Die Vereinigten Träger wollen die bisherigen Betreuungsschlüssel als Garant für die gute Qualität beibehalten, dann kostet das die Summe X. Der gegenüber stehen zwei Variable: Die Elternbeiträge und die Zuschüsse aus dem städtischen Säckel. Beides wird politisch entschieden.
Es werden also durchaus harte Verhandlungen, bei denen die Träger augenscheinlich gut im Sattel sitzen. Denn keine Zeit kann für derartige Gespräche besser geeignet sein, als die des Wahlkampfes...
Autor: nnzDie Kindertagesstätten in Nordhausen sind seit mehr als einem Jahrzehnt in freier Trägerschaft. Viele andere Städte ähnlicher Größenordnung beneideten die Rolandstadt ob dieses Umstandes. Jetzt könnte sich das ändern. Hintergrund ist die familiäre Gesetzesoffensive der Thüringer Landesregierung. Und über deren Auswirkungen wollen die Träger in dieser Stadt mit der Stadtverwaltung reden. Dreimal sei nach Informationen der nnz dieser Termin bereits verschoben worden. Ein neuer Anlauf soll in der kommenden Woche vollzogen werden.
Ob auf die Eltern der Kindergartenkinder höhere Gebühren zukommen, das kann momentan nicht gesagt werden, die Gebührenhoheit liegt in der Hand des Stadtrates. Und da wird sich bis Anfang Mai wohl kaum etwas tun. Aber es werde harte Verhandlungen mit der Stadtverwaltung geben müssen, letztlich wollen die Träger im Wettbewerb um das Kind nicht von ihren bisherigen Standards zurückgehen. Der liegt unter anderem im Betreuungsschlüssel, sprich, in den Personalkosten begründet und in den damit verbundenen Betreuungskonzepten. Auf der anderen Seite hat die Kommune durch das neue Kita-Gesetz mehr Kompetenzen.
Die Finanzierung stellt sich in diesem Jahr nun so dar: Da sind (wie bisher) die Einnahmen aus den Elternbeiträgen, dann überweist das Land Thüringen an die Kommune je Kinder ab dem dritten Lebensjahr 100 Euro Monat. Schließlich gibt es noch je neu geborenem Kind eine einmalige Infrastrukturpauschale in Höhe von 1.000 Euro. Da das aber alles zusammen nicht ausreicht, muß die Stadtverwaltung den bescheidenen Rest ausgleichen. Beispiel: Die Vereinigten Träger wollen die bisherigen Betreuungsschlüssel als Garant für die gute Qualität beibehalten, dann kostet das die Summe X. Der gegenüber stehen zwei Variable: Die Elternbeiträge und die Zuschüsse aus dem städtischen Säckel. Beides wird politisch entschieden.
Es werden also durchaus harte Verhandlungen, bei denen die Träger augenscheinlich gut im Sattel sitzen. Denn keine Zeit kann für derartige Gespräche besser geeignet sein, als die des Wahlkampfes...
