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Mario Kühn will Ortschef werden

Donnerstag, 09. Juni 2022, 08:00 Uhr
Die Entscheidung als Kandidat für den Posten des Neustädter Ortschaftsbürgermeister anzutreten ist nach der Absage des 44. Neustadt-Treffens und der 650-Jahr-Feier gefallen. Mario Kühn (BF-UWL), der derzeit als stellvertretender Ortschef agiert, will Neustadt und Osterode wieder mehr in den Mittelpunkt rückenů

Mario Kühn - Ortschaftsbürgermeisterkandiat (Foto: Sandra Witzel) Mario Kühn - Ortschaftsbürgermeisterkandiat (Foto: Sandra Witzel)

Die letzten Jahre waren nicht einfach. Zwischen Dirk Erfurt (Die Grünen), dem jetzigen Ortschaftsbürgermeister, und der Verwaltung sowie dem Harztor-Bürgermeister Stephan Klante (parteilos) gab es viele Kommunikationsschwierigkeiten und Missverständnisse. Mario Kühn versuchte zwischen beiden Kommunalpolitikern zu vermitteln, leider blieb der Erfolg aus. Mit der Neuwahl des Ortschaftsbürgermeisters hofft er darauf, dass Neustadt und Osterode wieder im Mittelpunkt stehen und nicht mehr eigene Befindlichkeiten.

Seit rund 20 Jahren ist der Osteröder in der Kommunalpolitik, sammelte Erfahrungen im Neustädter Ortschaftsrat und wurde nach der Eingemeindung auch in den Harztor-Gemeinderat gewählt. Hier sitzt er im Tourismus, Kultur- und Sozialausschuss. „Ich bin schon so lange dabei und möchte mich jetzt gern als Ortschaftsbürgermeister für die Neustädter und Osteröder einsetzen“, sagt der selbstständige Bauunternehmer. Allein schafft er das jedoch nicht. „Feststeller und Nöler gibt es genug, wir müssen gemeinsam mit allen Bürgerinnen und Bürgern anpacken“, sagt Kühn, der Macher und Anschieber. Er weiß, dass es jemanden braucht der Netzwerke hat, der Vorangeht. Ehrenamtlich engagiert er sich bei den Traktorfreunden Osterode e.V. und im Karnevalsverein.

Würde er gewählt, dann würde als erstes die bessere Einbeziehung des Ortschaftsrates im Mittelpunkt stehen. Wichtig sind ihm auch Bürgernähe und die Transparenz bei Entscheidungen. „Man muss miteinander reden, nur so können Probleme gelöst werden“, meint Kühn. Früher gab es Vereinstreffen mit allen Ehrenamtlichen in Neustadt und Osterode. Hier konnte man sich austauschen, etwas planen und organisieren, das soll wieder ins Leben gerufen werden. Wichtig sind ihm der Erhalt des Waldbades, der Nahversorgung im Ort und die Unterstützung der Touristikunternehmen. In ein paar Jahren muss das Zertifikat „Heilklimatischer Luftkurort“ verteidigt werden, das wird eine weitere große Aufgabe, die natürlich auch Kosten mit sich bringt. „Neustadt braucht diese Auszeichnung“, sagt Mario Kühn in Hinblick auf die touristische Entwicklung der Harztor-Gemeinde. Auch 5G ist wichtig für die Urlauber aber der Masten dafür muss nicht in der Ortschaft stehen. „Wenn die Mobilfunkfirma gemeinsam mit uns einen Standort außerhalb suchen würde, wären wir schon weiter“, erläutert Kühn.

„Ich bin keiner der von heute auf morgen die Segel streicht, sollte ich die Bürgerinnen und Bürger nicht überzeugen können, dann werde ich mich im Ortschafts- und Gemeinderat weiter tatkräftig für Neustadt und Osterode einsetzen“, verspricht er. Dennoch, wichtig ist am 12. Juni wählen zu gehen und damit den zukünftigen Ortschef oder die zukünftige Ortschefin mit einer hohen Beteiligung zu stärken.
Sandra Witzel
Autor: swi

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