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Die Nummer 5

Dienstag, 17. Januar 2006, 14:27 Uhr
Nordhausen (nnz). Krankenhauspläne dienen der Sicherstellung einer bedarfsgerechten, wirtschaftlichen und leistungsfähigen Krankenhausversorgung der Bürger. Sie haben eine Laufzeit von zwei bis vier Jahren und enthalten alle relevanten Daten zur stationären Versorgung in Thüringen. Thüringen soll jetzt seinen fünften Plan bekommen.


"Der 5. Thüringer Krankenhausplan sieht keine Schließung von Krankenhäusern oder Krankenhausabteilung vor und greift auch sonst nicht in die Belange der Krankenhäuser ein. Mit dem 5. Thüringer Krankenhausplan erfolgt der Einstieg in eine neue Planungssystematik, die durch die Einführung des neuen Krankenhausentgeltsystems (so genannte "Fallpauschalen"/DRG) notwendig ist. Thüringen ist damit nach Sachsen-Anhalt das zweite Land, das einen entsprechend angepassten Krankenhausplan vorlegt“, so Sozialminister Dr. Klaus Zeh (CDU) nach der Kabinettsrunde in Erfurt.

Künftig wird vom Land nicht mehr – wie bisher – eine bestimmte Anzahl von Betten pro Krankenhaus vorgegeben. Stattdessen werden lediglich die vorzuhaltenden Fachgebiete, die Standorte und die Versorgungsstufe verbindlich festgelegt. Die Krankenhäuser erhalten somit eine größere Eigenverantwortung. Für den Bereich der psychiatrischen Versorgung in Thüringen sieht der Plan keine Änderungen gegenüber den Vorjahren vor."

Nach Auffassung von Gesundheitsminister Dr. Klaus Zeh soll mit der Krankenhausplanung in Zukunft auch der Neustrukturierung der chirurgischen und internistischen Facharztdisziplinen Rechnung getragen werden. Besonderes Augenmerk im Plan wird auf Vorgaben zur Qualitätssicherung in den Thüringer Krankenhäusern gelegt. Darüber hinaus soll eine Deregulierung den Krankenhäusern marktwirtschaftliche Freiräume ermöglichen. Die Krankenhausplanung müsse darüber hinaus auch in größerem Umfang als bisher Versorgungsaufgaben der Krankenhäuser im Katastrophenfall abbilden.

Minister Dr. Zeh: "Die Krankenhausversorgung in Thüringen kostet allein den Krankenkassen rund 1,65 Milliarden Euro pro Jahr. Im Krankenhauswesen unseres Landes sind 25.000 Menschen beschäftigt. Deshalb habe ich bei der Erstellung des 5. Thüringer Krankenhausplanes großen Wert darauf gelegt, dass wir zu einer gemeinsamen Lösung aller Beteiligten finden, die den Bedürfnissen der Patienten und der Beitragszahler gerecht wird. Thüringen verfügt derzeit über 41 Krankenhäuser mit rund 15.000 Betten. Die stationäre Versorgung der Patienten bei uns in Thüringen erfolgt nach modernsten medizinischen Erkenntnissen bei einer hervorragenden medizintechnischen Ausstattung. Das Krankenhauswesen in unserem Freistaat kann sich im nationalen und internationalen Vergleich sehen lassen."
Autor: nnz

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