Die Menschenfresserin
Mittwoch, 25. Januar 2006, 07:41 Uhr
Nordhausen (nnz). Am Freitag wird in der ehemaligen Feuerwache der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora die Sonderausstellung Dora: La mangeuse d’hommes (Dora: Die Menschenfresserin) eröffnet werden. Die nnz mit einer Vorschau.
Gezeigt werden 35 Zeichnungen, die der französische Mittelbau-Häftling Maurice de la Pintière unmittelbar nach der Befreiung angefertigt hat. Erstmals werden diese Zeichnungen in Deutschland im Original präsentiert. Zur Eröffnung wird die Kunsthistorikerin Dr. Sonja Staar (Gedenkstätte Buchenwald) sprechen. Die Ausstellung ist vom 28. Januar bis zum 2. April 2006 täglich außer montags von 10.00 bis 16.00 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.
Im Herbst 1943 wurde Maurice de la Pintière, damals Student der Pariser Kunsthochschule, von der SS über das KZ Buchenwald in das unterirdische KZ Dora verschleppt. Er war von der Gestapo beim Versuch, über die Pyrenäen nach Spanien zu entkommen, verhaftet worden. De la Pintière gehörte zu den wenigen, die das Lager und die Todesmärsche im April 1945 überlebten. Nach seiner Rückkehr nach Frankreich bildete de la Pintière seine noch frischen Erinnerungen in einer Reihe ergreifender Aquarellzeichnungen ab. Mit nur wenigen Pinselstrichen hat er, wohl besser als es Worte vermögen, sein Leben und Leiden in Dora erzählt.
Das Lager Dora wurde im August 1943 eingerichtet. Zunächst ein Außenlager des KZ Buchenwald, wurde es im Oktober 1944 zusammen mit weiteren Buchenwalder Außenlagern in der Harzregion zum KZ Mittelbau verselbständigt. Damit war das KZ Mittelbau das letzte von den Nationalsozialisten gegründete Hauptlager. Die Häftlinge des Konzentrationslagers mussten überwiegend in Bauprojekten zur Untertageverlagerung der deutschen Rüstungsindustrie Zwangsarbeit leisten. Insgesamt wurden über 60.000 Menschen in das KZ Mittelbau-Dora deportiert, von denen mindestens 20.000 das Kriegsende nicht erlebt haben.
Autor: nnzGezeigt werden 35 Zeichnungen, die der französische Mittelbau-Häftling Maurice de la Pintière unmittelbar nach der Befreiung angefertigt hat. Erstmals werden diese Zeichnungen in Deutschland im Original präsentiert. Zur Eröffnung wird die Kunsthistorikerin Dr. Sonja Staar (Gedenkstätte Buchenwald) sprechen. Die Ausstellung ist vom 28. Januar bis zum 2. April 2006 täglich außer montags von 10.00 bis 16.00 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.
Im Herbst 1943 wurde Maurice de la Pintière, damals Student der Pariser Kunsthochschule, von der SS über das KZ Buchenwald in das unterirdische KZ Dora verschleppt. Er war von der Gestapo beim Versuch, über die Pyrenäen nach Spanien zu entkommen, verhaftet worden. De la Pintière gehörte zu den wenigen, die das Lager und die Todesmärsche im April 1945 überlebten. Nach seiner Rückkehr nach Frankreich bildete de la Pintière seine noch frischen Erinnerungen in einer Reihe ergreifender Aquarellzeichnungen ab. Mit nur wenigen Pinselstrichen hat er, wohl besser als es Worte vermögen, sein Leben und Leiden in Dora erzählt.
Das Lager Dora wurde im August 1943 eingerichtet. Zunächst ein Außenlager des KZ Buchenwald, wurde es im Oktober 1944 zusammen mit weiteren Buchenwalder Außenlagern in der Harzregion zum KZ Mittelbau verselbständigt. Damit war das KZ Mittelbau das letzte von den Nationalsozialisten gegründete Hauptlager. Die Häftlinge des Konzentrationslagers mussten überwiegend in Bauprojekten zur Untertageverlagerung der deutschen Rüstungsindustrie Zwangsarbeit leisten. Insgesamt wurden über 60.000 Menschen in das KZ Mittelbau-Dora deportiert, von denen mindestens 20.000 das Kriegsende nicht erlebt haben.
