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Die ersten Ostdeutschen

Freitag, 20. Januar 2006, 15:49 Uhr
Nordhausen (nnz). Auf meisterlichem Niveau bewegten sich kürzlich Karateka aus Nordhausen. Viele Pokale brachten die Sportler bereits mit. Nun sind sie die ersten Ostdeutschen, die ins Bundesjugendkader aufgenommen wurden. Vorher war ein Lehrgang zu absolvieren.

Die ersten Ostdeutschen  (Foto: nnz) Die ersten Ostdeutschen (Foto: nnz)

Für Samstag den 14. und Sonntag den 15. Januar wurden die Mitglieder des Karate-Do-Kwai Nordhausen e.V. Klaus Müller-Steidner, Falko Große und Hagen Walter nach Landshut geladen, um als die ersten ostdeutschen Jugendlichen in den Bundesjugendkader Kobudo aufgenommen zu werden. Die drei Mitglieder des Nordhäuser Karate-Vereins nahmen bereits an der ersten europäischen Meisterschaft im Tesshinkan-Kobudo (Karate mit traditionell japanischen Waffen) erfolgreich Teil. Im Oktober starteten die drei zur Deutschen Meisterschaft in Hammelburg und kehrten auch von dort mit einigen Pokalen zurück. So war es nicht verwunderlich, dass der Leiter des Bundesjugendkaders des Kobudo-Kwai Deutschland e.V., Ralf Anneser, sehr schnell auf diese Kobudo-ka aufmerksam wurde.

Am Wochenende war es dann soweit: nach mehr als 8 Stunden Bahnfahrt erreichten sie endlich Landshut, um dort gleich an dem zweimal 5-stündigen Training teilzunehmen. Das Niveau steigerte sich von einfachen Techniken der Schülerprüfungsprogramme sehr schnell auf Meistergradniveau, doch die drei Nordhäuser konnten mithalten und verfolgten die beiden Trainingseinheiten mit größtem Interesse und Fleiß.

Der Sonntag bescherte den Jungs nach weiteren fünf Stunden Training mit dem Hanbo (Kurzstock) endlich die lang ersehnte Urkunde zur Aufnahme in den BuJuKa (Bundesjugendkader). Dabei wurden sie von dem BuJuKa-Verantwortlichen gelobt, ob ihrer Umsetzungs- und Verständnisgabe wie auch ihrem Hintergrundwissen um diese uralte und doch aktuelle Kampfkunst Japans, das Kobudo. Im Nordhäuser Karateverein findet das Kobudo-Training immer mittwochs von 18.00-19.30 Uhr in der Turnhalle des Humboldt-Gymnasiums in der Blasii-Straße statt.
Autor: wf

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