100.000 Akten
Mittwoch, 25. Januar 2006, 11:10 Uhr
Nordhausen (nnz). Die nnz hatte bereits mehrfach kritisch über die Familienkasse in Nordhausen berichtet. Jetzt konnte sich die Redaktion einen Überblick vor Ort verschaffen und hat Interessantes gefunden.
100.000 Akten (Foto: nnz)
Seit September vergangenen Jahres sind die Familienkassen der Arbeitsagenturen Nordhausen und Sangerhausen zusammengelegt worden. Für die 23 Mitarbeiterinnen am Nordhäuser Standort hat seitdem Angela Victora die Verantwortung. Was nicht offiziell gesagt wird, was man aber spürt: Die Entscheidung der Einbindung eines Call-Centers ist sehr unglücklich. Sie sei aber notwendig geworden, schließlich müssen jetzt 68.000 laufende Fälle bearbeitet werden. Die wiederum sind inhaltlich in den über 100.000 Akten zu finden, abgehangen in der zentralen Registratur.
Bei uns verschwindet kein Antrag, meint Angela Victora. Es ist eine Feststellung. Sie berichtet aber auch von den Zeiten, da es noch kein Call-Center gab. Die Mitarbeiterinnen mussten die Fälle bearbeiten, dazwischen klingelte 20 bis 30 Mal am Tag das Telefon. Auch da musste kompetent Auskunft gegeben oder vielleicht nur ein Termin vereinbart werden. Die Mitarbeiterinnen waren damals fast am Ende ihrer Kräfte, hinzu kamen verständlicherweise Fehler bei Bearbeitungen der Anträge.
Na klar, das wissen auch die Mitarbeiterinnen der Familienkasse, eine persönliche Beratung ist mitunter durch nichts zu ersetzen, viele Bürger seien quasi an die Hand genommen und durch den Antragsdschungel geleitet worden. Jetzt aber sei alles so geregelt, dass man die Angelegenheiten durchweg telefonisch klären könne. Und natürlich können Unterlagen persönlich an der Uferstraße abgegeben werden.
Letztlich aber sind die jetzigen Strukturen der Umgestaltung innerhalb der Bundesagentur geschuldet. Seitens der großen Politik wurde eine schlankere Verwaltung gefordert. Dass dabei die Bürgernähe zum Teil auf der Strecke geblieben ist, das wissen die Mitarbeiterinnen um Angela Victora, doch auch sie müssen die Richtlinien umsetzen. Ob sie wollen oder nicht.
Autor: nnz
100.000 Akten (Foto: nnz)
Seit September vergangenen Jahres sind die Familienkassen der Arbeitsagenturen Nordhausen und Sangerhausen zusammengelegt worden. Für die 23 Mitarbeiterinnen am Nordhäuser Standort hat seitdem Angela Victora die Verantwortung. Was nicht offiziell gesagt wird, was man aber spürt: Die Entscheidung der Einbindung eines Call-Centers ist sehr unglücklich. Sie sei aber notwendig geworden, schließlich müssen jetzt 68.000 laufende Fälle bearbeitet werden. Die wiederum sind inhaltlich in den über 100.000 Akten zu finden, abgehangen in der zentralen Registratur.
Bei uns verschwindet kein Antrag, meint Angela Victora. Es ist eine Feststellung. Sie berichtet aber auch von den Zeiten, da es noch kein Call-Center gab. Die Mitarbeiterinnen mussten die Fälle bearbeiten, dazwischen klingelte 20 bis 30 Mal am Tag das Telefon. Auch da musste kompetent Auskunft gegeben oder vielleicht nur ein Termin vereinbart werden. Die Mitarbeiterinnen waren damals fast am Ende ihrer Kräfte, hinzu kamen verständlicherweise Fehler bei Bearbeitungen der Anträge.
Na klar, das wissen auch die Mitarbeiterinnen der Familienkasse, eine persönliche Beratung ist mitunter durch nichts zu ersetzen, viele Bürger seien quasi an die Hand genommen und durch den Antragsdschungel geleitet worden. Jetzt aber sei alles so geregelt, dass man die Angelegenheiten durchweg telefonisch klären könne. Und natürlich können Unterlagen persönlich an der Uferstraße abgegeben werden.
Letztlich aber sind die jetzigen Strukturen der Umgestaltung innerhalb der Bundesagentur geschuldet. Seitens der großen Politik wurde eine schlankere Verwaltung gefordert. Dass dabei die Bürgernähe zum Teil auf der Strecke geblieben ist, das wissen die Mitarbeiterinnen um Angela Victora, doch auch sie müssen die Richtlinien umsetzen. Ob sie wollen oder nicht.
