nnz-Rückspiegel: 22. November 2000
Donnerstag, 22. November 2001, 08:12 Uhr
Nordhausen (nnz). Können Sie sich noch erinnern, was vor einem Jahr im Landkreis Nordhausen los war? Die nnz hat im Archiv gesucht und folgende Meldungen gefunden.
Heringer CDU diskutiert über geplante Industriegebiet in Goldener Aue
Zur nächsten Mitgliederversammlung der CDU Heringen gemeinsam mit den Freunden aus der Goldenen Aue hat der Stadtverband Heringen. Das Thema Industriegebiet Goldene Aue steht erneut auf der Tagesordnung der Christdemokraten. "Wenn von den Kommunalpolitikern Verantwortungsbewußtsein gefordert wird, so muß dieses auch bei den Initiatoren der Veröffentlichungen in den Medien eingefordert werden. Wir tragen auch Verantwortung für die wirtschaftliche Entwicklung der Region. Darum bedarf es einer sachlichen Diskussion und Abwägung aller Fakten", so der Vorsitzende des CDU-Ortsverbandes, Maik Schröter zur nnz.
Umfangreiche Angebote zu diesjährigen Jugendhilfetagen
Qualität in der Jugendhilfe - unter diesem Motto stehen die diesjährigen Jugendhilfetage im Landkreis Nordhausen, die heute im Jugendklubhaus in Nordhausen beginnen. Dabei soll das Gespräch zwischen Fachleuten des Jugendamtes, der Freien Träger sowie der Jugendverbände ebenso geführt werden wie die Diskussion mit Kindern und Jugendlichen. Die Fachtagung bietet unter anderem die Möglichkeit, betroffene junge Menschen mit Experten bekannt zu machen und über eine Beteiligung am Hilfeplanverfahren zu diskutieren. Die unterschiedlichen Themenkreise geben wichtige Impulse für die praxisbezogene Arbeit in den Einrichtung der Jugendhilfe und im Jugendamt selbst. Im Rahmenprogramm wird eine kleine Theatergruppe aus dem Kinderheim Frohe Zukunft die Arbeit der Fachkräfte aus ihrer Sicht und ihrem Erleben vorführen. Gleichzeitig wollen die Kinder und Jugendlichen ihre Wünsche darstellerisch zum Ausdruck bringen.
CDU wirft Matthias Jendricke (SPD) politische Entgleisung vor
Matthias Jendricke hat der politischen Kultur in Nordhausen einen schweren Schaden zugefügt. Dieser Auffassung ist die CDU der Rolandstadt. Hintergrund ist die Kundgebung gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit am vergangenen Donnerstag in Nordhausen. Dabei soll Jendricke ein Plakat mit Aufschrift Leitkultur der CDU hat eine braune Spur getragen haben. Mit diesem Plakat habe Jendricke die CDU und deren Mitglieder auf unglaubliche Art und Weise mit Neonazis gleichgestellt. Das gemeinsame Anliegen aller Demokraten der Stadt, etwa gegen rechte Gewalt zu tun, sei von Matthias Jendricke in den Schmutz gezogen worden, urteilt CDU-Stadtrat Norbert Klodt gegenüber nnz. Klodt weiter: Durch seine Handlungsweise beleidigte Herr Jendricke alle CDU-Mitglieder in Nordhausen und gefährdet dadurch weitere Aktivitäten aller Demokraten, die notwendig wären, um zu zeigen, daß in Nordhausen kein Nährboden für Rechtsextremismus vorhanden ist. Sehr bestürzt über Jendrickes Plakataktion zeigte sich auch CDU-Fraktionsvorsitzender Thomas Pape. Er sieht den gemeinsamen Konsens der für den 9. Dezember geplanten Aktion gegen Rechts gefährdet. (nnz berichtete). Unter dem Motto Das ist Nordhausen soll bekundet werden, daß Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit keine Chance in der Rolandstadt haben. Dazu haben die Organisatoren unter anderem eine Menschen- und Licherkette entlang der Rautenstraße geplant. Am Neubau des Diakonie-Altenpflegeheimes soll ein riesiges Transparent mit der Aufschrift Nordhausen gegen Nazis angebracht werden.
Der Nordthüringer DGB-Chef Ullrich Hannemann habe das Plakat zwar gesehen und fand den Text sehr scharf formuliert. Dennoch halte er an seiner Auffassung fest, daß der Begriff der Leitkultur alles andere als gelungen sei. Hannemann mahnte weiterhin zur Vorsicht im Umgang mit derartigen Begriffen, die aus der deutschen Geschichte heraus mißverständlich zu interpretieren wären.
PDS und SPD sehen nicht wesentlich Neues
Eigentlich nichts Neues, so lautet übereinstimmend die Meinung von Matthias Jendricke (SPD) und Klaus Hummitzsch (PDS) zur Entscheidung des Landesverwaltungsamtes Weimar (LVA) zu Beanstandung der Beschlüsse zur Beigeordnetenwahl. Jendricke sieht in der jetzigen Reaktion aus Weimar eine Kopie der Schreiben, die bereits mehrfach im Landratsamt eingegangen seien. Immer wieder werde die Verantwortung auf den Kreistag abgeschoben. Lediglich die Androhung eines sofortigen Vollzuges sei das neue Element. Sollte das Landesverwaltungsamt tatsächlich diese Androhung wahr machen, dann werde Matthias Jendricke den Weg der Klage beschreiten, sagte er gegenüber nnz. Was in dem Schreiben drin steht, das ich gerade vom Landrat erhalten habe, ist auch für die PDS-Fraktion nichts Neues, bestätigt deren Vorsitzender im Kreistag, Klaus Hummitzsch. Man werde sich trotzdem mit Rechtsexperten der Landtagsfraktion konsultieren. Letztlich werde es jedoch bei der bisherigen Haltung der PDS bleiben. Das Landesverwaltungsamt hatte gestern dem Kreistag Nordhausen bis zum 10. Dezember eine Frist gesetzt, die gefaßten Beschlüsse selbst aufzuheben. Sollte dies nicht geschehen, dann werde das LVA die Beschlüsse als sogenannte Ersatzvornahme selbst aufheben. Im Landratsamt wolle man allerdings versuchen, die Frist bis zum 12.12. zu verlängern, da an diesem Tag eine ordentliche Sitzung des Kreistages angesetzt ist.
Autor: nnzHeringer CDU diskutiert über geplante Industriegebiet in Goldener Aue
Zur nächsten Mitgliederversammlung der CDU Heringen gemeinsam mit den Freunden aus der Goldenen Aue hat der Stadtverband Heringen. Das Thema Industriegebiet Goldene Aue steht erneut auf der Tagesordnung der Christdemokraten. "Wenn von den Kommunalpolitikern Verantwortungsbewußtsein gefordert wird, so muß dieses auch bei den Initiatoren der Veröffentlichungen in den Medien eingefordert werden. Wir tragen auch Verantwortung für die wirtschaftliche Entwicklung der Region. Darum bedarf es einer sachlichen Diskussion und Abwägung aller Fakten", so der Vorsitzende des CDU-Ortsverbandes, Maik Schröter zur nnz.
Umfangreiche Angebote zu diesjährigen Jugendhilfetagen
Qualität in der Jugendhilfe - unter diesem Motto stehen die diesjährigen Jugendhilfetage im Landkreis Nordhausen, die heute im Jugendklubhaus in Nordhausen beginnen. Dabei soll das Gespräch zwischen Fachleuten des Jugendamtes, der Freien Träger sowie der Jugendverbände ebenso geführt werden wie die Diskussion mit Kindern und Jugendlichen. Die Fachtagung bietet unter anderem die Möglichkeit, betroffene junge Menschen mit Experten bekannt zu machen und über eine Beteiligung am Hilfeplanverfahren zu diskutieren. Die unterschiedlichen Themenkreise geben wichtige Impulse für die praxisbezogene Arbeit in den Einrichtung der Jugendhilfe und im Jugendamt selbst. Im Rahmenprogramm wird eine kleine Theatergruppe aus dem Kinderheim Frohe Zukunft die Arbeit der Fachkräfte aus ihrer Sicht und ihrem Erleben vorführen. Gleichzeitig wollen die Kinder und Jugendlichen ihre Wünsche darstellerisch zum Ausdruck bringen.
CDU wirft Matthias Jendricke (SPD) politische Entgleisung vor
Matthias Jendricke hat der politischen Kultur in Nordhausen einen schweren Schaden zugefügt. Dieser Auffassung ist die CDU der Rolandstadt. Hintergrund ist die Kundgebung gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit am vergangenen Donnerstag in Nordhausen. Dabei soll Jendricke ein Plakat mit Aufschrift Leitkultur der CDU hat eine braune Spur getragen haben. Mit diesem Plakat habe Jendricke die CDU und deren Mitglieder auf unglaubliche Art und Weise mit Neonazis gleichgestellt. Das gemeinsame Anliegen aller Demokraten der Stadt, etwa gegen rechte Gewalt zu tun, sei von Matthias Jendricke in den Schmutz gezogen worden, urteilt CDU-Stadtrat Norbert Klodt gegenüber nnz. Klodt weiter: Durch seine Handlungsweise beleidigte Herr Jendricke alle CDU-Mitglieder in Nordhausen und gefährdet dadurch weitere Aktivitäten aller Demokraten, die notwendig wären, um zu zeigen, daß in Nordhausen kein Nährboden für Rechtsextremismus vorhanden ist. Sehr bestürzt über Jendrickes Plakataktion zeigte sich auch CDU-Fraktionsvorsitzender Thomas Pape. Er sieht den gemeinsamen Konsens der für den 9. Dezember geplanten Aktion gegen Rechts gefährdet. (nnz berichtete). Unter dem Motto Das ist Nordhausen soll bekundet werden, daß Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit keine Chance in der Rolandstadt haben. Dazu haben die Organisatoren unter anderem eine Menschen- und Licherkette entlang der Rautenstraße geplant. Am Neubau des Diakonie-Altenpflegeheimes soll ein riesiges Transparent mit der Aufschrift Nordhausen gegen Nazis angebracht werden.
Der Nordthüringer DGB-Chef Ullrich Hannemann habe das Plakat zwar gesehen und fand den Text sehr scharf formuliert. Dennoch halte er an seiner Auffassung fest, daß der Begriff der Leitkultur alles andere als gelungen sei. Hannemann mahnte weiterhin zur Vorsicht im Umgang mit derartigen Begriffen, die aus der deutschen Geschichte heraus mißverständlich zu interpretieren wären.
PDS und SPD sehen nicht wesentlich Neues
Eigentlich nichts Neues, so lautet übereinstimmend die Meinung von Matthias Jendricke (SPD) und Klaus Hummitzsch (PDS) zur Entscheidung des Landesverwaltungsamtes Weimar (LVA) zu Beanstandung der Beschlüsse zur Beigeordnetenwahl. Jendricke sieht in der jetzigen Reaktion aus Weimar eine Kopie der Schreiben, die bereits mehrfach im Landratsamt eingegangen seien. Immer wieder werde die Verantwortung auf den Kreistag abgeschoben. Lediglich die Androhung eines sofortigen Vollzuges sei das neue Element. Sollte das Landesverwaltungsamt tatsächlich diese Androhung wahr machen, dann werde Matthias Jendricke den Weg der Klage beschreiten, sagte er gegenüber nnz. Was in dem Schreiben drin steht, das ich gerade vom Landrat erhalten habe, ist auch für die PDS-Fraktion nichts Neues, bestätigt deren Vorsitzender im Kreistag, Klaus Hummitzsch. Man werde sich trotzdem mit Rechtsexperten der Landtagsfraktion konsultieren. Letztlich werde es jedoch bei der bisherigen Haltung der PDS bleiben. Das Landesverwaltungsamt hatte gestern dem Kreistag Nordhausen bis zum 10. Dezember eine Frist gesetzt, die gefaßten Beschlüsse selbst aufzuheben. Sollte dies nicht geschehen, dann werde das LVA die Beschlüsse als sogenannte Ersatzvornahme selbst aufheben. Im Landratsamt wolle man allerdings versuchen, die Frist bis zum 12.12. zu verlängern, da an diesem Tag eine ordentliche Sitzung des Kreistages angesetzt ist.
