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Flammenfest in Petersdorf

Donnerstag, 22. November 2001, 19:05 Uhr
Nordhausen (nnz). Die Energieversorgung Nordhausen hat ihr angestammtes Revier verlassen. Seit heute drückt der Versorger sein Erdgas in den Landkreis, nach Petersdorf.


Hallo, Herr Große! 1.700 Meter Druckleitung mussten von Nordhausen nach Petersdorf in die Erde gebracht werden. Das war selbst für die erfahrenen Versorger, Planer und Straßenbauer nicht immer so einfach. So mussten nicht nur Berge und Anstiege überwunden, auch plötzliche Naturschutzbiotope umgangen werden, wo kurz vorher noch das Unkraut meterhoch wucherte. Rolf Göppel, einer der Geschäftsführer der EVN, brachte in seinem Statement im abendlichen Petersdorf zum Ausdruck, dass es zwar Schwierigkeiten auf den 1,7 Kilometern gegeben habe, die seien aber jetzt ausgeräumt.

24 Haushalte können den umweltfreundlichen Energieträger ab sofort nutzen, 40 weitere haben sich für eine Option ausgesprochen. Das sind rund die Hälfte der Häuser, die gegenwärtig in Petersdorf zu finden sind. Die EVN aber auch Bürgermeister Tilo Große sind sich sicher, dass sich die Qualität des Erdgases auch bei den restlichen Petersdorfern sehr bald herumgesprochen hat. Wie eine Erdgasflamme leuchtet, davon konnten sich die Bürger des Ortes kurz nach 17 Uhr überzeugen, olympiareif wurde die Flamme entzündet.

In Nordhausen wurden in den zurückliegenden Wochen und Monaten die Ortsteile Steinbrücken, Hesserode, Herreden und Steigerthal an das Erdgasnetz angeschlossen, Bedarf besteht noch in Sundhausen und Bielen, so das EVN-Management. Fest im Visier ist auch die Gemeinde Buchholz, dann allerdings sind die Nordhäuser auch schon bald an der Landesgrenze zu Sachsen-Anhalt angelangt.
Autor: nnz

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