Neues Buch über Mittelbau-Dora
Mittwoch, 25. Januar 2006, 13:56 Uhr
Nordhausen (nnz). Häftlinge, Täter und Zuschauer stehen im Mittelpunkt. Auf 72 Seiten kann sich jeder über die Geschichte des Konzentrationslagers informieren. 2006 sind außerdem interessante Veranstaltungen geplant.
Neues Buch über Mittelbau-Dora (Foto: nnz)
Vor allem Jugendliche und junge Erwachsene sollen mit dem neuen Buch Zwangsarbeit für den Endsieg erreicht werden. Auf den 72 illustrierten Seiten finden aber alle Interessierten einen informativen Überblick über die Geschichte des Konzentrationslagers Mittelbau-Dora. Vorgestellt werden die Häftlinge, sowie ihre Arbeits- und Lebensbedingungen. Wichtig ist Autor und Gedenkstättenleiter Jens-Christian Wagner die Darstellung der heterogenen Häftlingsgesellschaft. Das war keine Gemeinschaft aufrecht kämpfender Antifaschisten. Erklärte er dazu. Ein Kapitel widmet sich den Tätern und Zuschauern. Ein weiteres klärt über das Ende des KZ und den Umgang mit NS-Verbrechen in der Nachkriegszeit auf. Mit dem Raketenkonstrukteur Wernher von Braun wird eine Täterkarriere exemplarisch beleuchtet.
Das Buch ist in einer Auflage von 3.000 Exemplaren bei der Landeszentrale für politische Bildung erschienen. Antonio Peter wies darauf hin, daß es dort kostenlos angeholt werden könne. Thüringer, die sich das Buch schicken lassen wollen, können es für 3,- Euro bestellen. Wer nicht aus Thüringen kommt, muß 5,- Euro bezahlen. Zu dem Preis ist es auch in der Gedenkstätte zu kaufen.
Für den Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus plant die Landeszentrale für politische Bildung eine Jugendbuchlesung. Am Freitag findet diese um 9.00 Uhr im Humboldt- und um 12.00 Uhr im Herdergymnasium für die Schüler statt. In der Stadtbibliothek liest Raphaela Kehren ab 19.30 Uhr für die Öffentlichkeit. In der Gedenkstätte eröffnet die Ausstellung Gezeichnete Erinnerungen an das KZ Mittelbau-Dora. 35 Bilder des französischen Häftlings Maurice de la Pintiere sind zu sehen. Illegal angefertigte Skizzen aus seiner Zeit im KZ dienten ihm als Vorlage für seine Aquarelle. Die Ausstellung ist vom 28. Januar bis 02. April von Dienstag bis Sonntag von 10.00 bis 16.00 Uhr in der ehemaligen Feuerwache zu sehen. Der Eintritt ist frei.
Autor: wf
Neues Buch über Mittelbau-Dora (Foto: nnz)
Vor allem Jugendliche und junge Erwachsene sollen mit dem neuen Buch Zwangsarbeit für den Endsieg erreicht werden. Auf den 72 illustrierten Seiten finden aber alle Interessierten einen informativen Überblick über die Geschichte des Konzentrationslagers Mittelbau-Dora. Vorgestellt werden die Häftlinge, sowie ihre Arbeits- und Lebensbedingungen. Wichtig ist Autor und Gedenkstättenleiter Jens-Christian Wagner die Darstellung der heterogenen Häftlingsgesellschaft. Das war keine Gemeinschaft aufrecht kämpfender Antifaschisten. Erklärte er dazu. Ein Kapitel widmet sich den Tätern und Zuschauern. Ein weiteres klärt über das Ende des KZ und den Umgang mit NS-Verbrechen in der Nachkriegszeit auf. Mit dem Raketenkonstrukteur Wernher von Braun wird eine Täterkarriere exemplarisch beleuchtet. Das Buch ist in einer Auflage von 3.000 Exemplaren bei der Landeszentrale für politische Bildung erschienen. Antonio Peter wies darauf hin, daß es dort kostenlos angeholt werden könne. Thüringer, die sich das Buch schicken lassen wollen, können es für 3,- Euro bestellen. Wer nicht aus Thüringen kommt, muß 5,- Euro bezahlen. Zu dem Preis ist es auch in der Gedenkstätte zu kaufen.
Für den Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus plant die Landeszentrale für politische Bildung eine Jugendbuchlesung. Am Freitag findet diese um 9.00 Uhr im Humboldt- und um 12.00 Uhr im Herdergymnasium für die Schüler statt. In der Stadtbibliothek liest Raphaela Kehren ab 19.30 Uhr für die Öffentlichkeit. In der Gedenkstätte eröffnet die Ausstellung Gezeichnete Erinnerungen an das KZ Mittelbau-Dora. 35 Bilder des französischen Häftlings Maurice de la Pintiere sind zu sehen. Illegal angefertigte Skizzen aus seiner Zeit im KZ dienten ihm als Vorlage für seine Aquarelle. Die Ausstellung ist vom 28. Januar bis 02. April von Dienstag bis Sonntag von 10.00 bis 16.00 Uhr in der ehemaligen Feuerwache zu sehen. Der Eintritt ist frei.
