Noch ein Kompetenzzentrum
Dienstag, 31. Januar 2006, 16:01 Uhr
Nordhausen (nnz). In Nordhausen wird ein zweites Kompetenzzentrum entstehen. Es wird im wahrsten Sinne wie Phoenix aus der Asche kommen. Wo das sein wird und wer der sagenhafte Vogel ist, das erfahren Sie mit einem Klick auf MEHR.
Zum 1. Februar 2006 gründet die Brunel GmbH, seit 1995 in Deutschland agierender Projektpartner für Technik und Management, am vorherigen IMG Nordhausen-Standort das Forschungs- und Kompetenzzentrum Brunel IMG GmbH als Tochterunternehmen. 30 ehemalige IMG Nordhausen-Mitarbeiter finden hier ein neues Betätigungsfeld. Wir ergreifen in Nordhausen die Chance, ein eingespieltes Team von langjährig erfahrenen Mitarbeitern einzustellen, erklärt Carsten Siebeneich, Geschäftsführer der Brunel GmbH. Die fachlichen Schwerpunkte der Brunel IMG liegen in den Bereichen Electronic Systems, Power Systems Electronic und Material Inspection.
Nachdem das IMG am 19. September 2005 Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt hatte, schien dass das Ende der Forschung in Nordhausen außerhalb der Fachhochschule zu sein. Dies vor allem deshalb, weil bereits Ende September 2005 der sogenannte Insolvenzgeldzeitraum ablief und keine Masse vorhanden war, um die Mitarbeiter auch im Insolvenzverfahren weiter zu beschäftigen. Aus diesem Grunde errichtete der Insolvenzverwalter eine Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft, in die die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Zeitpunkt der Eröffnung des Insolvenzverfahrens wechselten. So konnten die Mitarbeiter am Standort gehalten werden und gleichzeitig notwendige umfangreiche Verhandlungen mit Interessenten geführt werden.
Erster Interessent war die Fachhochschule Nordhausen, die plante ein Aninstitut zu errichten. Vielfältige Gespräche auch mit den beteiligten Ministerien führten aber dann in der letzten Woche zu einer Absage. Das wirtschaftliche Risiko war dann wohl doch zu groß. "Da wir dies schon vorausgesehen haben, haben wir bereits frühzeitig auch mit anderen potentiellen Interessenten verhandelt, wobei natürlich anzumerken ist, dass diese Interessenten nicht so reich gesät waren, wie bei einem Produktionsbetrieb der gleichen Größe", so Rechtsanwalt Carsten Bloß, der auch Insolvenzverwalter der IGENO Schienenfahrzeuge
GmbH ist.
Der Verkauf zum jetzigen Zeitpunkt kommt gerade noch rechtzeitig, da die Beschäftigungsgesellschaft ihre Tätigkeit planmäßig am 27.01.2006, nach fast dreimonatiger Tätigkeit, einstellt. So hält sich die Arbeitslosigkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die voraussichtlich ab 01.02.2006 eine neue Tätigkeit aufnehmen, in Grenzen. Dies hatte der Insolvenzverwalter auch als Ziel seiner Tätigkeit gesetzt, wobei bereits frühzeitig klar war, dass nicht alle Mitarbeiter und nicht alle Forschungs- und Fachbereiche erhalten bleiben konnten.
Übernommen werden von der Käuferin Mitarbeiter aus der Verwaltung, aus den Bereichen Elektrosysteme Entwicklung und Fertigung, Elektrosysteme EMV/Nano, Antriebssysteme/Automotive und Werkstoffprüfung. Hinter diesen Bezeichnungen verbergen sich teils hochinnovative Neuentwicklungen, die mit dem Namen IMG verbunden werden. So zum Beispiel der Hybridantrieb für die Straßenbahn in Nordhausen aber auch die Entwicklung von Hard- und Software die notwendig ist, um z.B. medizintechnische Geräte zu bauen.
Zu der Zielgruppe des Thüringer Brunel-Standortes gehören Kunden aus dem Elektro- und Energieanlagenbau, dem klassischen Maschinenbau, der Security-Industrie sowie Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen. Des Weiteren bietet Brunel IMG Fertigungsleistungen wie Systementwicklungen und Schaltungstechnik unter anderem für die Fahrzeug- und Medizintechnik und Messgeräteindustrie an. Zerstörende und zerstörungsfreie Prüfungen wie mechanische Werkstoffprüfung, Gammaradiographie und Infrarot-Thermographie runden das Dienstleistungsspektrum ab. Zu den Produkthighlights zählen elektrische Fahrzeugantriebe – insbesondere auf Hybrid- und Brennstoffzellenbasis – sowie Patente und Gebrauchsmuster, darunter ein modulares Diagnosesystem zur Prüfung elektrischer und elektromagnetischer Komponenten.
Mit seinem für Deutschland einzigartigen Portfolio positioniert sich der seit mehr als zehn Jahren im Highlevel-Sektor tätige unabhängige Ingenieurdienstleister Brunel GmbH eindeutig gegenüber den großen Anbietern aus dem Personaldienstleistungsmarkt, die sich auf die reine Bereitstellung von qualitativ hochwertigen Fachkräften ausrichten. Die Brunel GmbH verfügt über eigene Labors sowie Forschungs- und Fertigungseinrichtungen und bietet zertifizierte Prozessabläufe auf höchstem Qualitätsniveau. Das Dienstleistungsspektrum reicht weit in die Prozesskette von Hochtechnologieunternehmen hinein, insbesondere in die Bereiche Prototyping, Studien und Analysen.
Das Unternehmen
Die Brunel GmbH ist internationaler Projektpartner für anspruchsvolle Technologie-Unternehmen an über 36 Standorten in Deutschland. Mit mehr als 1.200 erfahrenen Ingenieuren, Technikern, Entwicklern und Managern werden komplexe Aufgaben entlang der gesamten Prozesskette gelöst, z. B. Entwicklung, Konstruktion, Verifikation, Testing, Prototyping bis hin zu Management Support. Die Muttergesellschaft Brunel International N. V. ist mit ihren insgesamt 5.000 Mitarbeitern ebenfalls weltweit aktiv.
Autor: nnzZum 1. Februar 2006 gründet die Brunel GmbH, seit 1995 in Deutschland agierender Projektpartner für Technik und Management, am vorherigen IMG Nordhausen-Standort das Forschungs- und Kompetenzzentrum Brunel IMG GmbH als Tochterunternehmen. 30 ehemalige IMG Nordhausen-Mitarbeiter finden hier ein neues Betätigungsfeld. Wir ergreifen in Nordhausen die Chance, ein eingespieltes Team von langjährig erfahrenen Mitarbeitern einzustellen, erklärt Carsten Siebeneich, Geschäftsführer der Brunel GmbH. Die fachlichen Schwerpunkte der Brunel IMG liegen in den Bereichen Electronic Systems, Power Systems Electronic und Material Inspection.
Nachdem das IMG am 19. September 2005 Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt hatte, schien dass das Ende der Forschung in Nordhausen außerhalb der Fachhochschule zu sein. Dies vor allem deshalb, weil bereits Ende September 2005 der sogenannte Insolvenzgeldzeitraum ablief und keine Masse vorhanden war, um die Mitarbeiter auch im Insolvenzverfahren weiter zu beschäftigen. Aus diesem Grunde errichtete der Insolvenzverwalter eine Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft, in die die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Zeitpunkt der Eröffnung des Insolvenzverfahrens wechselten. So konnten die Mitarbeiter am Standort gehalten werden und gleichzeitig notwendige umfangreiche Verhandlungen mit Interessenten geführt werden.
Erster Interessent war die Fachhochschule Nordhausen, die plante ein Aninstitut zu errichten. Vielfältige Gespräche auch mit den beteiligten Ministerien führten aber dann in der letzten Woche zu einer Absage. Das wirtschaftliche Risiko war dann wohl doch zu groß. "Da wir dies schon vorausgesehen haben, haben wir bereits frühzeitig auch mit anderen potentiellen Interessenten verhandelt, wobei natürlich anzumerken ist, dass diese Interessenten nicht so reich gesät waren, wie bei einem Produktionsbetrieb der gleichen Größe", so Rechtsanwalt Carsten Bloß, der auch Insolvenzverwalter der IGENO Schienenfahrzeuge
GmbH ist.
Der Verkauf zum jetzigen Zeitpunkt kommt gerade noch rechtzeitig, da die Beschäftigungsgesellschaft ihre Tätigkeit planmäßig am 27.01.2006, nach fast dreimonatiger Tätigkeit, einstellt. So hält sich die Arbeitslosigkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die voraussichtlich ab 01.02.2006 eine neue Tätigkeit aufnehmen, in Grenzen. Dies hatte der Insolvenzverwalter auch als Ziel seiner Tätigkeit gesetzt, wobei bereits frühzeitig klar war, dass nicht alle Mitarbeiter und nicht alle Forschungs- und Fachbereiche erhalten bleiben konnten.
Übernommen werden von der Käuferin Mitarbeiter aus der Verwaltung, aus den Bereichen Elektrosysteme Entwicklung und Fertigung, Elektrosysteme EMV/Nano, Antriebssysteme/Automotive und Werkstoffprüfung. Hinter diesen Bezeichnungen verbergen sich teils hochinnovative Neuentwicklungen, die mit dem Namen IMG verbunden werden. So zum Beispiel der Hybridantrieb für die Straßenbahn in Nordhausen aber auch die Entwicklung von Hard- und Software die notwendig ist, um z.B. medizintechnische Geräte zu bauen.
Zu der Zielgruppe des Thüringer Brunel-Standortes gehören Kunden aus dem Elektro- und Energieanlagenbau, dem klassischen Maschinenbau, der Security-Industrie sowie Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen. Des Weiteren bietet Brunel IMG Fertigungsleistungen wie Systementwicklungen und Schaltungstechnik unter anderem für die Fahrzeug- und Medizintechnik und Messgeräteindustrie an. Zerstörende und zerstörungsfreie Prüfungen wie mechanische Werkstoffprüfung, Gammaradiographie und Infrarot-Thermographie runden das Dienstleistungsspektrum ab. Zu den Produkthighlights zählen elektrische Fahrzeugantriebe – insbesondere auf Hybrid- und Brennstoffzellenbasis – sowie Patente und Gebrauchsmuster, darunter ein modulares Diagnosesystem zur Prüfung elektrischer und elektromagnetischer Komponenten.
Mit seinem für Deutschland einzigartigen Portfolio positioniert sich der seit mehr als zehn Jahren im Highlevel-Sektor tätige unabhängige Ingenieurdienstleister Brunel GmbH eindeutig gegenüber den großen Anbietern aus dem Personaldienstleistungsmarkt, die sich auf die reine Bereitstellung von qualitativ hochwertigen Fachkräften ausrichten. Die Brunel GmbH verfügt über eigene Labors sowie Forschungs- und Fertigungseinrichtungen und bietet zertifizierte Prozessabläufe auf höchstem Qualitätsniveau. Das Dienstleistungsspektrum reicht weit in die Prozesskette von Hochtechnologieunternehmen hinein, insbesondere in die Bereiche Prototyping, Studien und Analysen.
Das Unternehmen
Die Brunel GmbH ist internationaler Projektpartner für anspruchsvolle Technologie-Unternehmen an über 36 Standorten in Deutschland. Mit mehr als 1.200 erfahrenen Ingenieuren, Technikern, Entwicklern und Managern werden komplexe Aufgaben entlang der gesamten Prozesskette gelöst, z. B. Entwicklung, Konstruktion, Verifikation, Testing, Prototyping bis hin zu Management Support. Die Muttergesellschaft Brunel International N. V. ist mit ihren insgesamt 5.000 Mitarbeitern ebenfalls weltweit aktiv.
