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Auswärtsspiel

Samstag, 28. Januar 2006, 12:34 Uhr
Nordhausen (nnz). In den kommenden Wochen und Monaten wird es im Nordhäuser Theater nicht nur Theater im klassischen Sinne geben. Was sich die Macher im Musentempel alles ausgedacht haben, das hat jetzt die nnz erfahren.


Auswärtsspiel (Foto: nnz) Auswärtsspiel (Foto: nnz) Konzertform speziell für Schüler
Vor der Aufführung eines Kunstwerkes liegen mit seiner Komposition und Erarbeitung durch das Orchester Etappen, die den Hörern weitgehend unbekannt sind, entscheidend aber zu seinem Verständnis beitragen können. Das Loh-Orchester Sondershausen bietet daher im März für junge Besucher zweier Altersgruppen je eine OrchesterWerkstatt an. Nachdem „Die Zauberflöte“, „Carmen“ und „Coppélia“ bereits in der „Werkstatt“ auf die Bühne des Theaters Nordhausen kamen, spielt das Loh-Orchester nun am 22. März in Sondershausen und am 23. in Nordhausen Näthers „Die Bremer Stadtmusikanten“ und Dvoráks „Aus der Neuen Welt“. Im ersten Teil des Konzertvormittags erläutert Kapellmeisterin Inga Hilsberg Hintergründe, die den Schülern den Zugang zu den Werken erschließen, im zweiten Teil erklingt dann die zuvor erläuterte Musik.


Gastspiel in Duderstadt
Am 7. März gastiert die Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH mit ihrer Inszenierung von Mozarts Oper „Die Zauberflöte“ (Regie: Kerstin Weiß) in der niedersächsischen Eichsfeldgemeinde Duderstadt. Neben den Solisten des nordthüringischen Musiktheaters und Maria Celegidis als Königin sowie Nadine Balbeisi als Papagena wirken als Knaben auch junge niedersächsische Sänger mit, Mitglieder der Chorakademie Göttingen. Die musikalische Leitung des Gastspiels hat Inga Hilsberg, 2. Kapellmeisterin am Theater Nordhausen.


„Woyzeck“ wird erwartet
Die Kooperation zwischen der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH und dem Thüringer Landestheater Rudolstadt beschert den Theaterbesuchern Nordhausens auch nach der Abwicklung der eigenen Schauspielsparte im Jahre 2004 regelmäßige Schauspielaufführungen. Am 3. März wird es mit Georg Büchners „Woyzeck“ in der Inszenierung von Wolf Bunge eine neue Schauspielpremiere in Nordhausen geben. Ihr werden weitere sechs Aufführungen, die durch die Abonnements gehen, folgen.


Jugendliche entdecken Heine
Wenn eine Stadt nur noch über Musiktheater und Ballett verfügt, muss das nicht zwangsläufig heißen, dass die großen Dichter, die nicht für die Oper geschrieben haben, in Vergessenheit geraten. Innerhalb der umfangreichen Jugendarbeit am Theater Nordhausen gibt es auch Jugendclubs, die sich mit Schauspiel und Dichtung beschäftigen. 150 Jahre ist es im Februar 2006 her, dass der große deutsche Dichter Heinrich Heine in Paris starb. Am letzten Tag des Monats führen Jugendliche unter der Mentorschaft der Leiterin des Jungen Theaters, Dr. Susanne Mautz, eine szenische Lesung unter dem Titel „150 Jahre unvergessen: H. HEINE“ im Theater unterm Dach Nordhausen auf. Dabei nutzen sie die Zusammenarbeit mit dem Buchhaus Rose, dessen Inhaber sich auch als Mitglied des Theaterfördervereins um die Kultur in der nordthüringischen Stadt verdient macht. Dietrich Rose hatte die Jugendlichen für den Dichter Heine interessiert. Die Veranstaltung am 28. Februar beginnt um 19.30 Uhr.
Autor: nnz

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