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Häppchen zum Abschluss

Montag, 23. Januar 2006, 13:56 Uhr
Nordhausen (nnz). Mit einem abwechslungsreichen und interessanten Programm wurde am Samstag der kritische Autor Heinrich Böll zur Abschlussveranstaltung der Böll – Tage in Nordhausen mit einer „Böll-Nacht“ in der Stadtbibliothek „Rudolf Hagelstange“ vorgestellt. Und dieser Veranstaltungsort sei nicht zufällig ausgewählt worden, sagte Bibliotheksleiterin Kerstin Kramer...


„Der Schriftsteller Hagelstange war dem etwas jüngeren Böll ein Berater und Begleiter in den Anfangsjahren seiner literarischen Tätigkeit, ein Reisebegleiter und Würdiger bei der Verleihung des Büchner-Preises 1967. Heinrich Böll hielt beim Tode Hagelstanges im November 1984 eine Grabrede.“

Zur Böll-Nacht, die von der Heinrich-Böll-Stiftung e.V. in Thüringen initiiert wurde, kamen rund 60 Gäste. Dr. Martin Straub und Martin Siebert unterhielten mit Texten von Heinrich Böll, Ingeborg Bachmann, Christa Wolf und Günter Eich. Markus Schäfer, Mitarbeiter des Böll-Archivs Köln, stellte Lebens-Abschnitte des Autors wie „Studentenproteste“, „Der Deutsche Herbst“ und „Friedensbewegung“ anhand von Bild- und Tondokumenten aus Reden und Interviews Heinrich Bölls vor. Das Publikum – darunter auch viele junge Leute – habe mit Interesse und Begeisterung die Veranstaltung verfolgt, das habe sich auch in den Gesprächen und Diskussionen im Anschluss gezeigt, so Kramer.

Für einen angenehmen und unterhaltsamen Abend sorgte auch die Versorgung des Publikums mit Getränken und kleinen kulinarischen Stärkungen, welches von der HGN Hydrogeologie gesponsert wurde. Die musikalische Begleitung übernahm Robert Hartung von der Kreismusikschule Nordhausen.

Kersti Kramer dankt deshalb allen Beteiligten für den gelungenen und interessanten Abend, insbesondere auch der Heinrich-Böll-Stiftung Thüringen und dem Böll Archiv in Köln.
Autor: nnz

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