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Durchgewunken

Mittwoch, 01. Februar 2006, 18:55 Uhr
Nordhausen (nnz). Im Polit-Jargon benutzt man das Wort „durchwinken“, wenn es – salopp ausgedrückt – bei einer Abstimmung schnell geht. Im Nordhäuser Stadtrat ging es heute sehr schnell. Und das zu einem Thema, an dem sich noch vor einem Monat beinahe Parteien gespalten hätten.


Nach dem Kreistag war heute nun der Nordhäuser Stadtrat mit den Heilungs-Beschlüssen zum kommunalen Südharz-Krankenhaus dran. Zehn an der Zahl und die noch mal in drei Komplexe unterteilt: Das Hilfswerk, das Medizinische Versorgungszentrum und die PBG (siehe hierzu ausführlich im Archiv der nnz). Während letztere fiskalisiert wurde, wurde die Gründung des Medizinischen Versorgungszentrums als Tochter der Hilfswerk gGmbH abgesegnet.

Und so hat nun alles seine Ordnung. Die allerdings soll von einer Wirtschaftsprüfgesellschaft überprüft werden. Die Mittelrheinische Treuhand wird auch einen Entwurf für den künftigen Gesellschaftervertrag erarbeiten. Kreisverwaltung und Stadtverwaltung konnten sich nicht auf einen Kompromiss einigen, zu weit lagen die Vorstellungen auseinander (auch hierzu im Archiv der nnz).

Wie Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) mitteilte, solle auch der Geschäftsbericht für das Jahr 2005 geprüft werden, eventuell können hier die gleichen Prüfer zu Rate gezogen werden. Mit den heutigen Beschlüssen und dem dann in diesem Jahr zu unterzeichnenden G-Vertrag seien nach Ansicht von Rinke alle Unsicherheiten behoben und Unwägbarkeiten ausgeräumt.

Ach so: Dann wurde durchgewunken. Zehn Beschlüsse in zwölf Minuten, ohne Wortmeldung – das ist kaum noch zu toppen.
Autor: nnz

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